Lunz übernimmt in Bad Windsheim für Christ
Bezirksliga-Fußballer des FSV haben einen neuen Trainer – „Windsheimer Ur-Gestein“ hat viel vor
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31.01.2013 11:55 Uhr
BAD WINDSHEIM
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Bernd Lunz trainiert ab sofort die Bezirksliga-Fußballer des FSV Bad Windsheim. Er löst Hermann Christ ab, der sich am Dienstagabend von seiner Mannschaft verabschiedete. Der Wechsel kam für die Spieler überraschend. Der Vorstand und Christ hatten sich erst am Dienstag für diese Lösung entschieden.
Hermann Christ (rechts) beendet seine Traineraufgabe beim FSV Bad Windsheim. Unser Bild entstand in der Vorbereitungsphase für die Saison 2012/2013 im Juli vergangenen Jahres. Links im Bild ist Kapitän Stefan Blank zu sehen.
Foto: Katrin Müller (Archiv)
FSV-Vorsitzender Horst Allraun hatte Christ am Dienstag mitgeteilt, „dass wir ab Juli mit einem neuen Trainer planen“. Auf die Frage, wieso diese Entscheidung gefallen ist, obwohl der Verein mit 26 Punkten auf dem zehnten Platz der Liga eigentlich gut dasteht, sagt Allraun, dass es in dieser guten Ausgangslage leichter sei, eine solche Entscheidung zu treffen. „Wir sind jetzt der Überzeugung, dass es richtig ist, etwas Neues auszuprobieren“, sagt Allraun. Nach fünf Jahren sei es an der Zeit einen Wechsel vorzunehmen. Christ hatte zunächst die Zweite Mannschaft trainiert und nach dem Weggang von Herbert Heidenreich vor zweieinhalb Jahren die Erste übernommen.
Noch kein Angebot
Nachdem Allraun Christ die Entscheidung des Vereins mitgeteilt hatte, beschloss Christ, die Mannschaft sofort an Bernd Lunz zu übergeben. Lunz kenne das Team zwar bereits, aber so habe er noch mehr Zeit, sich auf die Spieler einzulassen. Es sei ein ganz normaler Prozess, dass sich Mannschaften von ihrem Trainer trennen, sagte Christ. Er gehe im Guten und habe beim Verein viele Freunde gewonnen, die auch seine Freunde bleiben werden. „Ich habe immer ein gutes Verhältnis zur Mannschaft gehabt. Sie soll jetzt im Kopf frei sein und sich auf den neuen Trainer einlassen können. Wo Türen zugeschlagen werden, gehen neue auf. Den Trainer Hermann Christ wird es weiter geben.“ Ein Angebot von einem anderen Verein hat Christ noch nicht, er will jetzt erst einmal alles ruhig angehen.
„Mein größter Wunsch ist es, dass die Mannschaft in der Liga bleibt – und das schafft sie“, sagt Christ. Dieses Ziel hat natürlich auch Bernd Lunz, der bis Herbst 2012 den Kreisklassisten Weigenheim trainiert hat. Für ihn ist es als Windsheimer „eine Herzensangelegenheit“, den FSV zu coachen. Auch Horst Allraun freut sich, ein „Windsheimer Ur-Gestein“ ins Boot geholt zu haben.
Bereits im vergangenen Jahr habe es eine „lose Anfrage“ des Vereins gegeben, erzählt Lunz und er habe sich darüber gefreut. Gern hätte er zwar noch etwas Auszeit gehabt, für ihn sei es aber „kein Weltuntergang“, sofort zu übernehmen. „Ich freue mich auf die Arbeit und will erst einmal Kontinuität in die Mannschaft bringen.“ Seinem Vorgänger attestiert der 51-Jährige gute Arbeit. „Im sportlichen Bereich kann man Hermann Christ nichts nachsagen. Ich kann nur den Hut ziehen.“ Bernd Lunz will „eine stabile Mannschaft formen, die in der Bezirksliga weiter vorhanden sein dürfte“.
Bis April hat er sich auch für das Training neue Ziele gesetzt. „Die Basis ist Fitness und da müssen wir was machen.“ Auch für die neue Saison hat sich der neue Coach schon seine Gedanken gemacht. Neue Spieler hat er im Auge, welche das sein werden, das verrät er noch nicht. „Ich habe meine Kontakte schon spielen lassen. Eine Auffrischung für den Sommer schadet nicht.“ Bernd Lunz startete seine Karriere beim FSV. Er durchlief alle Jugendmannschaften und spielte bis 1987 in Bad Windsheim. Mit dem FSV spielte er Bezirksliga, Landesliga und kämpfte in der Relegation mit um den Aufstieg in die Bayernliga, den der FSV verpasste.
Danach spielte er zunächst bei der Spielvereinigung Fürth in der Bayernliga und dann in Vestenbergsgreuth in der Regionalliga, bevor er als Trainer anfing. Mit Diespeck spielte er Bezirksliga, mit Sugenheim Kreisklasse und mit Weigenheim zunächst Kreisliga, dann -klasse. Lunz hat daher schon viele Erfahrungen gesammelt, die er nun dem Windsheimer Kader weitergeben möchte.