Niederndorf „nervt“
ASV gewinnt zwei Siebenmeterschießen und den Titel
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29.01. 20:47 Uhr
HERZOGENAURACH
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Nichts wurde aus der geplanten dritten Stadtmeisterschaft in Folge für die Fußballer des 1.FC Herzogenaurach. Denn im Endspiel mussten sie sich dem ASV Niederndorf nach Siebenmeterschießen mit 6:8 geschlagen geben.
Auf dem Weg zum Titel: Der ASV Niederndorf (in blauen Trikots) überraschte Uwe Sill (Mitte) und seinen 1.FC Herzogenaurach, der eine 3:1-Führung im Finale noch vergab.
Foto: Horst Linke
Auf dem Weg zum Titel: Der ASV Niederndorf (in blauen Trikots) überraschte Uwe Sill (Mitte) und seinen 1.FC Herzogenaurach, der eine 3:1-Führung im Finale noch vergab.
Friedrich Witte, der langjährige frühere Präsident des 1.FCH, hatte schon vor dem Endspiel die Vorahnung, dass es gegen den Vorortverein schief gehen könnte. Lieber wären ihm als Endspielgegner „Die Pumas“ gewesen. Und er sollte am Ende Recht behalten.
Die FCler hatten zwar in zwei Vorrundenspielen und dem Halbfinale ungeschlagen alle drei Partien souverän gewonnen. Dass man dann ausgerechnet im Endspiel nach einer 3:1-Führung noch zwei Gegentreffer kassierte und Ex-ASVler Eric Stübing im entscheidenden Sieben-Meter-Schießen Nerven zeigte und an Keeper Marco Mood scheiterte, darf man unter die Rubrik „dumm gelaufen“ ablegen.
„Nordstern“ guter Gastgeber
Der SC Nord musste sich zwar am Ende des Hallenspektakels mit dem letzten Platz begnügen, doch organisatorisch hatte sich die Truppe von Marcus Heydt die Note hervorragend verdient. Vier Damen hinter den Tresen sorgten nämlich für beste Verpflegung und Getränke zu einem zivilen Preis. Alexander Winkler und Vater Albert Winkler an der Kasse freuten sich über gut 200 zahlende Zuschauer - Frauen hatten freien Eintritt.
Die Unparteiischen Albin Bauer und Arvo Rösch hatten wenig Mühe mit den fair geführten Partien, so dass am Ende des Hallenturniers trotz mancher nicht spielerisch überzeugend geführter Partien alle zufrieden sein konnten, zumal es zu keiner nennenswerten Verletzung kam.
In den Vorrundenspielen, sollte sich der 1.FC Herzogenaurach als Titelverteidiger in der „Hammergruppe“ ohne Mühe gegen die Mitkonkurrenten Hammerbach (4:1) und Niederndorf (2:0) durchsetzen. Da man sich im Halbfinale gegen den ASV Herzogenaurach mit einem 2:0 ebenfalls problemlos aus der Affäre zog, waren sich die „Experten“ einig, dass es wohl zum Hattrick reichen würde.
Wesentlich schwieriger sollte das Erreichen des Finales für den ASV Niederndorf werden, der sich nach Niederlagen gegen die Pumas und einem knappen 1:0-Erfolg über Hammerbach auf den zweiten Tabellenplatz der Gruppe 1 wiederfand.
In der schwächer besetzten Gruppe 2 ließen „Die Pumas“ als amtierender Freizeithallenmeister nach zwei Erfolgen (3:0 gegen den SC Nord und 3:2 gegen des ASV Herzogenaurach) etwas überraschend beide Vereinsteams hinter sich, wohingegen sich der „Nordstern“ mit dem letzten Platz zufrieden geben musste.
Die Zuschauer sahen dann ein überaus spannende zweites Halbfinale zwischen den „Pumas“ und dem ASV Niederndorf. das nach Ende der zwei Mal acht Minuten mit einem 3:3-Unentschieden endete. Im notwendig gewordenen Siebenmeterschießen zeigten sich die Niederndorfer als das abgezocktere und treffsicherere Team, für das Spielertrainer Costa Büle den entscheidenden Treffer zum 9:8 für seine Mannschaft erzielte.
Die FCH-Mannschaft von Rudi Litz war also gewarnt vor den Niederndorfern, die sich nach mäßigen Leistungen in der Vorrunde immer mehr gesteigert hatte. Im Finale ließ sich der Kreisklassist auch nach einem 1:3-Rückstand nicht hängen. Kurz vor Schluss gelang durch einen Doppelschlag von André Rockwell und Angelo Büle der Ausgleich, so dass ein Siebenmeterschießen entscheiden musste. Zum zweiten Mal an diesem Tag hatten die Niederndorfer hier die besseren Nerven.