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Forrest Gump lässt beim Verfolgerduell grüßen

Fußball, Kreisklasse 3: Hetzles und Hiltpoltstein könnten im direkten Duell zum großen Gewinner werden - 05.05.2012 09:00 Uhr

HETZLES/HILTPOLTSTEIN  - Bereits vor dem Verfolgerduell der Fußball-Kreisklasse 3 zwischen dem SV Hetzles und dem SV Hiltpoltstein (Sonntag, 15 Uhr) kam durch den Wochenspieltag mächtig Unruhe in die Tabelle. Kurioserweise gab es viele überraschende Favoritenstolperer, so dass plötzlich oben wie unten wieder Bewegung in vermeintliche Vorentscheidungen gekommen ist.

Stolpern lassen wollen die Hetzleser nach dem TSV Gräfenberg nun auch den SV Hiltpoltstein (weiß-rotes Trikot). Die Gäste plagen zudem Personalprobleme.
Stolpern lassen wollen die Hetzleser nach dem TSV Gräfenberg nun auch den SV Hiltpoltstein (weiß-rotes Trikot). Die Gäste plagen zudem Personalprobleme.
Foto: Rudolf Maxbauer
Stolpern lassen wollen die Hetzleser nach dem TSV Gräfenberg nun auch den SV Hiltpoltstein (weiß-rotes Trikot). Die Gäste plagen zudem Personalprobleme.
Stolpern lassen wollen die Hetzleser nach dem TSV Gräfenberg nun auch den SV Hiltpoltstein (weiß-rotes Trikot). Die Gäste plagen zudem Personalprobleme.
Foto: Rudolf Maxbauer

Fast wie bei „Forrest Gump“ und seiner Pralinenschachtel muss die Tabellensituation derzeit nach jedem Spieltag neu bewertet werden. Durch die unerwarteten 1:2-Heimniederlage von Spitzenreiter Muggendorf (49 Punkte) gegen Pretzfeld (42 Punkte) und dem 1:3-Ausrutscher von Verfolger Gößweinstein (44) gegen Eschenau, sowie der 0:1-Heimpleite von Gräfenberg (42) gegen Hetzles (siehe Bericht auf dieser Seite), liegen fünf Spieltage vor Saisonende wieder sechs Mannschaften aussichtsreich um die beiden ersten Plätze im Rennen.

Mit Hetzles (Platz 5) und Hiltpoltstein (6.) treffen nun die zwei erfolgreichsten Abwehrreihen aufeinander, die mit jeweils 41 Punkten in Lauerstellung auf weitere Schnitzer der Konkurrenz hoffen. Hetzles ist zudem die zweitbeste Rückrundenmannschaft und stand zu Saisonbeginn noch auf einem Abstiegsplatz.

Analyse des Neulings


Steffen Staudinger hat als Spielertrainer seinen ersten Saisonverlauf beim SV Hetzles als Coach analysiert: „Anfangs kamen wir etwas schwer in die Gänge, wir mussten uns erst aneinander gewöhnen. In den letzten zehn Spielen verloren wir nur einmal.“

Dafür macht er vor allem den immensen Trainingsfleiß verantwortlich. Für seine Mannschaft sieht Staudinger vor allem durch die Ausrutscher des bisherigen Führungsquartetts in den letzten Wochen nochmals alle Möglichkeiten einen krönenden Abschluss zu bekommen, gibt aber offen zu: „In Gräfenberg hatten wir Glück, es hätte durchaus auch Remis enden können.“ Personell könne der SV derzeit fast aus dem Vollen schöpfen, denn es fehlt nur der Langzeitverletzte Markus Albert (Knorpelschaden). Hinter Matthias Iberl steht noch ein kleines Fragezeichen und Andreas Schumm ist nach zwei Wochen Krankheit in den Kader zurückgekehrt.

Hiltpoltsteins Trainer Stefan Schmeller wirkte nach dem 0:4-Debakel gegen Egloffstein etwas geknickt, wusste jedoch eine Antwort: „Nun zollen wir für unseren ausgedünnten Kader Tribut, auch wenn wir Gräfenbergs Serie von 15 ungeschlagenen Spielen in der Vorwoche mit einem 3:0-Sieg beendeten. Alle Ausfälle können wir auf Dauer nicht kompensieren.“ Fehlen werden demnach langzeitverletzt Markus Beck (Meniskus-Operation), Benjamin Puschnik (Muskelfaserriss) sowie Daniel Friedrich (Fingerbruch). Christian Heinlein laboriert an Rückenproblemen, so dass er in dieser Saison noch keine zwei Partien am Stück durchspielen konnte. Martin Fritsche hat nach seinem auskurierten Bänderriss noch keine halbe Stunde am Stück gespielt. Für die richtungsweisende Partie sieht Schmeller sein Team trotzdem nicht chancenlos: „Wir waren zwischenzeitlich in ein Loch gefallen und haben uns erholt. Zudem sind wir schwer schlagbar, auch wenn ich Hetzles derzeit im Vorteil sehe. In so einem Spiel kann viel passieren.“

Beide wissen, dass sie beim zeitgleichen Aufeinandertreffen von Pretzfeld und Gößweinstein in eine immens wichtige Partie gehen. Denn auch Spitzenreiter Muggendorf steht bei Geschwand am Samstag vor einer schweren Hürde – ebenso wie Gräfenberg in Eschenau.

Staudinger hat seine Jungs mit dem Blick in die Pralinenschachtel motiviert: „Für ein ,NN-Spiel der Woche‘ müssen wir unseren Fans etwas bieten und könnten danach zum Sieger des Spieltages werden – oder zum großen Verlierer!“ 

LEO HÜHNLEIN


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