ASV Pegnitz mit großem Ziel: Landesliga
Sollte er Meister werden, macht eine neue Regelung diesen bisher für unmöglich gehaltenen Aufstieg wahr
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18.01. 17:27 Uhr
PEGNITZ
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Wurde im letzten Spiel der vergangenen Saison in Schnaittach (beim Relegationsspiel gegen den FV Wendelstein) noch das große Ziel „Aufstieg in die Bezirksoberliga“ verpasst, kann der ASV Pegnitz am Ende dieser Saison sogar Vereinsgeschichte schreiben. Durch die Ligen-Reform könnte der vermutliche Meister der Bezirksliga 2012 die Chance haben, in die neue fünfgleisige Landesliga aufzusteigen. Hier spielte der ASV Pegnitz in seiner 66-jährigen Geschichte noch nie.
Duell um den Ball: Ein Akteur des ASV Pegnitz (l.) gegen einen Spieler des SC Glückauf Auerbach.
Foto: Horst Linke
Duell um den Ball: Ein Akteur des ASV Pegnitz (l.) gegen einen Spieler des SC Glückauf Auerbach.
Der ASV Pegnitz legte eine furiose Hinrunde hin und führte die Tabelle zeitweise mit acht Punkten Vorsprung an. Mit 50:16 Toren und 38 Punkten ist man mit fünf Zählern vor dem FC Stein der Tabellenführer. Durch die Ligen-Reform ab dem Spieljahr 2012/13 besitzt der Meister aber kein automatisches Aufstiegsrecht, sondern muss am Ende der Saison in die Relegation.
Mit dem anderen Meister aus der Bezirksliga Süd und den BOL-Mannschaften auf den Plätzen sieben bis zwölf werden die vier Mannschaften ausfindig gemacht, die den Sprung in die Landesliga schaffen. Nach der erfolgten Auslosung in Wendelstein bekäme es der Meister aus der Bezirksliga Nord nach heutigem Stand mit dem Tabellenelften aus der BOL zu tun, dem ASV Vach.
Die Partien werden im Europacupmodus mit Hin- und Rückspiel ausgeführt. Als Termine sind Mittwoch, 23. Mai, und Samstag, 26. Mai, vorgesehen. Die Sieger stehen in der Landesliga, die Verlierer in den Bezirksligen.
Selbst skeptisch
Vor der Saison von vielen Experten schon als Favorit angesehen, beurteilt der ASV das Meister-Ziel eher vorsichtig. Durch den Weggang von Top-Torjäger Daniel Abraham zu Erlangen-Bruck und mit der Neuverpflichtung von Trainer Detlef Hugel musste erst abgewartet werden, wie es läuft. Der Abgang von Abraham wurde besser verkraftet als angenommen, weil mit Pascal Haberberger (15 Tore) ein Einheimischer auf Platz eins der Torjägerliste der Bezirksliga steht. Christopher Schraml (12) und Ralf Stiefler (11) sind auch gut. Mit 50 Toren verfügt der ASV fast schon planmäßig über den besten Angriff der Liga.
Mit Trainer Hugel wurde außerdem ein Volltreffer gelandet. Der vom Landesligisten TSV Neudrossenfeld losgeeiste Übungsleiter besticht durch seine ruhige und sachliche Art. Aber er kann in Ausnahmefällen auch ganz schön hart dazwischen gehen und konsequent seine Linie durchsetzen.
Spielerisch brachte er die Mannschaft nochmal einen Schritt weiter und er verlieh der Abwehr mit nur 16 Gegentreffern Stabilität. Neunmal wurde zu null gespielt — auch das ein Spitzenwert.
Daheim sehr stark
Ein weiteres Plus ist die Heimstärke der jungen ASV-Elf. Mit neun Siegen aus neun Spielen besitzt die Hugel-Elf eine blütenweiße Weste. Aber es gibt eine Auswärtsschwäche. Denn mit vier Auswärtspleiten bei neun Partien und erreichten elf Punkten belegt man in der Auswärtstabelle nur Platz neun.
Mit dem Spiel am 3. März beim SK Lauf beginnt der spannende Endspurt um die Meisterschaft. Die darauffolgenden Spiele gegen den SG 1883 Nürnberg-Fürth, TV 48 Erlangen, ATSV Erlangen und dem FC Stein werden wohl schon richtungsweisend sein.
Um diesen Herausforderungen gewachsen zu sein, bittet Trainer Hugel am 22. Januar um 10.30 Uhr zum Trainingsauftakt. Der geplante Auftakt am Samstag wurde wegen des Erreichens der Endrunde um die Hallenbezirksmeisterschaft in Neumarkt um einen Tag verschoben.
Zu der knackigen Vorbereitung mit 24 Übungseinheiten kommen noch sieben Vorbereitungsspiele gegen SC 04 Schwabach (BOL), TSV Neudrossenfeld (LL), FC Lichtenfels (BZL), FC Schwarzenfeld (BZL), SpVgg Bayreuth 2 (BOL), FC Redwitz (BOL) und FC Strullendorf (BOL).
Alle Spiele finden auswärts oder auf neutralem Platz statt.
Personell tat sich einiges im Kader. Mit Florian Kretschmer (FC Troschenreuth), Sebastian Deinzer (SC Rupprechtstegen) und Erkan Oguzhan (SV Plech) kann Trainer Hugel drei neue (ehemalige) Spieler zum Trainingsauftakt begrüßen. Dagegen haben mit Alexander Forster (zum TSC Bärnfels) und Bastian Engelhardt (zum SC Auerbach) zwei Spieler den Verein verlassen.