Schlendrian ist fehl am Platze
In der Fußball-Bezirksliga 2 gibt es nur schwere Aufgaben
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04.08.2012 09:00 Uhr
SCHWABACH
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Kein Spieltag in der Fußball-Bezirksliga 2 ohne echten Aufreger. Auch die dritte Runde hatte ihr Nachbarschaftsduell mit dem Kornburger Gastspiel am Freitagabend in Büchenbach (0:3).
In welche Richtung führt der Weg? Spitzengruppe oder Abstiegskampf? Sekt oder Selters? FV Wendelstein und SC Großschwarzenlohe haben nach ihren Auftaktsiegen zuletzt doch etwas Lehrgeld zahlen müssen. Die Niederlagen sind längst abgehakt, die Blicke wieder nach vorne gerichtet. Der SCG hat am Sonntag, 15 Uhr, die hohe Hürde beim Tabellenführer SV Ornbau vor der Brust. Die Wendelsteiner empfangen bereits heute, Samstag, 16 Uhr, einen FV Uffenheim, der noch ohne Punkt dasteht.
Doch das ist für FV-Trainer Enzo Penna nicht so wichtig: „Egal, gegen wen es geht, wir müssen unsere Leistung abrufen! Ich erwarte eine Wiedergutmachung.“ Für die 0:5-Pleite vor einer Woche hat Penna längst eine Erklärung: „Gegen Kornburg waren meine Spieler motiviert; vor dem Spiel in Bad Windsheim war die mentale Vorbereitung nicht optimal.“ Die Konsequenz war logisch, die Niederlage nicht abzuwenden. Weil Daniel Tempcke immer noch verletzt ist, wird im Heimspiel gegen Uffenheim bis auf Keeper Johannes Tschinkl (in Urlaub) die Elf spielen, die für die Niederlage in Bad Windsheim verantwortlich gewesen ist. Zeit also, ein weiteres positives Zeichen zu setzen.
Zurück auf die Bank
„Alles im grünen Bereich“ in Großschwarzenlohe, trotz der 3:5-Heimniederlage gegen Solnhofen. Trainer Herbert Schötterl konnte seiner Mannschaft spielerisch und vor allem taktisch keine Vorwürfe machen. Individuelle Fehler hätten den Gästesieg begünstigt, so sein Resümee. Diese seien inzwischen besprochen, und so gilt dem SV Ornbau die vollste Konzentration. „Natürlich müssen wir kompakt stehen, dürfen dem Gegner nicht sein Konterspiel aufziehen lassen“, so der Trainer, dennoch werde er von der taktischen Grundausrichtung, mit zwei Stürmern zu agieren, nicht abweichen. Eine Veränderung gegenüber dem Solnhofener Spiel wird es dennoch geben. Stephan Köhler wird für den verletzten Steffen Hefele das SCG-Tor hüten. Coach Herbert Schötterl, der 57-jährige „Elfmetertöter“ beim Pokalspiel in Dittenheim am vergangenen Mittwoch, wird also wieder auf der Trainerbank Platz nehmen.
Wie schwer der SV Ornbau zu spielen ist, davon kann man beim Neuling 1. FC Schwand ein Liedlein singen. Obwohl über weite Strecken sehr gut unterwegs, fand die Elf von Spielertrainer Pascal Kachrimanidis kein Mittel gegen das effektive Konterspiel des Tabellenführers. Schwand indes taumelte in einen Saisonstart, den man eigentlich hätte vermeiden wollen. Nach zwei Spielen noch ohne Zähler und mit 3:8 Toren als zusätzliche Hypothek, reisen die Schwander heute zum ESV Ansbach-Eyb (16 Uhr). Hinzu kommt, dass die Verletztenliste einfach nicht abreißen will. So zog sich Paolo Valentini wieder eine Zerrung zu, sein Einsatz ist fraglich. Gegen Ornbau verletzte sich Mathias Eckstein und wird vermutlich länger ausfallen. Auch Oliver Muschalik war in dieser Woche nicht im Training. Ivan Schmidt, Torschütze zum 2:4 am vergangenen Wochenende, befindet sich im Urlaub. Keine positiven Nachrichten vor dem Gastspiel bei den Eybern, die ihrerseits mit zwei Siegen optimal aus den Startlöchern gekommen sind.
Wesentlich besser als der 1. FC Schwand ist ein anderer Neuling in der Bezirksliga auf Touren gekommen. Die SpVgg Roth ist nach zwei Spieltagen noch ohne Niederlage, hat gegen den TSV Berching (3:1) und beim SC Aufkirchen (2:2) insgesamt vier Zähler eingefahren. Eine bemerkenswerte Bilanz, zumal gegen Teams erzielt, die beileibe nicht zur Laufkundschaft in dieser Spielklasse zählen. So kann Trainer Wolfgang Ihlow dem Aufsteigerduell bei den Sportfreunden Dinkelsbühl am Sonntag, 15 Uhr, eigentlich ganz gelassen entgegen schauen. Wäre da nicht das Pokal-Aus unter der Woche in Veitsaurach gewesen (0:2). Ein Ergebnis, das zwar überraschte, das den Trainer aber nicht aus der Bahn wirft: „So können wir uns eben auf die Aufgaben in der Bezirksliga konzentrieren.“ Die sind schwer genug. In Dinkelsbühl wird die „Spieli“ auf einen Gegner treffen, der ebenfalls schon vier Punkte auf seinem Konto hat. Beim 1:1 vor einer Woche in Büchenbach haben die Sportfreunde einen äußerst starken Eindruck hinterlassen. Dies bestätigte auch Büchenbachs Trainer Herbert Heidenreich: „Für uns ein glücklicher Punktgewinn.“