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Etwa 1000 bis 2000 Mitglieder seien nötig, um die Überlebensfähigkeit eines Vereins zu gewährleisten. „Die kleinen Vereine werden es sehr schwer haben“, prognostiziert Bach. Er geht davon aus, dass es künftig deutlich mehr Vereinsfusionen geben wird. Abgesehen von den Profiklubs dürfte es in einigen Jahren nur noch vier oder fünf Vereinen gelingen, eine durchgehende Jugendabteilung von den Kleinsten bis zur ersten Mannschaft zu stellen.
„Wir sind mit 1000 Mitgliedern gerade an der Grenze“, bilanziert Bach. Daher müsse die SG 83 auf die sich wandelnden Rahmenbedingungen reagieren und sich für die Zukunft formieren. Als „Verein im Verein“, der sich von den zahlreichen übrigen Abteilungen der Sportgemeinschaft weitgehend unabhängig finanziert, verfügt die Fußballabteilung der „83er“ derzeit über 500 Mitglieder, wobei sie die Talsohle von einst lediglich 450 Fußballern bereits überwunden hat.
Um für die Zukunft gerüstet zu sein, möchten die SG-Verantwortlichen die bestehenden Angebote deutlich erweitern. „Wir wollen die Fußballabteilung auf 800 Mitglieder ausbauen“, formuliert Thomas Bach das ehrgeizige Ziel seines Klubs. Vor allem im Bereich Frauen- und Mädchenfußball sieht der Abteilungsleiter und zweite Vorsitzende große Zuwachsmöglichkeiten. So will die SG im Sommer neben ihrem Kreisligateam eine zweite Frauenmannschaft anmelden und eine weibliche „U17“ an den Start schicken.
In vier Jahren sollen insgesamt fünf Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen und junge Mädchen ab der D-Jugend die verschiedenen Altersklassen durchlaufen. Ein Schwerpunkt kommt dabei der Ausbildung der Nachwuchsspielerinnen im Kleinfeldbereich zu. Die Aufgabe besteht laut Bach folglich nicht nur darin, größere Zuwächse zu generieren, sondern die SG 83 zu einem der besten Vereine im Bereich Nürnberg-Fürth zu entwickeln. Dabei setzt der Verein nicht nur auf eine gute Ausbildung der Spieler, sondern auch weiterhin der eigenen Trainer.
Neben dem verstärkten Ausbau der Frauenfußballabteilung feilt die SG 83 derzeit an einem Konzept, eine eigene Fußballschule zu integrieren. Erste Schritte seien bereits unternommen worden, versichert Bach. Konkrete Ergebnisse könne der Verein jedoch erst im Sommer vorweisen.
Wohin der Weg für die männliche Bezirksligamannschaft führen soll, ist Bach klar: „In zwei, drei Jahren wollen wir wieder in die Landesliga – vorausgesetzt, dass sich die Landesliga so entwickelt, wie wir es erwarten.“ Während die Integration der A-Junioren in die erste Mannschaft – jährlich sind es etwa fünf bis acht Spieler – weiterhin oberste Priorität genießt, „wollen wir die SG 83 auch für ehrgeizige Spieler anderer Vereine interessanter machen“, erläutert Bach.
Die Weichen für die nähere Zukunft sind bereits gestellt. So gab der zweite Abteilungsleiter Stefan Johannsen bekannt, mit Trainer Detlef Lorenz auch in die neue Saison zu gehen. „Wir haben in diesem halben Jahr gemerkt, dass wir auf einer Wellenlänge liegen.“ Gleichzeitig band die SG-Führung auch den Coach der „Zweiten“, Hans Hendel, für eine weitere Spielzeit.
„Wir sind mit der Arbeit der beiden Trainer so zufrieden, dass wir schon jetzt mit ihnen verlängert haben“, erklärt Johannsen. Detlef Lorenz hatten die „83er“ bereits zu seiner Zeit als Süder Jugendcoach im Auge. Als Lorenz im Februar als Trainer der ersten Süder Mannschaft entlassen wurde, ließen sich die Verantwortlichen der Sportgemeinschaft nicht lange bitten und erzielten eine schnelle Einigung.
Neben den Vertragsverlängerungen der beiden Trainer vermeldete der Sportliche Leiter Thomas Streng namhafte Verstärkungen für den Spielerkader: Mit Sven Hendel, dem Sohn des Kreisklassentrainers, kehrt von Dergahspor ein alter Bekannter an die Stadtgrenze zurück. „Er ist ein alter SG-ler, hat hochklassig gespielt und ist Gold wert für uns“, freut sich Lorenz auf den landesligaerfahrenen Abwehrrecken.
„Marcel Vallejo kenne ich seit Jahren und hatte früher schon versucht, ihn nach Süd zu holen. Er hat das Potenzial, die Etablierten zu verdrängen.“ Neben dem 19-jährigen Mittelfeldakteur Vallejo soll der 20-jährige André Wiener für mehr Durchschlagskraft in der Offensive sorgen. Als Dritter im Bunde wechselt auch Abwehrspieler Christopher Weiss vom TSV Johannis 83 an die Stadtgrenze.
Darüber hinaus streifen künftig Fabian Mohr (Croatia Mainz), Mustafa Coutouzoglou (FC Stein) und Michelle Aloia (TV Glaishammer) das Trikot der SG 83 über. „Nach acht Abgängen und sieben Neuzugängen haben wir aktuell 41 Spieler“, erklärt Streng: „Damit haben wir das Soll erfüllt, um in der restlichen Saison durchzukommen.“ Die Abgänge heißen Man-Hien Nguyen, Aleksandar Novakovic, Recep Sen, Hasin Abas, Marco Marciano (alle Ziel unbekannt), Moritz Nieszery (TSV 1861 Zirndorf), Denis Tomic (ASV Buchenbühl) und Blerim Destani (SC Großschwarzenlohe).
Mo. 14.05.12