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ASV Pegnitz erstmals Hallen-Kreismeister

Fußball-Bezirksligist besiegte im Finale Weingarts mit 3:1 — Halbfinale gegen Tennenlohe dauerte fast eine Stunde - 15.01. 19:47 Uhr

PEGNITZ  - Mit dem ASV Pegnitz ist erstmals eine Mannschaft aus dem Pegnitzgrund Hallenkreismeister im Fußball. Der ASV besiegte die DJK Weingarts im Finale mit 3:1.

Der ASV Pegnitz (schwarz-weiß) hier in der Partie gegen die DJK Weingarts errang erstmals den Titel eines Hallenkreismeister. Der ASV besiegte Weingarts im Finale mit 3:1.
Der ASV Pegnitz (schwarz-weiß) hier in der Partie gegen die DJK Weingarts errang erstmals den Titel eines Hallenkreismeister. Der ASV besiegte Weingarts im Finale mit 3:1.
Foto: Edgar Pfrogner
Der ASV Pegnitz (schwarz-weiß) hier in der Partie gegen die DJK Weingarts errang erstmals den Titel eines Hallenkreismeister. Der ASV besiegte Weingarts im Finale mit 3:1.
Der ASV Pegnitz (schwarz-weiß) hier in der Partie gegen die DJK Weingarts errang erstmals den Titel eines Hallenkreismeister. Der ASV besiegte Weingarts im Finale mit 3:1.
Foto: Edgar Pfrogner

Christopher Schraml (4.), Tobias Haberberger (6.) und Patrick Jordan (8.) brachten Pegnitz zur Halbzeit bereits mit 3:0 in Führung, ehe René Moritz (13.) für die DJK Weingarts nur noch verkürzen konnte.

Das Finale, das somit in Pegnitz einen verdienten Sieger fand, war gleichzeitig die temporeichste Partie des langen Nachmittags in Gräfenberg. Wie befürchtet, litt das Niveau deutlich unter dem Fehlen der höherklassigen Mannschaften, auch kam lediglich bei Spielen der DJK Weingarts Stimmung auf. Eine Fanfare, die ab und an erklang, war das Einzige, was für Atmosphäre unter den vom Veranstalter gezählten 400 Zuschauern sorgte. Sonst plätscherte das Turnier ohne große spielerische Höhepunkte vor sich hin. Es schien, als hätten es die Mannschaften sogar geschafft, das Tempo derart zu verschleppen, dass sich das Turnier fast eine ganze Stunde im Zeitplan verlängerte. Was aber in Wirklichkeit am ersten Halbfinale zwischen Tennenlohe und Pegnitz lag, das inklusive Verlängerung und Neunmeterschießen fast eine ganze Stunde dauerte.



So blieben auch mehrere Zuschauerplätze während der Halbfinals leer — vor einigen Jahren noch undenkbar bei den Hallenkreismeisterschaften.

Spannung in der Gruppe 2

Kurios: Ausgerechnet die Mannschaft der Gruppe 1, die als einzige ein positives Torverhältnis aufweisen konnte, schied als Schlusslicht aus: Die DJK Neuses verlor anfangs zweimal unglücklich mit 1:2 und war aus dem Rennen. Der 5:1-Abschlusssieg über Weingarts war da nur noch eine nette Randnotiz. Immerhin erhielt Neuses gemeinsam mit dem SV Schwaig später den „Fairplay-Pokal“. Gruppensieger wurde Weingarts dank des Gruppensieges über Pegnitz.

Mehr Spannung gab es in Gruppe 2, in der bis zum letzten Spiel ums Weiterkommen gezittert werden musste: Ausrichter Gräfenberg hätte gegen Tennenlohe gewinnen müssen, und führte tatsächlich mit 1:0. Doch den Ausgleichstreffer verwaltete der SVT bis zum Abpfiff und zog ins Halbfinale ein. Völlig verrückt das letzte Gruppenspiel, in dem Rupprechtstegen ein Remis gegen Großenseebach zum Weiterkommen reichte. Doch der FSV führte bis kurz vor Schluss mit 1:0, Rupprechtstegen war aufgrund von Zeitstrafen in Unterzahl. Und das Unmögliche geschah: Zu zweit gelang Sekunden vor der Schlusssirene der Ausgleich durch Marco Schönhöfer.

In den Semifinals besiegte Weingarts nach 0:1-Rückstand den SC Rupprechtstegen noch dank Überzahl nach einer Gelb-Roten Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung mit 3:1. Zuvor hatte im längsten Spiel des Tages Tennenlohe gegen den ASV Pegnitz mit 7:8 in der Verlängerung des Elfmeterschießens den Kürzeren gezogen.

Den entscheidenden Strafstoß hatte Rafael Hinrichs vergeben, der noch in der regulären Spielzeit vom Strafpunkt zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen hatte.

Im Spiel um Platz 3 unterlag in der Partie zweier Bezirksligisten Tennenlohe dem SC Rupprechtstegen mit 1:2 Toren.

Der Pokal für den besten Torhüter des Turnieres ging an Thomas Herrmann (Rupprechtstegen), die Auszeichnung für den Spieler mit den meisten erzielten Treffern schnappte sich Uwe Gerstacker (fünf Tore, ebenfalls SC Rupprechtstegen).

Der Zuschauer-Hauptpreis, der erst im vierten Versuch an einen noch anwesenden Eintrittskartenbesitzer ging, erhielt Josef Wagner (62). Der ehemalige Spielleiter des SV Langensendelbach kann sich über eine Spanienreise freuen.

Die Unparteiischen des Turnieres waren Martin Pehle (FC Dechsendorf), Simon Gottschalk (FC Hedersdorf), Daniel Kaul (ASV Forth) und Michael Schmitt (VfL Dobenreuth).

Ergebnisse: ASV Pegnitz — Neuses 2:1, Schwaig — Weingarts 0:1, Tennenlohe — Rupprechtstegen 1:0, Gräfenberg — Großenseebach 2:1, Weingarts — ASV Pegnitz 3:2, Neuses — Schwaig 1:2, Großenseebach — Tennenlohe 1:3, Rupprechtstegen — Gräfenberg 5:4, ASV Pegnitz — Schwaig 3:3, Weingarts — Neuses 1:5, Tennenlohe — Gräfenberg 1:1, Großenseebach — Rupprechtstegen 1:1.

Gruppe 1: 1. DJK Weingarts 5:7 Tore/6 Punkte, 2. ASV Pegnitz 7:7/4, 3. SV Schwaig 5:5/4, 4. DJK Neuses 7:5/3.

Gruppe 2: 1. SV Tennenlohe 5:2/7, 2. Rupprechtstegen 6:6/4, 3. Gräfenberg 7:7/4, 4. FSV Großenseebach 3:6/1.

Halbfinale: DJK Weingarts — SC Rupprechtstegen 3:1, SV Tennenlohe — ASV Pegnitz 7:8 n. Neunm.; Um Platz 3: SV Tennenlohe — SC Rupprechtstegen 1:2. Finale: Pegnitz — Weingarts 3:1.

Torschützen ASV Pegnitz: Michael Rolzing, Patrick Jordan (3), Christopher Schraml (4), Ralf Stiefler (3), Haberberger. 



VON LEO HÜHNLEIN UND CHRISTOPH BENESCH

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