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TSV Falkenheim auf Berg- und Talfahrt

Der TSV wartet seit vier Spieltagen auf ein Erfolgserlebnis - 25.11.2011 07:29 Uhr

Nach turbulenten Wochen freut sich die  Truppe von TSV-Trainer Karl Singbartl (li.) nun auf die  Winterpause.

Nach turbulenten Wochen freut sich die Truppe von TSV-Trainer Karl Singbartl (li.) nun auf die Winterpause. © Wolfgang Zink


„Das würde uns allen gerade ganz gut tun“, sagt der zweite Kapitän Alexander Löslein. Wenn man den bisherigen Saisonverlauf des TSV Revue passieren lässt, dann weiß man, was er damit meint. Was der Kreisklassist in dieser Saison bislang abgeliefert hat, gleicht eher einer munteren Berg- und Talfahrt denn einer konstanten Leistungssteigerung. Einer 0:5-Schlappe zum Auftakt gegen den TSV Fischbach ließ Falkenheim zunächst eine kleine Erfolgsserie folgen (u.a. 6:1 gegen Kalchreuth II, 5:2 gegen SV Laufamholz, 5:2 gegen SV Wacker). Seit vier Spieltagen steht der TSV nun allerdings wieder ohne Punktgewinn da, zuletzt gab es ein 1:2 gegen den TB Johannis 88. Vor einem Jahr um diese Zeit hatte man noch Anschluss an die Tabellenspitze, nun rangiert die Truppe mit 22 Zählern auf Rang neun.

Coach Singbartl, der das Team vor der Saison neu übernommen hat, führt die angespannte Lage in erster Linie auf die problematische Personalsituation zurück. Vor allem die verletzungsbedingten Ausfälle der Spielmacher Falco Fischer und Matthias Becker trafen den TSV zuletzt hart. „Hinten sind wir ganz gut aufgestellt, aber nach vorne fehlt uns zurzeit einfach die nötige Durchschlagskraft“, sagt Singbartl. Auch auf der Torhüterposition hat es einen regen Verschleiß gegeben. Sowohl Patrick Meier (Fingerverletzung) als auch Ersatzkeeper David Banasik (Bandscheibenvorfall) mussten längere Zeit pausieren.

Als wäre das noch nicht genug, kassierte der Verein kürzlich auch noch eine herbe Disziplinarstrafe des Kreissportgerichts. Der Grund: Im ersten Rückrundenspiel Anfang November gegen Fischbach (Endstand 1:3) hatte der TSV mit A-Jugend-Torhüter Carl Mittelbach einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt. Weil der 17-Jährige allerdings noch zum jüngeren A-Jugend-Jahrgang zählt, hätte er gemäß den BFV-Statuten nicht in der Herrenmannschaft eingesetzt werden dürfen. Neben einer Geldstrafe sowie einem dreimonatigen Funktionärsverbot gegen VfL-Spielleiter Jürgen Sichert gab es für dieses Vergehen auch noch einen Punktabzug von drei Punkten (die NZ berichtete).

Dass Nichtwissen um die Regeln nicht vor Strafe schützt und man nun mit den Konsequenzen aus dem eigenen Versäumnis leben müsse, räumen die Verantwortlichen beim TSV ohne Umschweife ein. Was sie allerdings wurmt, sagt Trainer Singbartl, sei ein spezieller Passus in der Urteilsbegründung: „Ein leichter Fall“, heißt es darin, „liegt schon deswegen nicht vor, weil der Schiedsrichter vor dem Spiel ausdrücklich darauf hingewiesen hat, dass kein Spielrecht besteht.“

Eben dies sei aber nicht der Fall gewesen, meint Singbartl. „Der Schiedsrichter war sich selbst nicht sicher und hat uns lediglich gebeten, das bis zum nächsten Spiel zu klären“, erzählt er. Und VfL-Assistenztrainer Jürgen Steinbach ergänzt in einem Schreiben an unsere Zeitung zu dem Sachverhalt: „Wäre eine klare Aussage erfolgt, hätte der Spieler nicht gespielt.“ Zumal der etatmäßige Torwart Patrick Meier an besagtem Tag aus Personalnot auf der Stürmerposition aushelfen musste, allerdings jederzeit im Tor hätte spielen können. „So doof, dass wir einen Spieler einsetzen, wenn den Verantwortlichen gegenüber die rechtliche Situation klar dargestellt ist, sind wir nun auch nicht“, meint Steinbach.

Trotz allen Unmuts gilt es jetzt beim TSV wieder nach vorne zu blicken. „Zusammenreißen, konzentrieren und den Pflichtsieg holen“, fordert Trainer Singbartl für das Spiel gegen das Tabellenschlusslicht SG Quelle II. Die Gäste treten allerdings mit eben jenem Erfolgserlebnis im Rücken beim TSV an, das Falkenheim derzeit vermisst: Nach 15 Spieltagen ohne Sieg feierte die Quelle in der vergangenen Woche einen 2:0-Erfolg im Kellerduell gegen den SV Wacker.   

Stephanie Händel

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