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Helmut Hack als Erstligaboss zurück an die Aisch

Fürther Präsident Helmut Hack erlebte „wunderbare Zeit“ beim TSV Höchstadt - 30.06.2012 10:25 Uhr

HÖCHSTADT  - „Ich habe beim TSV Höchstadt eine wunderbare Zeit erlebt, und es war für mich ein ganz persönliches Anliegen, dass wir zum Vereinsjubiläum dort antreten. Und es freut mich ganz besonders, dass wir jetzt als Erstligist am 14. Juli anreisen“, so schwärmt Helmut Hack, Präsident der SpVgg Greuther Fürth, vor dem Gastspiel des Kleeblatts bei seinem Ex-Verein an der Aisch.

So emotional kannte man ihn bis dato nicht: Helmut Hack bei der Aufstiegsfeier der SpVgg Greuther Fürth mit Stürmerstar Gerald Asamoah.
So emotional kannte man ihn bis dato nicht: Helmut Hack bei der Aufstiegsfeier der SpVgg Greuther Fürth mit Stürmerstar Gerald Asamoah.
Foto: Winckler
So emotional kannte man ihn bis dato nicht: Helmut Hack bei der Aufstiegsfeier der SpVgg Greuther Fürth mit Stürmerstar Gerald Asamoah.
So emotional kannte man ihn bis dato nicht: Helmut Hack bei der Aufstiegsfeier der SpVgg Greuther Fürth mit Stürmerstar Gerald Asamoah.
Foto: Winckler

Drei Jahre lang hat Hack beim TSV gespielt, als Höchstadt noch eine Fußballhochburg war. Er erinnert sich: „Wir haben in der Bezirksliga vorne mitgespielt und den Aufstieg in die Landesliga mitgespielt, den wir leider knapp verpasst haben. Wenn es in den Derbys gegen den TSV Röttenbach oder den SC Adelsdorf ging, waren 1000 Zuschauer da.“


Da sei echt auch intensiv und gut Fußball gespielt worden, betont er. Namen wie Gottinger, Scharold, Neudörfer, Fleischmann, Kraus, Geyer fallen ihm spontan ein, „um nur einige zu nennen“. Hack: „Das war eine tolle Mannschaft Anfang der 70er Jahre, die einiges auf die Beine gestellt hat.“ Ein ganz wichtiger Name ist der des damaligen Erfolgstrainers Heiner Vizethum, mit dem ihn noch heute eine enge Freundschaft verbinde.

Der coachte später, als 1974 der TSV Vestenbergsgreuth gegründet wurde, die Kicker aus dem Teedorf, die in Windeseile zur Nummer eins im weiteren Umkreis aufstiegen – auch mit einigen Ex-Höchstadtern (neben Hack zum Beispiel Gerd Pochadt).


Aber diese Episoden seien vergessen, versichert Hack: „Ich komme immer gerne nach Höchstadt – und habe das Gefühl, dass ich immer noch einer von denen bin.“ So sieht er den TSV regelmäßig dann kicken, wenn es zum Kreisklassenduell mit dem TSV Vestenbergsgreuth kommt, in dessen Trikot sein Sohn Christian spielt.

Auch zum Jubiläumsspiel kommt er mit der ganzen Familie – und hofft, dass viele Zuschauer Geld in die Kassen seinen Ex-Klubs spülen: „Das ist das erste Spiel der SpVgg als Erstligist auf mittelfränkischem Boden, wir stehen mitten in der Vorbereitung und kommen mit allen Assen und Neuzugängen – da müsste der Platz an der Ziegelhütte voll sein.“

Wehmütig wird er schon angesichts der ruhmreichen Höchstadter Zeiten, wenn er sieht, wo der TSV heute steht – und wo er sein könnte: „Das macht mich schon ein kleines bisschen traurig, welch geringen Stellenwert der Fußball heute hier hat. Vielleicht gibt es ja eine kleine Initialzündung durch unser Gastspiel.“

Wach wurden durch dieses Freundschaftsspiel bei Hack auch Erinnerungen an seine Jugendzeit. Er begann in der Schülermannschaft der SpVgg Uehlfeld, ehe er in der Jugend zum 1.FC Nürnberg wechselte. Hack: „Das war ein Riesenaufwand: Mit dem Fahrrad nach Uehlfeld, mit dem Zug nach Neustadt, in Fürth umsteigen, dann mit dem Bus an den Valznerweiher. Abends zurück nach Fürth, wo mein Bruder wohnte. Abendessen, Schlafen, morgens ganz früh raus, damit ich rechtzeitig in der Firma in Vestenbergsgreuth war.“ Irgendwann wurde es zu viel, Geschäft, Telekolleg und Leistungsfußball unter einen Hut zu bekommen. Dazu ein schlimmer Unfall: „Nach dem Schädelbasisbruch konnte ich mit dem Kopf nicht mehr so hingehen wie früher.“

Für die Bezirksliga beim TSV Höchstadt und später für die Torjägerkrone beim TSV Vestenbergsgreuth (38 Treffer) reichte es immer noch. Und heute ist sein „Kopf“ möglicherweise der wichtigste Bestandteil eines Erstligavereins... 

HOLGER PETER


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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Spielvereinigung jedoch nie wieder an die großen Erfolge anknüpfen und sich folglich auch nicht für die 1963 gegründete Bundesliga qualifizieren.
Mit dem Sturz bis in die Landesliga versank der Traditionsverein in den 80er Jahren endgültig in der Bedeutungslosigkeit. Aufwärts ging es erst wieder 1994, als die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga gelang. Zwei Jahre später trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Seitdem gehören die Geldsorgen der Vergangengeit an, der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt.
Seit 1997 spielte die Spielvereinigung ununterbrochen in der 2. Bundesliga, bis im Mai 2012 endlich der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga gelang. Dort allerdings blieb der Erfolg aus, so dass Fürth in der Saison 2013/2014 wieder im Unterhaus antreten muss. Seine Heimspiele trägt der Verein, der im Volksmund "Kleeblatt" genannt wird, dann wie gewoht im altehrwürdigen Ronhof aus. Ein geplanter Stadionneubau am Rhein-Main-Donaukanal hat sich Ende 2012 zerschlagen.


Deutscher Meister: 1914, 1926, 1929


Der Kleeblatt-Kader in der Saison 2012/13
Galerie Kader SpVgg Greuther Fuerth 2012/13
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Geschichten rund um den Fußball in der Region.