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Glücksfee Staudinger und der Fahrplan zur Landesliga

Halbzeittagung im Bezirk – doch das neue Spieljahr wirft bereits seine Schatten voraus - 18.01. 10:00 Uhr

WENDELSTEIN  - Es ist Winterpause. Doch die neue Fußballsaison 2012/2013 – zusätzlich interessant durch die Ligenreform des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) – wirft bereits ihre Schatten voraus. Die Paarungen der Relegationsspiele zur neuen Landesliga wurden ausgelost, die Termine stehen fest.

Bezirksspielleiter Ludwig Beer.
Bezirksspielleiter Ludwig Beer.
Foto: Zink
Bezirksspielleiter Ludwig Beer.
Bezirksspielleiter Ludwig Beer.
Foto: Zink

Gut gefüllt war der Saal des FV Wendelstein, denn Bezirksspielleiter Ludwig Beer hatte diesmal nicht nur die Spielleiter, sondern auch die Trainer „seiner“ Vereine aus der Bezirksoberliga sowie der Bezirksliga 1 und 2 (darunter zum Beispiel der Winkelhaider Manni Drexler) eingeladen: Ging es in einem Tagesordnungspunkt der Halbzeittagung doch auch um das Thema „Gewaltprävention“, zu dem Siegmar Seiferlein referierte. Denn eines steht fest, wie der Beisitzer im Schiedsrichterausschuss sagte: „Den Schiedsrichtern und Assistenten muss wieder mehr Respekt entgegengebracht werden“; die Vereinsoffiziellen müssten sich ihrer Verantwortung bewusst sein. Andererseits kam aus dem Plenum aber auch die Kritik, dass sich manche Referees – oft sogar höherklassige – mit ihren Umgangsformen gegenüber Spielern und Trainern nicht immer vorbildlich verhalten.



Wie dem auch sei, der Sportgerichtsvorsitzende Manfred Zimmermann berichtete, dass es in den drei Ligen in dieser Saison schon 90 rote Karten (fünf mehr als im Vorjahr) gegeben habe; das sei „eindeutig zu viel“, wie er und Beer unisono meinten. Insgesamt aber habe bisher, so lobte Beer, „bis auf ein paar Ausnahmen alles hervorragend geklappt“. Auch sei es ihm in seinen 32 Jahren als Verbandsfunktionär noch nie vorgekommen, dass er gänzlich ohne Nachholspiele ins neue Jahr gehen könne – dem milden Winter sei Dank.

Die fairsten Vereine wurden von Zimmermann namentlich genannt: Bislang kamen mit dem Sportgericht noch gar nicht in Kontakt: SG Quelle Fürth und BSC Woffenbach (Bezirksoberliga), TV 48 Erlangen und SV Tennenlohe (Bezirksliga 1) sowie SV Ornbau, TuS Feuchtwangen, TSV Winkelhaid, TSC Neuendettelsau und TSV60 Weißenburg (Bezirksliga 2). Wobei die „weiße Weste“ der Weißenburger jetzt beschmutzt wurde – sie waren wie Cagrispor nicht zu der Pflichtsitzung erschienen, und deshalb müssen nun beide eine Geldstrafe berappen.

Nicht alle Klubs können der Ligenreform viel Positives abgewinnen. Die ersten sechs aus der Bezirksoberliga aber steigen in die Landesliga auf (der Meister kann es sogar bis in die neue zweigleisige Bayernliga schaffen). Am Montag wurden nun auch die vier Qualifikationspaarungen ausgelost, dabei versuchte sich Agnes Staudinger, die Abteilungsleiterin des TuS Feuchtwangen und einzige Dame im Saal, als Glücksfee: Na, dann schaun mer mal, wer sich in den vier Partien BOL 8. – BOL 10., BOL 12. – BOL 7., BOL 11. – Meister Bezirksliga1 sowie Meister Bezirksliga 2 – BOL 9. durchsetzt!

Die Hin- und Rückspiele werden am 23. Mai und 26. Mai (Pfingstsamstag) nach dem bekannten Europapokalmodus ausgetragen. Ab der neuen Saison werde auf Verbandsebene auch schon der elektronische Spielberichtsbogen eingeführt, berichtete der Bezirksvorsitzende Uwe Kunstmann.

Die 36Vereine indes, die nächste Saison in der Bezirksliga spielen (die BOL wird es nicht mehr geben), müssen sich auf den frühesten Beginn aller Zeiten einstellen – die Eröffnungspartie findet bereits am 20.Juli (bei der SG 83) statt! Und noch mit einer weiteren Mitteilung überraschte Beer zum Schluss seiner wieder mit viel Geschick und Routine geleiteten Sitzung: „Das Ende der Legislaturperiode 2014 wird auch für mich das Ende meiner Laufbahn als Funktionär bedeuten“ – er wolle seinen Ruhestand dann ganz ohne Fußballamt genießen. 



Hermann Hempel

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