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Im Interview mit dem Boten spricht der 18-jährige Stürmer, der bereits in der Jugend für den SC gespielt hat, über sein halbjähriges Intermezzo bei den Club-Junioren, die Rolle als Sohn eines prominenten Vaters und was er mit dem Landesligisten noch alles erreichen will.
Willkommen daheim, Patrick Hobsch. Beim SC sind sie froh, dass der verlorene Sohn so rasch wieder zurückgekehrt ist. Für Sie selbst hätte ihr Ausflug in die große Fußballwelt des 1. FC Nürnberg dagegen wohl ruhig etwas länger dauern können?
Patrick Hobsch: Die Zeit beim Club war aber trotzdem eine gute Erfahrung für mich, auch wenn ich dort nur ein halbes Jahr gespielt habe. Fünf Mal Training in der Woche, immer mit überragenden Fußballern zusammen, das bringt eine jungen Spieler wie mich schon enorm weiter.
Sieben Einsätze, null Tore – woran lag’s, dass Sie sich in Nürnberg nicht durchgesetzt haben?
Hobsch: Insgesamt war es eine schwierige Situation und besonders für einen Stürmer. Wenn die Mannschaft als Ganzes nicht so funktioniert, bekommt man dann vorne auch keine Bälle. Und dazu kam auch noch der plötzliche Trainerwechsel. (U19-Coach René van Eck verabschiedte sich während der Saison zu Alemannia Aachen, Anm. d. Red.)
Und der Druck immer mit dem Vater, der ja unter anderem auch schon für den Club stürmte, verglichen zu werden, spielte dabei keine Rolle?
Hobsch: Nein, das war für mich noch nie ein Problem. Natürlich spielt der Name immer eine Rolle, aber ich habe nicht das Gefühl, dass die Erwartungen an mich deshalb größer sind. Ich spiele ja für mich Fußball und nicht für meinen Vater.
Ein paar Tipps und Kniffe holen Sie sich von ihrem alten Herren aber schon hin und wieder, oder?
Hobsch: Mein Vater ist viel für seine Fußballschule unterwegs und kann deshalb nicht so oft bei meinen Spielen zuschauen. Aber natürlich erklärt er mir, was ich besser machen kann und das hilft mir dann auch womöglich den entscheidenden Schritt schneller zu sein.
„Gene sind vorhanden“
War für Sie eigentlich schon immer klar, dass Sie einmal in seine Fußstapfen treten würden?
Hobsch: Nein! Mein Dad ist natürlich mein Vorbild und ich versuche ihm nachzueifern. Aber vor drei Jahren in der Kreisliga habe ich noch in der Innenverteidigung gespielt. Erst als ich dann zum BSC Woffenbach gewechselt bin, habe ich dort beim Probetraining einfach mal gesagt, dass ich Stürmer sei. Zum Glück hat das dann dort ganz gut geklappt (19 Tore in der B-.Junioren Landesliga 2010/2011, Anm. d. Red.).
Alles andere hätte auch verwundert. Schließlich sollen Sie neben dem Aussehen auch den Torriecher Ihres Vaters geerbt haben.
Hobsch (grinst): Die entsprechenden Gene sind wohl vorhanden. Aber ich habe gehört, dass ich etwas lauffreudiger als er sein soll.
Das passt, schließlich haben die Feuchter genau so einen Stürmertyp, also einen Angreifer der an vorderster Front für mächtig Betrieb sorgt, gesucht. SC-Trainer Klaus Mösle bezeichnete Sie gar als seinen„Wunschkandidaten“...
Hobsch: Für mich ist der Wechsel nach Feucht auch kein Rückschritt. Ich will hier jetzt einfach Spielpraxis sammeln und vor allem endlich wieder Tore schießen. Das Ziel Profi verliert man ja nie aus den Augen.
Darauf hoffen hier alle. Was ist denn mit Patrick Hobsch an Bord für den SC jetzt in dieser Saison noch drin?
Hobsch: Natürlich wollen wir uns erstmal weit weg von den Abstiegsplätzen halten und zum Start möglichst schon gleich einen Dreier einfahren. Dann können wir ja schauen, was nach oben noch geht. Wenn‘s gut läuft können wir dann nächste Saison ganz oben angreifen.
Wir? Das heißt Sie spielen auch in der nächsten Runde noch in Feucht?
Hobsch: Im Fußball weiß man ja prinzipiell nie was passiert, aber ich gehe mal davon aus.
Sa. 18.05.13
Mo. 13.05.13