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Vor dem Eingang zum Kabinentrakt wartete ein kleines Mädchen sehnsüchtig auf Stephan Schröck, sie wollte ein Autogramm. Der Profi ließ sich nicht lange bitten und unterschrieb brav, nur hätte das kleine Mädchen auch gerne eine Unterschrift von Mike Büskens gehabt. Der weilte aber schon auf der Trainerbank. „Den Mike siehst du doch noch die ganze Saison“, beruhigte die Mutter und meinte damit die nächste Spielzeit.
1500 Zuschauer wollten aber den Mike und seine Aufstiegshelden noch einmal vor der nächsten Saison sehen, auf der Burgfarrnbacher Tulpe, in einem Freundschaftsspiel gegen den Kreisligisten TSV Burgfarrnbach. Es wurde, wie zu erwarten war, ein deutlicher Sieg für die Spielvereinigung. Am Ende stand es 11:2 für den frischgebackenen Erstligisten, aber auch nur, weil die Weiß-Grünen bei den Gegentreffern kräftig mithalfen, Tobias Werner und Thorsten Schmidt mussten gewissermaßen nur noch den Fuß hinhalten.
Trotzdem dürfen die Torschützen später einmal mit Fug und Recht ihren Kindern erzählen, dass sie mal gegen einen Erstligisten getroffen haben. Verteidiger Tobias Mohr wird dagegen erzählen, wie er einen Zweikampf gegen Stephan Schröck gewann. „Das war ein super Gefühl, auch wenn es nur ein gewonnener Ball von zehn möglichen war“, sagte Mohr nach dem Spiel.
Wer jetzt denkt, für die Spielvereinigung war es ein lockerer Ausflug an die Grenze zum Landkreis, der irrt allerdings. Stressig wurde es vor allem neben dem Platz, sogar in der Halbzeit war die Auswechselbank der Aufstiegshelden belagert von Autogrammjägern.
Jeder wollte ein Stück Kleeblatt haben, sei es in Form einer Unterschrift oder eines Fotos. „Es war unbeschreiblich, die Stars einmal hautnah zu erleben. Ich wäre auch gekommen, wenn das Kleeblatt nicht aufgestiegen wäre“, beteuert Fan Matthias Naumann. Marius Wick ist dagegen kein Fan der SpVgg, kam aber trotzdem. Warum? „Ich spiele für Wacker Burgfarrnbach und wollte mal sehen, wie sich unsere Erste so schlägt.“
Wie sich das Kleeblatt so in der ersten Liga schlagen wird, erfahren die Zuschauer erst ab August. Oberbürgermeister Thomas Jung ist sich jedenfalls sicher, dass die Euphorie bis dahin konserviert wird: „Die wird so schnell kein Ende nehmen.“

Di. 18.06.13
Di. 18.06.13
Di. 18.06.13
Di. 18.06.13
Mo. 17.06.13
Fr. 03.08.12