Ein Derby auf Spitzenniveau
In der B-Junioren-Bundesliga erwartet Spitzenreiter 1. FC Nürnberg Verfolger Greuther Fürth
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19.10.2012 17:46 Uhr
NÜRNBERG
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Es ist ein echtes Spitzenspiel, wenn die B-Junioren des 1.FC Nürnberg ihre Altersgenossen der SpVgg Greuther Fürth im Derby am Valznerweiher empfangen (Samstag, 13 Uhr). Es geht nicht nur um die althergebrachte Rivalität, sondern auch um die Tabellenspitze in der „U17“-Bundesliga Süd/Südwest, wenn der um drei Punkte zurückliegende Dritte beim noch ungeschlagenen Spitzenreiter antritt.
Das letzte B-Jugend-Derby in der Bundesliga war eine klare Angelegenheit für den FCN: Am 10. März dieses Jahres triumphierte der Club in Fürth mit 4:0, auf unserem Bild erzielte Pascal Köpke gerade das 3:0 gegen SpVgg-Schlussmann Bastian Lerch.
Foto: Sportfoto Zink
Das letzte B-Jugend-Derby in der Bundesliga war eine klare Angelegenheit für den FCN: Am 10. März dieses Jahres triumphierte der Club in Fürth mit 4:0, auf unserem Bild erzielte Pascal Köpke gerade das 3:0 gegen SpVgg-Schlussmann Bastian Lerch.
Da mag Club-Trainer Pellegrino Matarazzo noch so abwiegeln, wenn er darauf verweist, dass der Tabellenstand derzeit nicht interessiere, da gerade mal gut ein Drittel der Saison gespielt sei. „Für uns ist es schon ein normales Spiel, in dem es um drei Punkte geht – wir gehen jede Partie so an, dass es für uns eine Möglichkeit ist, uns zu entwickeln und ein gutes Spiel zu machen“, sagt der 34-Jährige, der die Mannschaft Mitte September von Tobias Zölle übernahm, als dieser bei den A-Junioren die Nachfolge von René van Eck antrat.
Doch im nächsten Satz räumt der gebürtige Amerikaner den besonderen Charakter des Derbys ein: „Da legen die Jungs schon noch ein paar Prozente drauf. Aber wir puschen es nicht hoch“, dämpft Matarazzo eher und hofft auf ein besseres Ergebnis als bei seinem ersten Derby, das er als verantwortlicher Trainer erlebte: Als Interimscoach kam er in der vorletzten Saison mit der „U23“ des Clubs gegen die Kleeblatt-Amateure in „einem verrückten Spiel“ zu einem 4:4.
Hochspannung sollte garantiert sein
Eine deutlich bewegtere Derby-Vergangenheit kann da sein Fürther Trainer-Pendant Achim Beierlorzer vorweisen: Der wurde einst mit den A-Junioren deutscher Vizemeister und spielte danach zwei Jahre bei den Amateuren des 1.FCN. „Derby ist Derby, egal auf welcher Seite man steht – nur war Fürth früher kein Gegner. Aber ich denke, jetzt sind wir ein Gegner“, schlägt Beierlorzer die Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart. „Klar ist es ein Spitzenspiel, zumal nur drei Punkte zwischen beiden Teams liegen – und auf beiden Seiten ist etwas geboten“, meint der 44-Jährige und belegt diese These: Beide verfügten über „hervorragende Individualisten und Einzelspieler, aber auch mannschaftlich wird das eine ganz interessante Geschichte“, verspricht er viel Spannung auf dem Platz.
Wie auch Matarazzo berichtet Beierlorzer, dass er zur Wochenmitte noch keine besondere Derby-Spannung im Training festgestellt habe. „Aber so eine gewisse Grundeuphorie ist schon deutlich zu spüren – Siege bringen einfach eine gute Stimmung und steigern das Selbstbewusstsein und auch den Ehrgeiz enorm“, beschreibt er die Auswirkungen, die die bisherigen Erfolge in der noch jungen Saison bescheren. Eine Beobachtung, die sein Club-Kollege so sicher ebenfalls unterschreiben würde.