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Zwei Teams mit Anlaufschwierigkeiten

Kreisklassenaufsteiger SV Laufamholz und DJK Bayern erwischten einen schlechten Start - 26.08.2011 10:15 Uhr

Dem gemeinsamen Aufstieg folgt der gemeinsame Abstiegskampf: Sowohl der SV Laufamholz als auch die DJK Bayern (im Bild eine Szene vom Entscheidungsspiel beider Teams aus der letzten Saison) müssen  sich noch in der neuen Liga zurechtfinden.

Dem gemeinsamen Aufstieg folgt der gemeinsame Abstiegskampf: Sowohl der SV Laufamholz als auch die DJK Bayern (im Bild eine Szene vom Entscheidungsspiel beider Teams aus der letzten Saison) müssen sich noch in der neuen Liga zurechtfinden. © Wolfgang Zink


„Die ersten Spiele waren gleich gegen die Favoriten auf die Meisterschaft. Und auch die SpVgg Nürnberg wird am Ende der Saison weit oben stehen“, relativiert der Laufamholzer Spielertrainer Stefan Birngruber die magere Ausbeute von einem Zähler aus drei Partien. Dabei war schon zum Auftakt deutlich mehr drin für den SVL. Nach einer Viertelstunde markierte Birngruber höchst- selbst die Führung, ehe die SpVgg die Partie drehte.

Während Goalgetter Sebastian Roppelt zweimal Aluminium traf und Stefan Birngruber einen sehenswerten Freistoß an die Latte nagelte, nutzte die SpVgg ihre Chancen konsequent aus und kam kurz vor Schluss durch Michael Bottner zum 3:2-Siegtreffer.

„Wir haben derzeit noch viele Urlauber. Wenn wir erst wieder aus dem Vollen schöpfen können, werden wir sicher eine gute Runde spielen“, bleibt Birngruber gelassen. Zudem soll Linksfuß und Club-Physiotherapeut Sascha Rurainski, der im Winter als Torhüter zum SV 73 Süd gewechselt war, den SVL nach seiner Rückkehr nun auf dem Feld verstärken.

Grund zur Zuversicht geben dem 31-jährigen Spielmacher vor allem die kämpferischen Leistungen seiner Truppe, die beim 3:3 gegen den TSV Fischbach einen zweimaligen Rückstand ausglich. Abstimmungsprobleme herrschen derzeit vor allem noch in der Abwehr, die bei nur 29 Gegentreffern das Prunkstück der Vorsaison darstellte.

DJK-Spielertrainer Marco Seinil (li.) war maßgeblich am Aufstieg seines Teams beteiligt. In der Kreisklasse gab es für seine Truppe jedoch bislang noch nicht viel Grund zum Jubeln.

DJK-Spielertrainer Marco Seinil (li.) war maßgeblich am Aufstieg seines Teams beteiligt. In der Kreisklasse gab es für seine Truppe jedoch bislang noch nicht viel Grund zum Jubeln.


„Wir haben das System von drei Abwehrspielern auf eine Viererkette umgestellt“, erklärt Birngruber. Dass es gegen Johannis gleich fünfmal hinten einschlug, will der Spielertrainer nicht überbewerten. Stand es zur Pause 3:1 für die „88er“, meldete sich der SVL unmittelbar nach Wiederanpfiff mit dem Anschlusstor zurück. „Danach haben wir aufgemacht, auf 3:3 gespielt und noch zwei Tore kassiert.“ Dem Aufsteigerduell beim ASC Boxdorf, das seine bisher einzige Partie mit 5:0 gegen den Türkischen SV Gostenhof gewann, sieht Birngruber zuversichtlich entgegen.

„Wir freuen uns auf Boxdorf“, erklärt der Spielmacher. Da der SV Laufamholz am Wochenende spielfrei hat, will Birngruber die Boxdorfer am Sonntag in Falkenheim persönlich unter die Lupe nehmen. „Mit der bisherigen Punkteausbeute kann ich natürlich nicht zufrieden sein“, räumt der SVL-Coach ein: „Aber wenn ich mir außer Buchenbühl die anderen anschaue, hat es jeder der Aufsteiger schwer.“ Neuling ASV Buchenbühl stürmte mit drei Siegen gleich an die Tabellenspitze.

Noch ganz ohne Punkt steht die DJK Bayern derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz. „Wir sind auf dem Boden der Tatsachen angekommen“, gesteht DJK-Spielertrainer Marco Seinil, der mit seiner Truppe nun endlich durchstarten will: „Für uns beginnt die Saison ab dem Fischbach-Spiel neu.“ Bislang waren es vor allem die kleinen Dinge auf dem Platz, die dem ersten Punktgewinn in der neuen Spielklasse im Wege standen. „Die Jungs reden auf dem Platz einfach zu wenig“, nennt Seinil ein derzeitiges Hauptproblem bei der DJK. Zudem mangele es dem jungen Team bisweilen an der Konzentration.

Während Maximilian Bader im Auftaktspiel beim SV Wacker kurz vor der Pause den Anschlusstreffer zum 1:2 markierte, blieb die DJK mit ihren Gedanken nach dem Wechsel scheinbar in der Kabine. Binnen drei Minuten erhöhte Wacker-Neuzugang Patrick Rohrbeck, der schon das 1:0 beigesteuert hatte, mit zweit weiteren Toren auf 4:1 – die Partie war entschieden, auch wenn Bader mit dem 2:5-Endstand noch sein zweiter Treffer gelang.

„Gegen Wacker hatte sich nicht nur unser Umfeld etwas ausgerechnet. Auch wir dachten, dass wir dort punkten können.“ Nach einer 0:4-Heimpleite gegen die DJK Oberasbach und einem 1:4 bei der SpVgg Nürnberg gilt es für die junge Seinil-Elf nun, gegen den TSV Fischbach und den TB Johannis 88 die ersten Punkte einzufahren.

Kein leichtes Unterfangen, stehen die Fischbacher mit sieben Punkten derzeit auf Rang vier und haben mit Anadoluspor Fürth gerade den Meister der A-Klasse 7 regelrecht auseinander genommen (7:1). Das Vertrauen des Spielertrainers in seine Truppe ist trotz des Fehlstarts ungebrochen.

Während mit dem 22-jährigen Torhüter Andreas Ollech von der SG Nürnberg 83 und dem 19-jährigen Abwehrspieler Samir Gabreselase vom TSV Johannis 83 nur zwei Neuzugänge das Kreisklassenteam der DJK Bayern verstärken, setzt Seinil weiterhin auf die bewährten Stammkräfte.

Zwar hatte die DJK ursprünglich Rang acht oder neun als Marschroute ausgegeben, fest steht aber auch: „Es zählt nur der Klassenerhalt. Wir wollen drei Teams hinter uns lassen.“
  

Johannes Handl

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