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„Klosterer“ erklimmen den Hallen-Olymp

SV Seligenporten ist neuer bayerischer Meister — 4:0-Sieg im Finale — Torjäger-Kanone für Rosinger - 30.01. 10:43 Uhr

NEUMARKT  - Der SV Seligenporten ist Bayerischer Hallenmeister 2012. Vor 1200 Zuschauern setzte sich der Bayernligist im Finale in Nördlingen mit 4:0 gegen den FC Unterföhrung durch.

Erstmals sicherte sich der SV Seligenporten den Titel eines bayerischen Hallenmeisters.
Erstmals sicherte sich der SV Seligenporten den Titel eines bayerischen Hallenmeisters.
Foto: BFV
Erstmals sicherte sich der SV Seligenporten den Titel eines bayerischen Hallenmeisters.
Erstmals sicherte sich der SV Seligenporten den Titel eines bayerischen Hallenmeisters.
Foto: BFV

So schnell wie Trainer Karsten Wettberg war keiner seiner Spieler. Mit dem Schlusspfiff riss der 70-Jährige die Arme in die Höhe und jubelte über den Finalsieg. „Ich bin stolz über diesen Titel und freue mich wirklich. Wir haben im Finale eine beeindruckende Leistung gezeigt“, sagte der 70-jährige SVS-Coach.

Mann des Finales war Stefan Köck. Der defensive Mittelfeldspieler schoss drei der vier Tore, eines erzielte er geradezu „brasilianisch“ mit der Hacke. „Er mag nicht die Spritzigkeit und Wendefähigkeiten von kleineren und agileren Spielern haben“, sagt sein Trainer., „aber er verfügt über eine feine Technik und das hat er im Finale eindrucksvoll bewiesen.“ Den vierten Treffer erzielte Dominik Pöllet.



Zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte schoss sich der SV Seligenporten zum Bayerntitel in der Halle und auch in der Titelsammlung von Trainer Karsten Wettberg fehlte dieser Titel bislang. Entsprechend motiviert ging der Trainer an die Aufgabe ran. „Man hat in der Kabine schon gespürt, dass der Trainer hier etwas holen will. Aber auch wir Spieler waren heiß darauf, den Titel zu holen“, sagte Michael Brandl. Zusammen mit Fabian Dietz hatte Brandl bereits 2008 mit dem ASV Neumarkt die Bayerischen Hallenmeisterschaft gewonnen. „Es ist ein einmaliges Erlebnis und im Vergleich zu 2008, als wir im Finale erst im Elfmeterschießen gewonnen haben, war die Sache diesmal viel souveräner.“

Brandl stellte dabei auch seinen Mannschaftskollegen Bernd Rosinger heraus. Der Stürmer wurde mit sechs Treffern – wieder einmal – erfolgreichster Torschütze des Turniers. „Mit ihm vorne drin ist das schon sehr einfach. Er nutzt jede Gelegenheit und sucht sofort den Abschluss.“

Kurios wurde das Turnier in der Hermann-Keßler-Halle nach der Vorrunde. Denn der SV Seligenporten und sein späterer Finalgegner, der FC Unterföhring, waren in der Gruppenphase bereits aufeinander getroffen und hatten sich dort mit 2:2 getrennt. Nach Abschluss der Gruppenphase waren beide Mannschaften punktgleich bei identischem Torverhältnis. Somit musste extra ein Siebenmeterschießen ausgetragen werden, um den Gruppensieger zu ermitteln. Hier setzte sich noch der FC Unterföhring mit 8:7 durch.

Insgesamt war es ein faires Turnier. „Das lag auch an den Schiedsrichtern, die eine sehr gute und konstante Leistung zeigten“, sagte Wettberg. Nach dem Titelgewinn aber gilt jetzt der Fokus der Vorbereitung. „Wir haben uns mit dem Turniersieg sicher Selbstbewusstsein geholt, jetzt aber ist volle Konzentration auf die Vorbereitung und die Liga geboten.“

Das Vorbereitungsprogramm sieht weiteres Grundlagen- und Ausdauertraining für die kommende Woche vor. Dabei wird der SV Seligenporten auch zweimal beim TSV Ochenbruck auf dessen neuem Kunstrasenplatz trainieren.

Die Ergebnisse der bayerischen Meisterschaft im Hallenfußball 2012 in der Hermann-Keßler-Halle in Nördlingen:

Gruppe A: TSV Nördlingen – SV Seligenporten 1:3, SV Memmelsdorf – FC Unterföhring 2:3, Memmelsdorf – Nördlingen 1:0, Unterföhring – Seligenporten 2:2, Nördlingen – Unterföhring 0:3, Seligenporten – Memmelsdorf 3:1; Siebenmeterschießen um den Gruppensieg: Unterföhring – Seligenporten 8:7.

Tabelle: 1. FC Unterföhring 8:4 Tore, 7 Punkte, 2. SV Seligenporten 8:4, 7, 3. SV Memmelsdorf 4:7, 3, 4. TSV Nördlingen 1:7, 0.

Gruppe B: FC Augsburg II – TSV Waldkirchen 3:1, SV Alemannia Haibach – DJK-SB Amberg 6:1, Haibach – Augsburg 3:2, Amberg – Waldkirchen 1:6, Augsburg – Amberg 6:0, Waldkirchen – Haibach 3:3.

Tabelle: 1. SV Alemannia Haibach 12:6 Tore, 7 Punkte, 2. FC Augsburg II 11:4, 6, 3. 3. TSV Waldkirchen 10:7, 4, 4. DJK-SB Amberg 2:18, 0.

Halbfinale: FC Unterföhring – FC Augsburg II 5:1, SV Alemannia Haibach – SV Seligenporten 1:3.

Finale: FC Unterföhring – SV Seligenporten 0:4.

Die Torschützen in den Spielen des SV Seligenporten:

Vorrunde: TSV Nördlingen – SVS 1:3 – Tore: 1:0 Sebald (1.), 1:1 Michael Brandl (3.), 1:2/1:3 Bernd Rosinger (11.).

FC Unterföhring – SVS 2:2 – Tore: 0:1 Bernd Rosinger (1.), 1:1 Lechthaler (4.), 2:1 Ok (8.), 2:2 Bernd Rosinger (13.).

SVS – SV Memmelsdorf 3:1 – Tore: 1:0 Dominik Räder (2.), 1:1 Haderlein (9.), 2:1 Marco Wiedmann (11.), 3:1 Fabian Schäll (14.).

Halbfinale: Alemannia Haibach – SVS 1:3 (0:0) – Tore: 0:1 Fabian Schäll (12.), 0:2 Bernd Rosinger (13.), 1:2 Bolze (15.), 1:3 Bernd Rosinger (17.).

Finale: FC Unterföhring – SVS 0:4 (0:1) – Tore: 0:1 Stefan Köck (5.), 0:2 Dominik Pöllet (11.), 0:3 Stefan Köck (12.), 0:4 Stefan Köck (19.).

Die besten Torschützen: 1. Bernd Rosinger (Seligenporten) 6 Tore, 2. Efe Ok (Unterföhring) 5 Tore, 3. Sven Bolze (Haibach) 4 Tore, 4. Stefan Köck (Seligenporten), Pirmin Lechthaler (Unterföhring), Guliano Manno (Augsburg II) jeweisl 3 Tore.

Bester Torhüter: Igor Pintar (Unterföhring).

Zuschauer: 1200. 



mem

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