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Hoffentlich kein Stau: Zweite Chance für Fortuna

Landesliga-Partie zwischen TSV Bogen und dem SV Fortuna Regensburg wird neu angesetzt - 08.08.2012 14:52 Uhr

NÜRNBERG  - Sie waren bereits auf dem Weg nach Bogen. Doch dort kamen sie nie an. Während der TSV am Freitagabend des 27. Juli um 19 Uhr schon zum Anstoß bereitstand, steckten die Landesliga-Fußballer des SV Fortuna Regensburg im Stau. Nach einem Unfall auf der A3 gab es für die Fortuna kein Durchkommen mehr, die Partie musste ausfallen. Nun entschied sich das Sportgericht Bayern für eine Neuansetzung der Begegnung.

Kein Weiterkommen: Nach einem Unfall auf der Autobahn steckte der SV Fortuna Regensburg auf der Autobahn fest und verpasste sein Landesligaspiel in Bogen.
Kein Weiterkommen: Nach einem Unfall auf der Autobahn steckte der SV Fortuna Regensburg auf der Autobahn fest und verpasste sein Landesligaspiel in Bogen.
Foto: dapd/ddp
Kein Weiterkommen: Nach einem Unfall auf der Autobahn steckte der SV Fortuna Regensburg auf der Autobahn fest und verpasste sein Landesligaspiel in Bogen.
Kein Weiterkommen: Nach einem Unfall auf der Autobahn steckte der SV Fortuna Regensburg auf der Autobahn fest und verpasste sein Landesligaspiel in Bogen.
Foto: dapd/ddp

Es war schon angerichtet: Voller Erwartung auf das Duell mit dem souveränen Spitzenreiter aus Regensburg - zwei Spiele, zwei Siege und 8:0 Tore - absolvierten die Spieler aus Bogen bereits ihr Aufwärmprogramm. Selbst einige Anhänger der Fortuna hatten sich frühzeitig auf dem TSV-Gelände eingefunden. Doch vom Tabellenführer der Landesliga-Mitte war weit und breit nichts zu sehen.

Ein kurzer Anruf brachte die Gewissheit: Die Fortuna steht im Stau, die Partie kann nicht wie vorgesehen um 19 Uhr angepfiffen werden. So hieß es zunächst einmal abwarten. Für den Fall, dass eine Mannschaft nicht am Spielort erscheint, sehen die Regularien zunächst eine 30-minütige Wartezeit vor. „Wenn die Mannschaft dann noch nicht erschienen ist, landet der Fall vorm Sportgericht“, erklärt Spielleiter Thomas Graml.


Dieses muss die Frage klären, ob der betreffende Verein die Spielabsage selbst verschuldet hat. Trifft dies zu, wird das Spiel X:0 gegen ihn gewertet. „Wenn aber – wie es hier scheint – ein Unfall, also höhere Gewalt, verantwortlich ist, trifft den Verein keine Schuld“, sagt Graml. Der Spielleiter hatte angesichts der Umstände der Spielabsage mit einer Neuansetzung der ausgefallenen Partie gerechnet - und sollte mit seiner Einschätzung Recht behalten. Das Sportgericht Bayern entschied sich für eine Neuansetzung. Die Partie vom dritten Spieltag der Landesliga Mitte wird nun am Mittwoch, den 15. August, um 15 Uhr ausgetragen. Der SV Fortuna Regensburg darf also einen zweiten Versuch unternehmen, die Reise nach Bogen zu vollenden.

 

Anpfiff auch nach Verzögerung möglich

Ist eine von beiden Fußballmannschaften nicht rechtzeitig zum Anstoß bereit, steht es den beteiligten Klubs im Einvernehmen mit dem Schiedsrichtergespann generell frei, ein Spiel auch nach der vorgesehenen halben Stunde Wartezeit auszutragen. Spielleiter Graml gibt jedoch zu bedenken: „Wenn eine Mannschaft bereits eine Stunde im Stau steht, schon abgehetzt am Spielort eintrifft und auch noch 30 bis 45 Minuten fürs Aufwärmen braucht, verzögert sich das Ganze natürlich.“

Zwar warteten die Bogener am Abend des 27. Juli in Absprache mit den Unparteiischen sogar eine dreiviertel Stunde. Als die Unfallstelle aber auch dann noch immer nicht geräumt war und der Anpfiff kaum vor 21 Uhr hätte erfolgen können, wurde die Partie schließlich abgesagt.

Thomas Graml sieht trotz der Vorkommnisse keine generellen Probleme mit Spielansetzungen am Freitagabend. Fälle wie den in Bogen gebe es nur sehr selten: „In meiner Zeit als Spielleiter habe ich noch keinen gehabt.“ Zudem müssen Gastmannschaften Freitagsspielen im Vorfeld zustimmen. Sie wüssten daher, worauf sie sich einlassen.

Während Entfernungen der Größenordnung von Regensburg nach Bogen – etwa 57 Kilometer – im Normalfall auch bei Berufsverkehr noch zu bewältigen sind, verweist Graml auf die SpVgg Ruhmannsfelden. Die erteilte Partien unter der Woche in Roth und Feucht aufgrund der zu großen Distanz von vornherein eine Absage. 

Johannes Handl


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