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Das Duell der beiden Traditionsvereine aus dem Altkreis Jura lockte am Sonntag die Fans in der Region. Rund 300 Zuschauer waren gekommen, um zu sehen, ob die Katzwanger Erfolgsserie auch gegen den TSV 1860 halten würde. Zudem prallten zwei unterschiedliche Systeme aufeinander. Auf der einen Seite die offensivstarke Heimelf von Trainer Steffen Kircheis, die in 13 Spielen bereits 49 Mal getroffen hatte. Auf der anderen die Gäste von Trainer Thomas Schneider, die zuvor mit erst vier Gegentoren eine der besten Defensivreihen Mittelfrankens stellen und seit dem 15. September (!) keinen Gegentreffer mehr kassiert hatten.
Die Viererkette des TSV 1860 musste zunächst aber den Ausfall ihres Kapitäns verkraften, Sebastian Struller traf erst in der Pause in Katzwang ein. Er wurde von Routinier Frank Reincke zwar gut vertreten, doch gegen die geballte Offensivkraft der Katzwanger war an diesem Tag kein Kraut gewachsen. Weißenburg enttäuschte in diesem sehr guten Kreisligaspiel keinesfalls, doch es war einfach bemerkenswert, wie schnell und präzise die Heimelf nach Ballgewinn auf das Weißenburger Tor drängte. Was übrigens auch Thomas Schneider nach dem Schlusspfiff als fairer Verlierer ohne Einschränkung anerkannte.
Zugleich durfte er seinen Torhüter loben, denn Jonas Herter hatte mit einer überragenden Leistung einen enormen Anteil daran, dass es zur Pause nur 1:0 stand. Lediglich dem feinen Techniker Daniel Gallee gelang es auf Zuspiel von Thomas Preißer, Herter zu überwinden (16.).
So hatten sich die Gäste offenbar für die zweite Halbzeit einiges vorgenommen, denn mit einigen gelungenen Aktionen fanden sie nach Wiederanpfiff gut ins Spiel. In der 48. Minute kam aber die kalte Dusche durch den Top-Torjäger der Liga: Sascha Thiem erhöhte für seine Mannschaft mit seinem 20. Saisontreffer auf 2:0. Und dann schlug sich wie so oft auch der Dusel auf die Seite eines Tabellenführers.
Denn vielleicht wäre die Partie noch einmal gekippt, hätte Michael Huf einen Elfmeter nicht über das Tor geschossen (50.). Übrigens eine der wenigen diskussionswürdigen Entscheidungen des guten Schiedsrichters Michael Maier, denn Manuel Metz wurde im Strafraum von Tom Riedel aus kurzer Distanz förmlich „abgeschossen“. „Das hätte uns vielleicht noch einmal Auftrieb gegeben“, sagte Schneider mit Blick auf diese große Gelegenheit zum Anschlusstreffer. In der Folge steckten seine Schützlinge den Kopf keineswegs in den Sand, doch im Stile einer Spitzenmannschaft fuhr Katzwang aber den Sieg ein.
Was auch nach 15 Spieltagen immer noch etwas überraschend anmutet, immerhin gelang den Nürnberger Vorstädtern in der vergangenen Spielzeit erst in der Relegation der Klassenerhalt. Steffen Kircheis, der den Trainerposten beim TSV im Lauf der Rückrunde von Josef Molnar übernahm, genießt derzeit einfach den Moment und ist verständlicherweise voll des Lobes für seine Truppe. Mit der eingangs gestellten Frage nach einer Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen, verbunden mit ersten Glückwünschen, kann er aber relativ wenig anfangen. „Glückwünsche für Platz eins nach 15 Spieltagen nehme ich gerne entgegen. Aber ansonsten halten wir den Ball flach, es kommt noch eine knüppelharte Rückrunde auf uns zu.“
Katzwang: Mitterreiter, Scholl, Metz, S. Gruß, Fleischmann, Kunz, Gallee, Preißer, Thiem, Buortesch, Thümler (Einwechselspieler: Hermel, Dietrich, Kern)
1860 Weißenburg: Herter, Forster, Reincke, Weglöhner, Hedwig, Schwenke, Lehner, Reile, Blob, Riedel, Huf (Einwechselspieler: Struller, Hofer, Boehem)
Tore: 1:0 Gallee (16.), 2:0 Thiem (48.) / SR:Maier (TSV Dorfkemmathen) / Zuschauer: 300 / Besonderes Vorkommnis: Weißenburgs Huf schoss Handelfmeter über das Tor (50.).
Di. 18.06.13
Di. 11.06.13
So. 09.06.13
Mi. 12.06.13
Mi. 12.06.13
Di. 11.06.13