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Club-„U17“ ließ nichts anbrennen

Kapitän Stark traf beim 4:0 gegen Hoffenheim doppelt - 19.02. 21:32 Uhr

NÜRNBERG  - Tobias Zölle ließ mildernde Umstände gelten. Zwar hatten die von ihm trainierten B-Junioren des 1. FC Nürnberg kurz zuvor keine berauschende Partie gezeigt, doch mit einem 4:0-Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim waren sie erfolgreich in die Rückrunde der „U 17“-Bundesliga Süd/Südwest gestartet.

Pascal Köpke traf zum 1:0.
Pascal Köpke traf zum 1:0.
Foto: Sportfoto Zink
Pascal Köpke traf zum 1:0.
Pascal Köpke traf zum 1:0.
Foto: Sportfoto Zink

„Das erste Spiel ist immer nicht einfach, um reinzukommen“, erinnerte er daran, dass der Gegner beim Heim-Remis (3:3) gegen die SpVgg Unterhaching bereits Wettkampfpraxis gesammelt hatte, während das Spiel des Clubs in Freiburg dem Winterwetter zum Opfer gefallen war.

Die FCN-Junioren legten gleich mit viel Verve los, als ob sie die 1:2-Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart zum Abschluss der Rückrunde endgültig vergessen machen wollten. Bis zur zehnten Minute: Da prallten Abwehrspieler Zoran Maksimovic und ein Hoffenheimer mit den Köpfen zusammen – der Nürnberger musste mit Verdacht auf Nasenbeinbruch raus und wurde durch Andreas Baier ersetzt. Zölles Team wirkte kurz geschockt, zudem ließen sie sich auf einmal durch das körperbetonte Spiel der Gäste aus dem Kraichgau beeindrucken.


Dennoch waren es die Hausherren, die sich auf dem kleinen Kunstrasenplatz am Valznerweiher Chancen erarbeiteten: Erst rettete TSG-Keeper Hendrik Hilpert gegen Tim Wolf (18.), dann war eine Minute später dessen Flanke einen Tick zu hoch für den in der Mitte lauernden Julian Schmid. Eben jener Schmid war es auch, der kurz darauf nur die Latte traf (24.), ehe das Spiel zunehmend verflachte und die Fehlpassquote auf beiden Seiten stieg.

Bis zu Minute 32: Da trafen die Nürnberger (diesmal in Person von Alexander Toncic) erneut das Torgestänge, nur stand diesmal mit Pascal Köpke einer aus ihren Reihen bereit, um den vom Pfosten zurückprallenden Ball einzudrücken. Es war die stärkste Szene des Sohnes von Bundes-Torwarttrainer Andreas Köpke, der sich ansonsten als alleinige Spitze mit viel vergeblicher Laufarbeit ziemlich aufrieb.


Niklas Stark wurde seiner Aufgabe als Kapitän gerecht und marschierte nicht nur als Torschütze vorneweg.
Niklas Stark wurde seiner Aufgabe als Kapitän gerecht und marschierte nicht nur als Torschütze vorneweg.
Foto: Sportfoto Zink
Niklas Stark wurde seiner Aufgabe als Kapitän gerecht und marschierte nicht nur als Torschütze vorneweg.
Niklas Stark wurde seiner Aufgabe als Kapitän gerecht und marschierte nicht nur als Torschütze vorneweg.
Foto: Sportfoto Zink

„Es war wichtig, dass wir vor der Pause das 1:0 gemacht haben“, stellte Zölle nach der Partie fest und attestierte seinem Team, auch bis dahin schon „insgesamt überlegen“ gewesen zu sein. Fast wäre es Toncic kurz vor dem Pausenpfiff gelungen zu erhöhen, doch einmal mehr stand ihm Torhüter Hilpert reaktionsschnell im Weg. Chancenlos war der Hoffenheimer allerdings fünf Minuten nach Wiederbeginn, als FCN-Kapitän Niklas Stark einen Freistoß aus dem linken Halbfeld aus gut 20 Metern über die Mauer ins lange Ecke schlenzte.

Die Entscheidung Zölles, mit Stark und Pascal Itter gegen die von Ex-Profi Jens Rasiejewski (Hannover 96, Eintracht Frankfurt) trainierten Hoffenheimer zwei „Sechser“ aufzubieten, zahlte sich aus: Die beiden Junioren-Nationalspieler machten der Gäste-Offensive das Leben schwer und sorgten zudem für Gefahr im gegnerischen Strafraum. Itter, der zuletzt meist in der „U19“ gespielt hatte, kam bei den B-Junioren zum Einsatz, weil er gestern bereits frühmorgens nach Frankfurt aufbrach, um mit der deutschen „U17“-Nationalelf zu zwei Spielen in Italien zu reisen.

„Wir haben in der gesamten Partie nichts zugelassen, aus dem Spiel heraus gar nichts, nur bei ein paar Standardsituationen“, attestierte der Club-Trainer seiner Mannschaft insgesamt ordentliche Arbeit in der Defensive. Und nach vorne ging der Kapitän voran: Vor allem Stark legte immer wieder Kreativität an den Tag und entwickelte dabei auch reichlich Zug zum Tor.


Nach einer weiten Freistoßflanke aus dem Halbfeld sorgte Club-Kapitän Niklas Stark mit diesem wuchtigen Kopfball zum 3:0 für die Entscheidung im „U19“-Bundesligaspiel gegen 1899 Hoffenheim.
Nach einer weiten Freistoßflanke aus dem Halbfeld sorgte Club-Kapitän Niklas Stark mit diesem wuchtigen Kopfball zum 3:0 für die Entscheidung im „U19“-Bundesligaspiel gegen 1899 Hoffenheim.
Foto: Sportfoto: Zink
Nach einer weiten Freistoßflanke aus dem Halbfeld sorgte Club-Kapitän Niklas Stark mit diesem wuchtigen Kopfball zum 3:0 für die Entscheidung im „U19“-Bundesligaspiel gegen 1899 Hoffenheim.
Nach einer weiten Freistoßflanke aus dem Halbfeld sorgte Club-Kapitän Niklas Stark mit diesem wuchtigen Kopfball zum 3:0 für die Entscheidung im „U19“-Bundesligaspiel gegen 1899 Hoffenheim.
Foto: Sportfoto: Zink

Es war bezeichnend, dass es der großgewachsene Spielführer war, der eine weite Freistoßflanke Itters einköpfte (65.) und danach auch das letzte Tor des Tages vorbereitete: Als sein wuchtiger Freistoß von der TSG-Mauer abprallte, nahm Tim Wolf den Querschläger direkt und versenkte ihn gekonnt (75.).

Dass sich vor allem im Mittelfeld im Spiel nach vorne einige Fehlpässe einschlichen, sah Zölle seinen Schützlingen nach. „Das erste Spiel darf man nicht überbewerten, was die spielerische Qualität angeht. Hoffenheim hatte letzte Woche schon ein Spiel, wir waren gezwungen zuzuschauen – von daher war es jetzt nicht einfach reinzukommen. Wichtig war, dass wir die drei Punkte geholt haben, das Ergebnis war zweitrangig“, brachte es Zölle abschließend auf den Punkt.

Zumal so die gute Ausgangslage gewahrt bleibt, was das unausgesprochene Ziel des Clubs für die Saison angeht: Teilnahme an der Endrunde um die deutsche „U17“-Meisterschaft, zu der die ersten beiden Tabellenplätze berechtigen. Zölles Team belegt im Moment in der Tabelle der Bundesliga Süd/Südwest Platz drei, hat aber ein Spiel weniger als die beiden Führenden Eintracht Frankfurt (38 Punkte) und 1860 München (36). Mit einem Sieg im Nachholspiel beim SC Freiburg hätte der Club 39 Zähler auf der Habenseite und würde beide Kontrahenten überflügeln. Während die beiden Verfolger VfB Stuttgart und Bayern München bereits jetzt vier Punkte hinterhecheln. 



Philipp Roser

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