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Diepersdorfer Jubiläum auf dem Platz und im Zelt

SpVgg Diepersdorf feiert ihr 75-Jähriges unter anderem mit einem Traditionsspiel - 16.07.2012 15:53 Uhr

DIEPERSDORF   - Die Spiel­vereinigung Diepersdorf hat am Wo­chenende ihr 75-jähriges Bestehen ge­feiert. Im Festzeltwurde getanzt, aber auf dem Platz, da lebten alte Fußball­zeiten auf, als zwei gemischte Tradi­tionsmannschaften gegeneinander antraten. Als knapper 2:1-Sieger des von Bernd Fink initiierten sportlichen Vergleichs gingen die von Rudi Hacke gecoachten „Altstars“ hervor.


Gegner beim Spiel der Traditionsmannschaften der SpVgg Diepersdorf waren der jetzige Vereinsvorsitzende Jörg Schlinger (links) und Christian Eisenhut, die beide der Bezirksliga-Aufstiegself von 2003 angehörten; dahinter Schiedsrichter Willi Müller.
Gegner beim Spiel der Traditionsmannschaften der SpVgg Diepersdorf waren der jetzige Vereinsvorsitzende Jörg Schlinger (links) und Christian Eisenhut, die beide der Bezirksliga-Aufstiegself von 2003 angehörten; dahinter Schiedsrichter Willi Müller.
Foto: Keilholz

27 ehemalige Spieler, darunter ei­ne Reihe von Akteuren, die nach ihrer Zeit in Diepersdorf die Fußballschuhe bei anderen Vereinen geschnürt hat­ten, feierten ein Wiedersehen an ihrer früheren Wirkungsstätte und ließen dabei ihr Können noch einmal auf­blitzen.

Die lokalen Fußballgrößen von einst sind zwar in die Jahre gekom­men und nicht mehr so spritzig und antrittsschnell wie früher einmal. Zu einem gepflegten Kurzpass und dem einen oder anderen Sprint auf der Au­ßenbahn reichte es aber noch. Und ein weiterer Aspekt auf dem Feld, der heute im normalen Spielbetrieb nicht mehr möglich wäre: Ein Großteil spielte wie die einstigen Idole aus der Fußballbundesliga, wie Paul Breitner und Pierre Littbarski, mit herunter­gezogenen Stutzen und ohne Schien­beinschoner.

„Altstars“ gegen „Allstars“

Beide Teams liefen in den Tradi­tionsfarben des Vereins – Grün und Weiß – auf. Einen der beiden Trikot­sätze hatte Heinz Lämmermann spen­diert, von1992bis 1998 als Spieler und 1995bis 1997 als Trainer beider Sp Vgg tätig. Lämmermann lief auf Seiten der von Rudi Hacke (Trainer von 1987 bis 1995) betreuten „Altstars“ auf. In deren Reihen standen vor Torhüter Bernd Haas neben Lämmermann der Vereinsvorsitzende Jörg Schlinger, Hendrik Bauer, Manuel Hübsch, Ste­phan Ponath, Bernd Scharrer, Frank Zeidler, Bernd Fink, Klaus Lösel, Bernd Meier, Michael Feldbauer und Albert Lorenz.

Inder Elf von Jürgen Link, von1998 bis 2003 Coach und mit der Sp Vgg in die Bezirksliga aufgestiegen, standen acht Spieler der Erfolgsmannschaft von 2003. Reinhold Link, einer der besten Spielmacher seiner Zeit, als Torhüter, Armin Kohler, Christian Eisenhut, Jens Hellwig, Florian Woy, Jörg Kemmitzer, Martin Hofmeister und Michael Gruber.

Die „Allstars“, die von Christi­an Schober, Kurt Töpfer, Bernd Eck­stein, Markus Link und Alexander Schwarzmeier vervollständigt wur­den, waren in der ersten Hälfte einem Tor näher. Doch Kemmitzer traf nur den Pfosten, und ein Treffer von Mar­tin Hofmeister wurde von Schieds­richter Willi Müller aus Weißenbrunn – ebenfalls ein Ex-Diepersdorfer – wegen Abseits annulliert.

Ansonsten ließen es beide Teams zunächst eher ruhig angehen. Für „Stadionspre­cher“ Stefan Klein, der in der Halb­zeit übers Mikrofon ein „langweiliges 0:0“ monierte, etwas zu ruhig. Die Protagonisten auf dem Rasen nahmen sich dessen Worte anschei­nend zu Herzen. In den zweiten 30 Minuten kam nämlich, wohl auch ge­stärkt von flüssiger „Nahrung“, der erhoffte Schwung ins Spiel.

Vier Minuten nach Wiederbe­ginn staubte Hendrik Bauer für die „Altstars“ zum1:0 ab und zehn Minu­ten vor Schluss bereitete Heinz Läm­mermann mit einem mustergültigen Pass fast von der Außenlinie vors Tor das 2:0 von Bernd Fink vor, der nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte. Und auch das 2:1 in der Schlussminute ging auf die „Altstars“ in Grün, denn Bernd Meyer lenkte eine scharfe Flan­ke vors Tor ins eigene Netz.

Nach dem Schlusspfiff gab es den früher üblichen Sportlergruß und im Anschluss hinreichend Gelegenheit, alte Freundschaften aufzufrischen und in alten Fußballzeiten zu schwel­gen. Dies fand an der „Bierhütt‘n“ vor dem Festzelt seine Fortsetzung. Und anschließend wurde im Zelt zur Mu­sik von „Baglin“ – Oldies und Count­ry von Johnny Cash bis Chuck Berry – kräftig getanzt undweitergefeiert. 



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