5°C
Donnerstag, 17.05. - 00:32 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Goldglänzender Lohn für jahrelanges Engagement

Ähre, wem Ähre gebührt: Der STV Deutenbach freut sich über eine Auszeichnung mit einigem Seltenheitswert - 05.01. 17:04 Uhr

Die goldene Raute mit Ähre nahm der STV Deutenbach als erster Verein im Kreis Nürnberg/Frankenhöhe dieser Tage vom Bayerischen Fußballverband (BFV) entgegen. Im FN-Gespräch äußern sich der STV-Vorsitzende Udo Kramer und der Kreisehrenamtsbeauftragte des BFV, Konrad Meier, über Voraussetzungen und Zweck dieser seltenen Auszeichnung.

Hohe Ansprüche erfüllt: STV-Vorsitzender Udo Kramer (li.) mit  Konrad Meier, Kreisehrenamtsbeauftragter des Bayerischen Fußballverbandes.
Hohe Ansprüche erfüllt: STV-Vorsitzender Udo Kramer (li.) mit Konrad Meier, Kreisehrenamtsbeauftragter des Bayerischen Fußballverbandes.
Foto: Leberzammer
Hohe Ansprüche erfüllt: STV-Vorsitzender Udo Kramer (li.) mit  Konrad Meier, Kreisehrenamtsbeauftragter des Bayerischen Fußballverbandes.
Hohe Ansprüche erfüllt: STV-Vorsitzender Udo Kramer (li.) mit Konrad Meier, Kreisehrenamtsbeauftragter des Bayerischen Fußballverbandes.
Foto: Leberzammer

Herr Meier, die silberne Raute und die goldene Raute des BFV gibt es schon länger. Ist die gesteigerte Version „mit Ähre“ etwas ganz Neues oder warum haben sie bayernweit erst 30 Fußballvereine bekommen?

Meier: Neu ist die goldene Raute mit Ähre nicht, es gibt sie bereits seit 1995. Allerdings muss ein Verein, wenn er sie bekommen will, über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren nachweisen, dass er in Führung, Organisation, sozialem Engagement und in seinen Angeboten den hohen gesellschaftlichen und sportlichen Anforderungen unserer Zeit gerecht wird. Und über diese lange Zeit haben das eben erst wenige Vereine geschafft.



Welche Kriterien muss ein Klub denn erfüllen?

Meier: Es gibt in den vier Kategorien Jugend, Ehrenamt, Prävention und Breitensport jeweils zehn Punkte, von denen mindestens sechs belegt werden müssen. Also beispielsweise, ob der Verein sein „Schiedsrichtersoll“ erfüllt, mindestens eine Mädchenmannschaft hat oder Aktionen zur Integration von Ausländern oder Behinderten durchführt.

Was verspricht sich ein Verein wie der STV Deutenbach von der goldenen Raute mit Ähre?

Kramer: Wir möchten in erster Linie unser Image fördern, damit jemand, der von der Auszeichnung erfährt, sieht, Mensch, da in Deutenbach geschieht etwas.

Meier: Ich finde aber auch, dass die Glaubwürdigkeit erhöht wird. Das kann sehr wichtig sein, etwa wenn der Verein Geld für Investitionen benötigt. Mit der Auszeichnung kann ich bei Verhandlungen mit Banken nachweisen, dass der Verein gut geführt ist und sich um Nachhaltigkeit bemüht.

Wie das?

Meier: Im Kriterienkatalog werden Photovoltaikanlagen mit Pluspunkten bewertet. Das erhöht natürlich die Kreditwürdigkeit, weil der Verein ja über den selbst produzierten Strom zusätzliche Einnahmen erzielt.

Wirkt die goldene Raute mit Ähre dann also eher nach außen als nach innen?

Kramer: Nein, ganz bestimmt nicht. Für mich persönlich sind zum Beispiel der Breitensport und die Einbeziehung von behinderten Menschen ganz wichtig. Ebenso eine funktionierende Jugendarbeit und die Förderung des Frauenfußballs. Da sehe ich ein großes Potenzial, und wir sind mit zwei Damen- und drei Mädchenmannschaften gut aufgestellt. Damit machen wir unseren Verein mit aktuell rund 500 Mitgliedern letztlich auch fit für die Zukunft. Die Auszeichnung zeigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind.

Meier: Von den derzeit 4600 Fußballvereinen, die es in Bayern gibt, werden durch den demografischen Wandel in zehn Jahren wahrscheinlich nur noch 3600 übrig sein. Damit sollte jedem klar sein, dass er etwas tun muss. Mit Auszeichnungen wie dieser wollen wir Ehrenamt und Jugendarbeit fördern und die Vereine gleichzeitig auf Angebote des Verbands wie Schulungen und bestimmte Konzepte aufmerksam machen. 



Interview:ARMIN LEBERZAMMER

Ihr Kommentar

Name:
 
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.