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In der Vorwoche in Neumarkt die JFG Wendelstein (B-Junioren), der ASV Neumarkt (C) und der TSV Katzwang (F), an diesem Wochenende in Weißenburg der SC Feucht (A-Junioren), die DJK Schwabach (D) und die TSG 08 Roth (E).
Bei den zweiten Mannschaften, die nur eine Kreisendrunde ausspielen, jubelten ebenfalls vier verschiedene Clubs: die JFG Franken-Jura (C2) und der BSC Woffenbach (F2) vergangenes Wochenende, der SC Feucht (D2) und der SV Unterreichenbach (E2) gestern. Feucht und die TSG 08 Roth (einmal als TSG, einmal als Teil der JFG Franken-Jura) waren damit die einzigen Vereine mit zwei Siegen.
Zunächst zu den ersten Mannschaften:Einen Favoritensieg gab es bei den A-Junioren (U19) am Samstagabend. Landesligist SC Feucht überzeugte zwar nicht durchgehend, war aber doch spielerisch das beste Team. Zittern mussten die Feuchter nur im ersten Gruppenspiel gegen die JFG Freystadt (2:2 nach 2:0-Führung) und vor allem in Endspiel gegen den TSV 60 Weißenburg, das nach regulärer Spielzeit 1:1 stand. Im Siebenmeterschießen setzte sich Feucht 11:10 durch. Trost für Gastgeber Weißenburg: Auch er ist in zwei Wochen bei der Bezirksmeisterschaft mit von der Partie.
Von den beiden heimischen Vereinen enttäuschte die DJK Schwabach mit drei Niederlagen und Platz sechs. Das eine oder andere Ausrufezeichen setzte dafür die JFG Heidenberg (Büchenbach/Pfaffenhofen/Rothaurach). Der Kreisklassist spielte gegen die JFG Neumarkt immerhin 1:1 und qualifizierte sich dann mit einem klaren 3:0 über die DJK Schwabach für das Halbfinale. Dort musste man allerdings die Überlegenheit des in der Feldrunde zwei Klassen höher spielenden TSV 60 Weißenburg anerkennen (1:6). Damit war die Luft raus. Im Spiel um Platz drei verlor das Team aus dem Jura-Norden 2:6 gegen die JFG Neumarkt.
Ein Außenseiter machte bei den D-Junioren (U13) das Rennen. Kreisligist DJK Schwabach hatte schon auf dem Weg in die Finalrunde mit dem TSV 60 Weißenburg einen Bezirksoberligisten (nach Siebenmeterschießen) aus dem Rennen geworfen und ließ nun auch in Weißenburg eine ganze Reihe höherklassiger Teams hier sich. Der Mannschaft von Harald Leng und Jörg Berger gelang dabei das seltene Kunststück, sich mit nur einem einzigen echten Sieg den Titel zu holen. Das 2:1 in der ersten Begegnung gegen die JFG Franken-Jura reichte schon für den Einzug ins Halbfinale, eine 0:6-Packung im zweiten Gruppenspiel gegen den SC Feucht war ohne Belang.
Sowohl im Halbfinale gegen den ASV Neumarkt (7:5/2:2) als auch im Endspiel gegen den SC Feucht (5:3/1:1) setzte sich der Underdog nach Siebenmeterschießen durch. Als Mann des Turniers mauserte sich dabei DJK-Kapitän Luca Berger. Der Feldspieler streifte jeweils für das Siebenmeterschießen das Torwarttrikot über und machte alles richtig. Gegen den ASV Neumarkt hielt er einen Strafstoß – und verwandelte selbst den letzten Siebenmeter sicher. Im Endspiel gegen Feucht blieb er zweimal siegreich und bewies erneut als letzter Schütze eiserne Nerven. Und das mit einem Handicap. Im Finale war Berger nämlich von einem Befreiungsschlag des Torwarts aus kürzester Distanz im Gesicht getroffen worden und k.o. gegangen. Die gesamte zweite Hälfte saß der Kapitän mit Eisbeutel im Gesicht auf der Tribüne. Im Siebenmeterschießen hatte er zwar noch immer eine dicke Backe, aber voll den Durchblick.
Die Zuschauer in der Weißenburger Landkreishalle sahen bei den D-Junioren guten Hallenfußball von sechs Mannschaften, von denen eigentlich jede hätte gewinnen können. Der Jura Norden war hier mit vier Teams (neben dem Turniersieger noch SC 04 Schwabach, JFG Franken-Jura und JFG Wendelstein) besonders gut vertreten. Die Kastanien holte mit der DJK Schwabach jene Mannschaft aus dem Feuer, mit der am wenigsten zu rechnen war. Die drei anderen Jura-Teams landeten auf den Rängen vier (SC 04 Schwabach), fünf (JFG Franken-Jura) und sechs (JFG Wendelstein).
Eine Kreismeisterschaft der anderen Art bekamen die Zuschauer bei den E-Junioren (U11) geboten. Mit Ausnahme des TSV 04 Feucht hatten sich nämlich ausschließlich Mannschaften aus dem Landkreis Roth qualifiziert. Den besten Eindruck machten, trotz einer 1:2-Auftaktniederlage gegen den TV Hilpoltstein, die Jungs der TSG 08 Roth. Sie zogen dank eines 2:1-Erfolgs über Greding noch ins Halbfinale ein, machten dort mit dem TSV 04 Feucht kurzen Prozess (3:0) und korrigierten im Endspiel auch gegen Hilpoltstein den Patzer zu Beginn: 3:1 hieß es für den Nachwuchs des Bezirksoberligisten nach zweimal sieben Minuten. Verdientermaßen, muss man sagen.
Ein Kopf-an-Kopf-Rennen hatte sich in den Gruppenspielen in Gruppe B entwickelt, wo alle drei Teams je einmal gewannen und je einmal verloren. Feucht und der TV Büchenbach schafften es in die Vorschlussrunde, Kleinschwarzenlohe blieb aufgrund des schlechteren Torverhältnisse nur das Spiel um Platz fünf (das er dort später gegen den TSV Greding mit 0:1 verlor.
Während im ersten Halbfinale der TV Hilpoltstein gegen Büchenbach ein Siebenmeterschießen brauchte, um ins Endspiel einzuziehen (6:4/2:2), spazierte die TSG 08 Roth im zweiten Halbfinale gegen den TSV Feucht in Richtung Finale (3:0).
Dort wurde der TV Hilpoltstein klar mit 3:1 (nach 2:0-Halbzeitführung) besiegt, der sich aber mit einem Ticket zur Bezirksendrunde trösten kann. Platz drei ging an den TSV 04 Feucht durch ein 5:0 über Büchenbach.
Keine Kreismeisterschaft, sondern „nur“ eine Kreisendrunde ohne die Chance, sich für eine Bezirksmeisterschaft zu qualifizieren, wird bei den zweiten Mannschaften ausgetragen. Hier setzte sich am Samstag bei den D2-Junioren der SC Feucht durch ein klares 5:1 im Finale gegen die JFG Franken-Jura durch. Wendelstein landete auf Platz vier, die JFG Rezattal auf Rang fünf.
Bei den E2-Junioren gestern Nachmittag jubelte der SV Unterreichenbach am lautesten. Die Schwabacher Vorstädter besiegten im Finale den aufgrund der zuvor gezeigten Leistungen favorisierten BSC Woffenbach mit 2:1. Der TSV Heideck, einziger Vertreter aus dem Landkreis Roth, wurde Fünfter.