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Hollfeld steigt in die Bayernliga auf

Nach 1:0-Heimsieg im Hinspiel reichte am Mittwoch ein Remis — 1500 Zuschauer - 07.06.2012 11:30 Uhr

HOLLFELD   - Riesenjubel in Holl­feld und große Enttäuschung beim TSV Neudrossenfeld. Sein Sturm auf die Bayernliga ist am Abwehrboll­werk des ASV Hollfeld zerschellt. Drei Tage nach der 0:1-Hinspielnie­derlage gelang der Mannschaft auf eigenem Platz gerade mal ein 1:1. So feierten an ihrer statt die Gäste aus der Fränkischen Schweiz den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte.

TSV Neudrossenfeld — ASV Holl­feld 1:1 (0:1) — 2004, als Heiko Gröger sein Traineramt in Hollfeld antrat, kickte der ASV noch in der Kreis­klasse. Nun, nach fünf Aufstiegen, ver­lässt er Hollfeld als Bayernliga-Stadt und freut sich in der kommenden Sai­son als Coach der Sp Vgg Bayreuth auf ein Wiedersehen.
Die Neudrossenfelder Hoffnungen, den 0:1-Rückstand drehen zu können, erhielten früh den wohl entscheiden­den Dämpfer. Peter Schmidts Mut, diesmal offensiver zu agieren und hin­ten nur eine Dreier-Abwehrkette auf­zubieten, wurde schnell bestraft.

Denn nach einem weiten Abschlag von ASV-Keeper Eck verlängerte Jahrsdörfer den Ball mit dem Kopf in den Freiraum zu Persigehl. Der umspielte TSV-Keeper Küfner und traf mit links zur Gästeführung. Der TSV Neudrossenfeld war geschockt, zumal in der Anfangsphase Konradi (2.) und Bayer (4.) durchaus die Mög­lichkeit gehabt hatten, den Rückstand schnell wettzumachen.

Die Einheimischen brauchten 20 Minuten, um den Rückstand zu ver­dauen. Dann schoss Verteidiger Bayer nach seinem Vorstoß links vorbei (28.). Das war’s aber auch schon vom Gastgeber in der ersten Halbzeit, dem wie schon im Hinspiel gegen die kom­pakte und kompromisslose Defensive der Hollfelder nicht viel einfiel. Großes Pech hatte ASV-Mittelfeld­spieler Philipp Schmidt, der sich bei einem Zusammenprall schwer am Bein verletzte und mit dem Rettungs­hubschrauber abtransportiert werden musste.

Nach dem Wechsel änderte sich nicht viel. Die Neudrossenfelder fan­den viel zu selten den Weg in den Gäs­testrafraum. Die größten Chancen hatten noch Konradi (52.), der mit dem Abschluss zu lange zögerte, und Sudol (55.), der vorbeischoss.
Weil die Neudrossenfelder immer mehr Risiko gingen, gab es natürlich mehr Räume für Hollfeld. Vor allem Jahrsdörfer legte den Ball immer wie­der geschickt ab. Die größte Chance zum 0:2 vergab Persigehl freistehend vor Küfner nach traumhafter Vorar­beit von Jahrsdörfer und Hillemeier (58.). Weitere Konterchancen ließen Heißenstein, der an Küfner scheiterte (65.) und Schorn (66.), der knapp vor­beischoss, liegen.

Aus den Neudrossenfelder Bemü­hungen sprach immer mehr Verzweif­lung heraus. Zu unüberwindbar prä­sentierte sich die bärenstarke ASV-Defensive, allen voran die Vierer-Ab­wehrreihe und ihrem Abräumer da­vor, Jochen Hollfelder. Stark auch der scheidende Ricardo Persigehl (Sp Vgg Selbitz) und Timo Jahrsdör­fer. Sie konnten auch den viel zu spä­ten Ausgleich von Patrick Sudol ver­schmerzen, der nach einer Ecke per Kopf traf (87.). Zwei Tore hätte der TSV noch gebraucht, um in die Bay­ernliga aufzusteigen – utopisch gegen derart kampfstarke Hollfelder, die kurz vor Schluss durch Heißenstein noch die Chance auf den Sieg auslie­ßen.

 TSV Neudrossenfeld: Küfner – Bayer, Taubenreuther, Rau (46. Wid­maier) – Engelmann (60. Simon) – Pajonk, Sudol, Lämmert, Hofmann – Konradi.
ASV Hollfeld: Eck – Eberlein, Gol­ler, Wagner, M. Taschner – Hollfelder – Schmidt (35. Heißenstein), Persi­gehl, Hillemeier (60. Schorn) – Jahrs­dörfer.
Zuschauer: 1526. 

CHRISTIAN SCHUBERTH


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