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Die Effektivität macht den Unterschied

Jeder Schuss ein Treffer: TSV Kornburg gewinnt das Kirchweih-Spiel in Roth etwas schmeichelhaft mit 3:0 - 15.08. 08:26 Uhr

KORNBURG/ROTH _ Die Heimspiele der TSG 08 Roth in der Bezirksoberliga haben es in der noch jungen Saison bislang in sich. Aus dem Blickwinkel der Kreisstädter aber in negativer Hinsicht. Der Last-Minute-Niederlage gegen den BSC Erlangen folgte am Samstag im „Kärwa“-Spiel und Derby gegen den TSV Kornburg eine 0:3 (0:0)-Klatsche, die so aber nie hätte passieren dürfen.

Ganz schön viel rot für ein bisschen blau: Karwath, Lausecker, Suchy, Tempcke und Weidmann versuchen hier gemeinsam den Rother Müller zu stoppen.
Ganz schön viel rot für ein bisschen blau: Karwath, Lausecker, Suchy, Tempcke und Weidmann versuchen hier gemeinsam den Rother Müller zu stoppen.
Foto: Giurdanella
Ganz schön viel rot für ein bisschen blau: Karwath, Lausecker, Suchy, Tempcke und Weidmann versuchen hier gemeinsam den Rother Müller zu stoppen.
Ganz schön viel rot für ein bisschen blau: Karwath, Lausecker, Suchy, Tempcke und Weidmann versuchen hier gemeinsam den Rother Müller zu stoppen.
Foto: Giurdanella

„Für so etwas wird man nun mal bestraft – und Kornburg hat uns bestraft“, gab ein zerknirschter TSG-Trainer Oliver Wellert nach 90 gutklassigen Minuten auf dem Platz und einem unschönen anschließenden Nachspiel abseits davon zu Protokoll.



Mit „so etwas“ meinte der Rother Coach den grob fahrlässigen Umgang seiner Schützlinge mit Torgelegenheiten. Denn fast eine Stunde lang dominierten die Hausherren den chancenlosen Gast beinahe nach Belieben. Der Ball lief phasenweise wie aus dem Lehrbuch in den Reihen der Gastgeber, die sich beste Chancen herausspielten – und teilweise kläglich scheiterten.

Angriffswirbel ohne Ertrag

Dem guten Kornburger Schlussmann Tammo Pannemann flogen die Bälle von Fabian Müller, Stefan Kaiser, Tim Thaler oder Martin von Vopelius nur so um die Ohren. Allerdings blieb der Rother Angriffswirbel ohne Ertrag, und so kam es, wie es in solchen Fällen im Fußball eben des öfteren kommt.

„Ich habe zu meinen Jungs in der Halbzeit gesagt, die brechen jetzt ein, jetzt geben wir Gas. Hut ab, wie sie das umgesetzt haben“, resümierte Kornburgs Trainer Florian Beck, nachdem sein erster Sieg mit seinem neuen Verein unter Dach und Fach war.

Und tatsächlich, als Fabian Müller auch kurz nach dem Wiederanpfiff zweimal gescheitert war (46., 50.), wurden die Gäste aktiver. Etwas verzwickt war die Entstehung des Führungstreffers aber schon. Ein Kornburger Akteur lag am Boden, und die Hausherren rechneten offensichtlich damit, dass die Nürnberger Vorstädter den Ball ins Aus spielen. Doch Marco Perras spurtete auf der linken Außenbahn auf und davon, seine Hereingabe drückte René Kerschbaum beim Klärungsversuch über die eigene Torlinie. „Unfair“, echauffierten sich einige Rother, Oliver Wellert kam der Sache mit dem Begriff „clever“ wohl etwas näher.

Jeder Schuss ein Treffer

Wie auch immer, Kornburg lag in einem Spiel, das zur Pause eigentlich hätte entschieden sein müssen, plötzlich in Führung – und das ohne eine echte eigene Torchance. „Das hat uns wie ein Stich ins Herz getroffen, danach hatten wir nichts mehr entgegen zu setzen“, klagte Wellert, der mitansehen musste, wie die Beck-Truppe seiner Mannschaft ein Lehrbeispiel an Effektivität gab. Matthias Hartmann hat zwar nicht die Figur eines Sprinters, doch bei seinen erfolgreich und eiskalt abgeschlossenen Alleingängen in der Schlussphase ließ er jeden Gegenspieler einfach stehen.

Sein provokanter Torjubel vor der Rother Fankurve war allerdings genauso unnötig wie die Ampelkarte für Jackson Ruziski wegen wiederholten Foulspiels in der Schlussminute genau vor der durch den Spielverlauf ohnehin gereizten Rother Trainerbank. So kochten nach einem an sich fairen Spiel, dass mit Clauspeter Heger auch einen guten Schiedsrichter hatte, die Emotionen doch noch einmal hoch. Einige Verbalattacken, die sich auch durch den Derbycharakter nicht entschuldigen lassen, hätten sich die Beteiligten beider Lager dabei definitiv sparen können.

TSG 08 Roth: Meyer, S. Stigler (80. Lohner), Herzing, Krämer, Kerschbaum, Probst, F. Stigler, Thaler (84. J. Bittner), von Vopelius, Müller, Kaiser (75. Toma)

TSV Kornburg: Pannemann, Korqaj, Weidmann, Karwath (55. Basoglu), Suchy, Lausecker, Ruziski, Bömoser (88. Kleen), Hartmann, Tempcke, Perras.

Tore: 0:1 Kerschbaum (70., Eigentor), 0:2, 0:3 Hartmann (81., 87.) / SR: Heger (TSV Harburg) / Zuschauer: 250 / Gelb-Rote Karte: Ruziski (89., wiederholtes Foulspiel).

  



MATHIAS HOCHREUTHER

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