Dänisch-tschechisches Duell
Sparta Prag und Randers FC gewannen beim 7. Indoor-Supercup
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30.01. 12:30 Uhr
ROTH
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In den vergangenen Jahren konnten sich stets die Talente der deutschen Profi-Clubs den halbmeterhohen Wanderpokal des Indoor-Supercups sichern, diesmal aber machten ein tschechisches und ein dänisches Team die Siege unter sich aus. Sparta Prag gewann das große Samstagsturnier, tags darauf triumphierte der Randers FC beim Indoor-Supercup „reloaded“.
Turnierorganisator Michael Hoffmann überreicht den gewaltigen Wanderpokal an die Sieger von Sparta Prag, die tags darauf auf dem zweiten Platz landeten.
Foto: Ammer
Turnierorganisator Michael Hoffmann überreicht den gewaltigen Wanderpokal an die Sieger von Sparta Prag, die tags darauf auf dem zweiten Platz landeten.
Duplizität der Ereignisse: Zweimal standen sich die Tschechen und die Dänen im Finale gegenüber — und zweimal musste ein Siebenmeterschießen entscheiden. Am Samstag hatten die B-Junioren-Kicker von Sparta Prag mehr Glück und setzten sich am Ende mit 6:4 durch, nachdem es 1:1 zum Ende der regulären Spielzeit geheißen hatte; am Sonntag kannte dann der Jubel beim Randers FC keine Grenzen, als der letzte Torschütze zum 5:3 (2:2)-Endstand verwandelt hatte. Jonas Bager war dabei der Held des Tages, denn der dänische U16-Nationalspieler wechselte bei der Verlängerung vom Feld ins Tor und hielt drei Strafstöße, außerdem verwandelte er einen Siebenmeter auch noch selbst.
Ein spektakulärer Abschluss eines zweitägigen Turnier-Marathons, den erneut Michael Hoffmann als Privatmann mit Unterstützung der JFG Heidenberg auf die Beine gestellt hatte. Jeweils 16 Mannschaften aus dem In- und Ausland jagten in der Rother Mehrzweckhalle an der Nürnberger Straße dem runden Leder hinterher. Am Samstag zwölf Stunden lang, denn der Turniermodus sollte jedem Teilnehmer zu viel Spielpraxis verhelfen, und so war jedes Team mindestens sieben Mal im Einsatz: drei Spiele in der Vorrunde, drei in der Endrunde und dann noch mindestens ein Platzierungsspiel.
„Eine andere Liga“
Dass so ein Programm die Spieler der Profi-Vereine besser stemmen können als die „Amateure“, zeigte sich zum Beispiel beim Platzierungsspiel der JFG Heidenberg, die am Ende den achten Rang belegte und damit das erfolgreichste Team aus dem Landkreis war. Wacker hatten sich die Talente geschlagen, doch im Platzierungsspiel gegen die Stuttgarter Kickers stießen sie dann spürbar an ihre Grenzen. Mit 6:0 triumphierten die Talente aus Schwaben und präsentierten sich dabei unter anderem in Sachen Ballführung und Antrittsschnelligkeit in einer ganz anderen Liga.
„Da merkt dann auch mental den Unterschied. Diese Spieler sind selbst an so einem langen Turniertag spielerisch sofort da und haben Biss, wenn angepfiffen wird“, erklärt Hoffmann, der wieder ein hochkarätiges Teilnehmerfeld zusammengestellt hatte. In monatelanger Vorarbeit konnte er unter anderem die B-Junioren-Mannschaften von Vereinen wie dem TSV 1860 München oder der TSG 1899 Hoffenheim für seine Veranstaltung gewinnen. Die Hoffenheimer Talente, die in den vergangenen beiden Jahren den Wanderpokal geholt hatten, mussten sich diesmal übrigens mit Rang vier begnügen. Im „kleinen Finale“ gegen die Münchner „Löwen“ zogen sie mit 8:9 (2:2) nach Siebenmeterschießen den Kürzeren.
Anreise im Flugzeug
Aus dem Ausland waren unter anderem die Nachwuchskicker des Luton Town FC wieder mit von der Partie und spielten gleich an beiden Turnieren mit. Ansonsten hätte sich die weite Anreise mit dem Flugzeug und dem Bus auch gar nicht gelohnt. Die späteren Sieger vom Randers FC wiederum waren mit Privatautos die 1000 Kilometer nach Franken gefahren und fuhren am Sonntag direkt wieder zurück.
Der Indoor-Supercup ist schließlich nicht nur Sport, sondern auch eine Möglichkeit zum Kontakte knüpfen und Freundschaften schließen. Darüber hinaus kommt der Erlös aus den (freiwilligen) Eintrittsgeldern und dem Er-lös aus einer Tombola einem sozialen Zweck zugute. So konnte Michael Hoffmann einen Scheck über 500 Euro an die Vertreter des Uwe-Feser-Kinderfonds überreichen.
Indoor-Supercup: Die Ergebnisse der Endrunde:
Spiel um Platz 15: SpVgg Roth – TV 48 Schwabach 8:7 (3:3) nach Siebenmeterschießen; Spiel um Platz 13: JFG Rezattal – SV Rednitzhembach 2:0; Spiel um Platz 11: AFS Karlovy Vary – JFG Reichswald 2:0; Spiel um Platz 9: Luton Town FC – FC Superfund Pasching 1:0, Spiel um Platz 7: JFG Heidenberg – Stuttgarter Kickers 0:6; Spiel um Platz 5: SpVgg Ansbach – FC St. Pauli 2:0.
Halbfinale: TSV 1860 München – Sparta Prag 1:2, Randers FC – TSG 1899 Hoffenheim 1:0. Spiel um Platz 3: TSV 1860 München – TSG 1899 Hoffenheim 9:8 (2:2) nach Siebenmeterschießen; Endspiel: Sparta Prag – Randers FC 6:4 (1:1) nach Siebenmeterschießen.
Indoor-Supercup reloaded: Die Ergebnisse der Endrunde: Spiel um Platz 3: TSV Katzwang – SK Motorlet Praha 1:3; Endspiel: Sparta Prag – Randers FC 3:5 (2:2) nach Siebenmeterschießen.