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Gestatten, Pascal Köpke — Stoßstürmer

Auch dank der guten Arbeit des Sohns einer Club-Legende glänzt die U17 des 1. FCN - 21.02. 15:08 Uhr

Nürnberg  - Die Club-Jugend ist oben auf. Beim verspäteten Rückrundenauftakt am vergangenen Samstag zerlegte die U17 einen Kraichgauer Emporkömmling und mischt so weiter im Rennen um die Deutsche Meisterschaft mit. Dabei konnte man auf dem Kunstrasen auch den Sprössling einer Club-Legende bewundern.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Bei Pascal Köpke handelt es sich um den Stürmer (rechts), nicht um den Hoffenheimer Torhüter.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Bei Pascal Köpke handelt es sich um den Stürmer (rechts), nicht um den Hoffenheimer Torhüter.
Foto: Stefan Hippel
Um Missverständnissen vorzubeugen: Bei Pascal Köpke handelt es sich um den Stürmer (rechts), nicht um den Hoffenheimer Torhüter.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Bei Pascal Köpke handelt es sich um den Stürmer (rechts), nicht um den Hoffenheimer Torhüter.
Foto: Stefan Hippel

Nichts in den Zügen des blonden Jünglings deutet darauf hin. Schlösse man aus Frisur, Physiognomie und dem dynamischen Laufstil, würde man in der Nummer neun des 1. FC Nürnberg eher den kleinen Bruder eines am Wochenende erfolgreichen Torschützen aus der ersten Mannschaft vermuten, der allerdings für den Legendenstatus wohl noch einige Jahre der Treue und guten Leistungen für den Club nachweisen muss.

Doch den Namen Esswein sucht man auf dem DIN-A4-Bogen mit den Aufstellungen vergebens, stattdessen bleibt das Auge an einer anderen Buchstabenfolge hängen: Köpke steht da, Pascal Köpke.

Und richtig: Auch zum Rückrundenauftakt der B-Junioren-Bundesliga gegen die TSG Hoffenheim stand der Sohn des ehemaligen Nationaltorhüters und jetzigen Torwarttrainers der Nationalmannschaft wieder in der Startelf des Clubs — als Stoßstürmer wohlgemerkt. Ob das nun die logische Konsequenz zahlreicher Übungsstunden mit Papa im heimischen Garten ist, darüber kann nur spekuliert werden, jedenfalls machte der Sprössling seine Sache gut. Ganz besonders in Minute 35, als er einem Abschluss des Kollegen Toncic eben nicht hinterhersah, sondern nachsetzte und den vom Pfosten abprallenden Ball zur Führung verwertete.

„Da sieht man eben auch seine Stärke“, konnte man nach Spielende aus dem Mund von Trainer Tobias Zölle vernehmen. „Vor dem Tor knipst er, auch wenn sich das noch nicht in der Anzahl seiner Treffer niederschlägt.“ Und auf dem Platz sind auch noch weitere gute Ansätze erkennbar: Pascal Köpke ist ein sehr dynamischer Stürmer, gesegnet mit einer hohen Lauf- und Einsatzfreude und der Bereitschaft, auch in schmerzhafte Zweikämpfe zu gehen. Dass es mit dem Toreschießen noch nicht so gut klappt, ist für den Trainer nicht entscheidend. „Er arbeitet gut und ist ein wichtiger Spieler für die Mannschaft.“



Dabei waren die Bedingungen auch für Pascal Köpke nicht die besten. Nachdem noch am Wochenende zuvor das eigentliche Auftaktmatch beim SC Freiburg abgesagt wurde, startete man gegen die TSG aus Hoffenheim in die Rückrunde. Das Hinspiel hatte man noch mit 1:4 verloren. Doch für den Retortenclub aus dem Kraichgau gab es auf dem harten, eher wie einen Hallenboden anmutenden Kunstrasenplatz am Valznerweiher nichts zu holen. 4:0 lautete das Ergebnis am Ende, ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg. Der neunte wohlgemerkt, im zehnten Heimspiel dieser Saison.

Dass es wichtig gewesen sei, dieses Auftaktspiel zu gewinnen, betonte Zölle und gab auch das Ziel für die restliche Saison vor. „Wir wollen weiterhin oben dabeibleiben. Aber einfach wird das nicht.“ Oben dabeibleiben und sich am Ende für das Turnier um die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren, ein Plan, der beim Blick auf die Tabelle durchaus realistisch erscheint. Momentan findet sich die B-Jugend des Clubs, vor allem dank seiner Heimstärke, auf Platz drei wieder — in einer Liga, die sich allerdings recht eng darstellt.

Ein Besuch lohnt sich

Gewänne man das Nachholspiel, würde man sogar bis ganz nach oben klettern. Aber auch der zweite Rang würde am Ende dieser Saison zur Teilnahme am Endturnier berechtigen. Das sei allerdings keine Vorgabe von oben, so Zölle, es gäbe keinen Druck, „außer den, den sich die Spieler selbst machen“.

Der Club-Nachwuchs präsentiert sich also in guter Verfassung. Denn auch die A-Jugend um René van Eck befindet sich trotz Niederlage in Freiburg in aussichtsreicher Position in einem engen Meisterschaftsrennen. Es lohnt sich eben, auch mal ein Auge auf die Zukunft des Vereins zu werfen — nicht nur, wenn der Bogen zu Helden der Vergangenheit geschlagen wird. 



JAN MAUER

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