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Baiersdorfer SV setzt sich knapp gegen den TKV durch

Kreismeisterschaften im Hallenfußball: Qualifikation für die Endrunde — Direkter Vergleich entschied — Kritik an übertriebener Härte - 23.12.2012 16:52 Uhr

FORCHHEIM/BAIERSDORF  - In eigener Halle hat sich der Fußball-Bezirksligist Baiersdorfer SV knapp vor dem A-Klassenvertreter TKV Forchheim durchgesetzt und zieht damit in die Endrunde um die Hallenkreismeisterschaft Erlangen/Pegnitzgrund ein. Knapp 100 Zuschauer verfolgten die Spiele.

Los ging die Zwischenrunde für die Baiersdorfer mit einer 1:4-Niederlage gegen den SV Poxdorf (blaue Trikots). Danach steigerten sich die Gastgeber aber und wurden am Ende Gruppensieger.
Los ging die Zwischenrunde für die Baiersdorfer mit einer 1:4-Niederlage gegen den SV Poxdorf (blaue Trikots). Danach steigerten sich die Gastgeber aber und wurden am Ende Gruppensieger.
Foto: Harald Hofmann
Los ging die Zwischenrunde für die Baiersdorfer mit einer 1:4-Niederlage gegen den SV Poxdorf (blaue Trikots). Danach steigerten sich die Gastgeber aber und wurden am Ende Gruppensieger.
Los ging die Zwischenrunde für die Baiersdorfer mit einer 1:4-Niederlage gegen den SV Poxdorf (blaue Trikots). Danach steigerten sich die Gastgeber aber und wurden am Ende Gruppensieger.
Foto: Harald Hofmann

Für Spannung war gesorgt in Baiersdorf. Erst im letzten Spiel zwischen den Gastgebern und dem SC Neuses sollte die Entscheidung fallen, ob Baiersdorf die Endrunde erreicht. Die lauffreudige und konditionsstarke Truppe des SV Baiersdorf benötigte mindestens ein Unentschieden, um mit dem bis dahin führenden TKV Forchheim (A-Klasse) gleichzuziehen. Im direkten Vergleich hatte es 2:1 für Baiersdorf gestanden

Nach einem 0:1-Zwischenstand drehte Baiersdorf die Partie gegen Neuses und führte bis wenige Sekunden vor Schluss mit 2:1, ehe dem Kreisklassenvertreter Neuses wenige Sekunden vor Schluss zwar der Ausgleich gelang, das Ergebnis Baiersdorf aber ausreichte.


Die Gastgeber, bei denen Trainer Tobias Fuchs seinen Spielern die Teilnahme freigestellt hatte, traten mit einigen Spielern der zweiten Mannschaft und der A-Jugend an. Die Auftaktpartie ging auch gleich verloren, der SV Poxdorf (Kreisliga) behielt mit 4:1 die Oberhand. Baiersdorf steigerte sich im weiteren Verlauf des Turniers und siegte gegen den SV Langensendelbach (Kreisliga) mit 4:2 und gegen die zweite Mannschaft von Jahn Forchheim (Kreisliga) mit 2:0.

Die Spieler des TKV Forchheim stellten mit dem zweiten Platz abermals ihre Hallentauglichkeit unter Beweis. Die Mannschaft von Spielertrainer Serdar Kuygun behielt gegen den SC Neuses (4:2), gegen den SV Poxdorf (4:3) und gegen den Jahn (5:2) die Oberhand. Remis endete das Spiel gegen den SV Langensendelbach (2:2).

Der Stellenwert des Qualifikationsturniers war bei allen Mannschaften nicht sonderlich hoch. „Bayernligist“ Jahn Forchheim hatte aus der ersten Mannschaft lediglich Dilan Kumpir und Johannes Schmidt dabei. Zu hoch schien die Gefahr, dass sich Spieler verletzen und dann für die Punkterunde nicht zur Verfügung stehen.

Diese Erfahrung musste auch der SC Neuses machen, bei dem sich in der Halle mit Gianluca Fiamma und Tobias Gebhardt bereits zwei Stammspieler verletzt haben. Spielertrainer Taner Koc verzichtete daher auch auf einige Stammspieler und erklärte vor dem Turnier sein Ziel: „Wir wollen den Zuschauern etwas bieten, sie sollen Spaß haben.“

Der frühere Regionalligaspieler Koc demonstrierte selbst, was er damit meinte: Die Zuschauer bekamen von ihm doppelte Übersteiger, Weitergaben per Hacke oder Ballmitnahmen mit der Hacke über den Kopf serviert. Dieser Spaß wurde Koc im Verlauf des Turnieres aber genommen. Gemeinsam mit ebenfalls technisch versierten Akteuren wie etwa Serdar Kuygun bekam der Neuser Spielertrainer die unangenehmen Seiten des Hallenfußballs zu spüren. Koc war nach dem Turnier verärgert: „So eine Härte gehört nicht in die Halle.“ Mit dieser Meinung stand er nicht alleine. Der Trainer der zweiten Mannschaft und Fußball-Abteilungsleiter der SpVgg Jahn Forchheim, Besnik Avdiji, monierte die viel zu großzügige Regelauslegung der Unparteiischen: „Technisch versierte Spieler gehören geschützt. Dies geschah nicht. Die neuen Regeln, die zum Beispiel eine Bestrafung für das Drücken des Gegners gegen die Bande vorsehen, wurden zu großzügig ausgelegt.“

Gruppe 7: Baiersdorfer SV — SV Poxdorf 1:4, Jahn Forchheim II — SV Langensendelbach 2:1, TKV Forchheim — SC Neuses 4:2, Langensendelbach — Baiersdorf 2:4, Poxdorf — TKV Forchheim 3:4, Neuses — Jahn Forchheim II 3:2, Baiersdorf — TKV Forchheim 2:1, Jahn Forchheim II — Poxdorf 2:3, Neuses — Langensendelbach 5:3, Jahn Forchheim II — Baiersdorf 0:2, Langensendelbach — TKV Forchheim 2:2, Poxdorf — Neuses 3:3, TKV Forchheim — Jahn Forchheim II 5:2, Langensendelbach — Poxdorf 4:2, Neuses — Baiersdorf 2:2.

Tabelle: 1. Baiersdorfer SV 10 Punkte/11:9 Tore, 2. TKV Forchheim 10/16:11, 3. SC Neuses 8/15:14, 4. SV Poxdorf 7/15:14, 5. SV Langensendelbach 4/12:15, 6. Jahn Forchheim 3/8:14. 

VON STEFAN BRAUN


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