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"Es war sicher nochmal ein Highlight“, sagt Andreas Niklaus im Rückblick auf seine ungewöhnlich lange Laufbahn. Gerade einmal sechs Minuten stand das zur Pause eingewechselte Post-„Urgestein“ gegen den TV 48 Erlangen am vergangenen Sonntag auf dem Feld, als ihm in seinem 1000.Spiel für den Post SV der 2:3-Anschlusstreffer gelang und er kurz darauf das 3:3 sehenswert einleitete.
„Ich habe vor zwei und vor drei Jahren je ein Spiel für die ,Erste‘ gemacht“, sagt Niklaus und muss ob seiner überraschenden Effektivität im Abschiedsspiel selbst ein wenig lachen. Eigentlich schnürt der 45-Jährige nur noch für die zweite und die Privatmannschaft die Schuhe.
Seinen ersten Spielerpass erhielt der Offensivmann beim PSV bereits im Jahre 1972. Seitdem spielte Niklaus mit Ausnahme der Saison 1995/96, als er für die SpVgg Jahn Forchheim auflief, ununterbrochen für das Team vom Ebensee.
„Vor der Saison lag ich bei rund 980 Spielen“, sagt Niklaus. Schon seit vielen Jahren feilt er an einer Vereinschronik und führt akribisch Buch über jeden Einsatz der Post-Akteure. Freundschafts- und Reservespiele eingerechnet, hätte der 45-Jährige die magische Grenze von 1000 Spielen wohl längst schon überschritten.
So aber setzte Post-Coach Wolfgang Lutz noch einmal auf die Qualitäten des früheren klassischen „Zehners“, um ihm ein symbolisches Abschiedsspiel bei der ersten Mannschaft zu gewähren – der „Edeljoker“ dankte es ihm prompt.
Vielmehr als über das 2:3 staunte Post-Co-Trainer Christian Biechele jedoch über Niklaus’ Vorbereitung zum 3:3: „Ich habe ihm nach dem Spiel gesagt: Ich kenne dich schon seit der Schulzeit. Aber ich habe dich noch nie so flanken sehen.“
Tatsächlich konnte sich der in die Jahre gekommene Linksfuß durch eine maßgenaue Hereingabe mit rechts bei Stefan Kühnlein revanchieren, der in seinem 500. Spiel im gelb-blauen Trikot das 2:3 von Andreas Niklaus vorbereitet hatte.
Während Niklaus noch heute vom Bayernliga-Aufstieg mit der Jugend 1982 schwärmt und begeistert von einem – wenn auch bitter verlorenen – Saisonfinale um den Bezirksliga-Aufstieg 1986 vor 1200 Zuschauern (!) erzählt, hat er sich für die Zukunft noch ein Ziel gesetzt: „Ich möchte ein Spiel mit meinem Sohn Tim gemeinsam bestreiten.“ Da Tim erst 14 Jahre alt ist, dürfte Andreas Niklaus der Post also noch einige Zeit erhalten bleiben.
Di. 21.05.13
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