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"Brüller der Woche"

In Großschwarzenlohe fiel eines der wahrscheinlich schnellsten Eigentor der Fußballgeschichte - 24.04.2012 17:00 Uhr

GROSSSCHWARZENLOHE  - Jeder Spieltag im heimischen Amateurfußball liefert Aufreger, Kuriositäten und Skurriles. Diesmal: Im Bezirksligaderby zwischen dem SC Großschwarzenlohe und dem TV 21 Büchenbach fiel eines der wahrscheinlich schnellsten Eigentore der Fußballgeschichte, und die Partie wurde obendrein noch von einem Unwetter heimgesucht.

Büchenbachs Unglücksrabe Serdar Er (in blau) im Duell mit Michael Nierlich.
Büchenbachs Unglücksrabe Serdar Er (in blau) im Duell mit Michael Nierlich.
Foto: Robert Gerner
Büchenbachs Unglücksrabe Serdar Er (in blau) im Duell mit Michael Nierlich.
Büchenbachs Unglücksrabe Serdar Er (in blau) im Duell mit Michael Nierlich.
Foto: Robert Gerner

Vorneweg: Die beiden Nachbarn aus Großschwarzenlohe und Büchenbach lieferten sich ein sehr unterhaltsames Bezirksligaspiel, welches der abstiegsbedrohte SCG bei der Heimpremiere seines neuen Trainers Herbert Schötterl nicht unverdient mit 4:2 gewann. Dass es ein unterhaltsamer Nachmittag im Robert-Potzler-Stadion werden könnte, war schon früh abzusehen – ganz, ganz früh.

Denn praktisch vom (Großschwarzenloher) Anstoß weg flog der Ball in Richtung Büchenbacher Strafraum. Ungefähr auf Höhe Elfmeterpunkt stand TV-Innenverteidiger Serdar Er, der das Spielgerät offensichtlich zu seinem Torhüter Michael Mulzer zurück köpfeln wollte. Dumm nur, dass dieser mehr oder weniger fangbereit hinter ihm stand, und der Ball so ins Tor trudelte – das 1:0 für die Hausherren nach geschätzten fünf Sekunden und einem kuriosen Missverständnis! Mancher Zuschauer hatte da seinen Platz noch gar nicht eingenommen und konnte es kaum glauben.

Kurz nach dem Seitenwechsel verließen dann fast alle der rund 150 Zuschauer ihre Plätze fluchtartig wieder, denn es setzte ein heftiger Platzregen samt Hagel ein. Während die Spieler, Trainer, Betreuer und Schiedsrichter wie die Heringe gedrängt Unterschlupf auf den überdachten Trainerbänken suchten, quetschten sich die Fans unter den nahe gelegenen Verkaufsstand und verbrachten die ungemütliche und rund 20 Minuten andauernde Wartezeit bei Musik und angenehmen Bratwurstgeruch.

„Auf Regen folgt Sonnenschein“ besagt ein altes Sprichwort, und so war es auch am Sonntag in Großschwarzenlohe. Sportlich gesehen schien die Sonne dann für die Gastgeber, die in der Schlussphase noch zwei Tore erzielten und somit einen ganz wichtigen „Dreier“ im Abstiegskampf der Bezirksliga 2 feiern durften. Und außerdem ein Teil jenes Spiels mit einem der schnellsten Eigentore der Fußballgeschichte waren. 

Mathias Hochreuther


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