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Buckenhofen geht konzentriert ins Sicherheitsspiel

Fußball, Landesliga: SVB trifft vielleicht nicht zum letzten Mal in dieser Saison auf Dergahspor Nürnberg - 19.05.2012 06:00 Uhr

FORCHHEIM-Buckenhofen  - Wenn der SV Buckenhofen am letzten regulären Spieltag der Saison heute um 15 Uhr in der Landesliga Aufsteiger Dergahspor empfängt, sind Beobachter nicht nur gespannt, wie sich beide Teams vor einem möglichen Wiedersehen in der Relegation beschnuppern. Vor allem das Verhalten von Zuschauern und Verantwortlichen könnten Blicke auf sich ziehen.

Das Gastspiel von Dergahspor endete am vergangenen Spieltag in Bad Kötzting mit einem Eklat. Erst nachdem die Polizei herbeigerufen wurde, konnten die Nürnberger das Vereinsgelände verlassen. Anhänger der Gastgeber sollen sie schon während des laufenden Spiels rassistisch beleidigt haben. Nach dem Abpfiff kam es vor dem Kabinenausgang sogar zu Handgreiflichkeiten. Das Sportgericht, dem bereits der Schiedsrichterbericht vorliegt, ist eingeschaltet.

Hitzige Stimmung berüchtigt

„In dem kleinen, engen Bad Kötztinger Stadion herrscht tatsächlich eine schärfere Atmosphäre“, sagt der Buckenhofener Trainer Rainer Gerlitz. Zudem sei es in der besagten Partie noch um die direkte Bayernliga-Qualifikation gegangen, so dass einige Emotionen im Spiel gewesen sein dürften. Umgekehrt habe er auch von Dergahspor-Seite beim Auswärtsspiel seiner Mannschaft in Nürnberg provokative Äußerungen gehört — nicht nur von Zuschauern. „Dergahspor ist ein sehr sympathischer Verein. In den beiden Spielen gegen uns hat sich die Mannschaft absolut vorbildlich verhalten. Ihr Trainer legt sehr viel Wert auf Disziplin“, findet Jahn-Trainer Michael Hutzler. Gleiches gelte zumindest auch für die Kötztinger Fußballer. „Ein böses Wort kann einem immer mal rausrutschen. Egal ob Türke, Deutscher oder sonstige Nationalität. Aber man muss sich im Spiel einfach im Griff haben“, kommentiert er den Vorfall in Bad Kötzting.

Unabhängig davon hat der Verband die morgige Partie zwischen Buckenhofen und Dergahspor schon vor Wochen als Sicherheitsspiel eingestuft, dem mit einem erhöhten Polizeiaufgebot Rechnung getragen wird. „Ich habe meinen Jungs gesagt, dass sie sich davon nicht beeindrucken lassen und voll aufs Spiel konzentrieren sollen“, erklärt SVB-Coach Gerlitz.

Indes haben seine Mannen mit der eigenen Leistung derzeit genug zu kämpfen. In der Rückrundentabelle steht der SVB mit zwölf Punkten auf einem Abstiegsplatz, nur eines der vergangenen 13 Spiele konnte gewonnen werden. „Auch am Mittwoch in Bad Abbach haben wir zwar gute Spielzüge und viele Chancen gehabt. Aber am Ende hat wieder das Ergebnis nicht gestimmt“, so Gerlitz zur 0:2-Niederlage unter der Woche.

Im Hinblick auf ein mögliches nochmaliges Aufeinandertreffen in der Relegation mit den Nürnberger Gästen, wünscht er sich einen knappen 1:0-Sieg: „Für unser Selbstvertrauen wäre das doppelt wichtig.“ 

VON KEVIN GUDD UND DANIEL RUPPERT


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