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Kein Ende der Kleeblatt-Euphorie in Sicht

1500 Zuschauer wollten die SpVgg Greuther Fürth gegen einen Kreisligisten sehen - 14.05.2012 08:24 Uhr

FÜRTH  - Am Samstag gastierte die SpVgg auf der Tulpe für ein Freundschaftsspiel gegen den TSV Burgfarrnbach. Das Ergebnis (11:2) spielte dabei kaum eine Rolle. Viel wichtiger war es, wie Edgar Prib sagt, sich „bei den Fans für die Unterstützung über die Saison zu bedanken“.

Tapfer wehrten sich die Burgfarrnbacher gegen den künftigen Erstligisten, für den auch Gerald Asamoah (rechts) traf.
Tapfer wehrten sich die Burgfarrnbacher gegen den künftigen Erstligisten, für den auch Gerald Asamoah (rechts) traf.
Foto: Wolfgang Zink
Tapfer wehrten sich die Burgfarrnbacher gegen den künftigen Erstligisten, für den auch Gerald Asamoah (rechts) traf.
Tapfer wehrten sich die Burgfarrnbacher gegen den künftigen Erstligisten, für den auch Gerald Asamoah (rechts) traf.
Foto: Wolfgang Zink

Vor dem Eingang zum Kabinentrakt wartete ein kleines Mädchen sehnsüchtig auf Stephan Schröck, sie wollte ein Autogramm. Der Profi ließ sich nicht lange bitten und unterschrieb brav, nur hätte das kleine Mädchen auch gerne eine Unterschrift von Mike Büskens gehabt. Der weilte aber schon auf der Trainerbank. „Den Mike siehst du doch noch die ganze Saison“, beruhigte die Mutter und meinte damit die nächste Spielzeit.

1500 Zuschauer wollten aber den Mike und seine Aufstiegshelden noch einmal vor der nächsten Saison sehen, auf der Burgfarrnbacher Tulpe, in einem Freundschaftsspiel gegen den Kreisligisten TSV Burgfarrnbach. Es wurde, wie zu erwarten war, ein deutlicher Sieg für die Spielvereinigung. Am Ende stand es 11:2 für den frischgebackenen Erstligisten, aber auch nur, weil die Weiß-Grünen bei den Gegentreffern kräftig mithalfen, Tobias Werner und Thorsten Schmidt mussten gewissermaßen nur noch den Fuß hinhalten.


Trotzdem dürfen die Torschützen später einmal mit Fug und Recht ihren Kindern erzählen, dass sie mal gegen einen Erstligisten getroffen haben. Verteidiger Tobias Mohr wird dagegen erzählen, wie er einen Zweikampf gegen Stephan Schröck gewann. „Das war ein super Gefühl, auch wenn es nur ein gewonnener Ball von zehn möglichen war“, sagte Mohr nach dem Spiel.

Wer jetzt denkt, für die Spielvereinigung war es ein lockerer Ausflug an die Grenze zum Landkreis, der irrt allerdings. Stressig wurde es vor allem neben dem Platz, sogar in der Halbzeit war die Auswechselbank der Aufstiegshelden belagert von Autogrammjägern.


Bilderstrecke zum Thema
Die SpVgg Greuther Fürth gastierte vor 1500 Zuschauern beim TSV Burgfarrnbach.

Jeder wollte ein Stück Kleeblatt haben, sei es in Form einer Unterschrift oder eines Fotos. „Es war unbeschreiblich, die Stars einmal hautnah zu erleben. Ich wäre auch gekommen, wenn das Kleeblatt nicht aufgestiegen wäre“, beteuert Fan Matthias Naumann. Marius Wick ist dagegen kein Fan der SpVgg, kam aber trotzdem. Warum? „Ich spiele für Wacker Burgfarrnbach und wollte mal sehen, wie sich unsere Erste so schlägt.“

Wie sich das Kleeblatt so in der ersten Liga schlagen wird, erfahren die Zuschauer erst ab August. Oberbürgermeister Thomas Jung ist sich jedenfalls sicher, dass die Euphorie bis dahin konserviert wird: „Die wird so schnell kein Ende nehmen.“ 

Marcel Staudt


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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Spielvereinigung jedoch nie wieder an die großen Erfolge anknüpfen und sich folglich auch nicht für die 1963 gegründete Bundesliga qualifizieren.
Mit dem Sturz bis in die Landesliga versank der Traditionsverein in den 80er Jahren endgültig in der Bedeutungslosigkeit. Aufwärts ging es erst wieder 1994, als die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga gelang. Zwei Jahre später trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Seitdem gehören die Geldsorgen der Vergangengeit an, der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt.
Seit 1997 spielte die Spielvereinigung ununterbrochen in der 2. Bundesliga, bis im Mai 2012 endlich der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga gelang. Dort allerdings blieb der Erfolg aus, so dass Fürth in der Saison 2013/2014 wieder im Unterhaus antreten muss. Seine Heimspiele trägt der Verein, der im Volksmund "Kleeblatt" genannt wird, dann wie gewoht im altehrwürdigen Ronhof aus. Ein geplanter Stadionneubau am Rhein-Main-Donaukanal hat sich Ende 2012 zerschlagen.


Deutscher Meister: 1914, 1926, 1929


Der Kleeblatt-Kader in der Saison 2012/13
Galerie Kader SpVgg Greuther Fuerth 2012/13
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