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Schwander Derbysieg nach doppeltem Trainerwechsel

Harry Gerstner hat in Schwand übernommen, Harry Hassler beim SC Großschwarzenlohe - 03.10.2012 18:25 Uhr

SCHWAND  - Ein Spiel unter kuriosen Voraussetzungen lieferten sich am Feiertag der FC Schwand und der SC Großschwarzenlohe in der Bezirksliga 2. Beide Kontrahenten hatten vor dem Derby ihre Trainer gewechselt. Diese Maßnahme fruchtete kurzfristig bei den Schwandern, mit 3:0 (2:0) gewann die Elf unter der erstmaligen Regie von Harald Gerstner.

Mit 3:0 gewann der FC Schwand (in schwarz) am Mittwoch das Derby gegen den SC Großschwarzenlohe.
Mit 3:0 gewann der FC Schwand (in schwarz) am Mittwoch das Derby gegen den SC Großschwarzenlohe.
Foto: Jainta
Mit 3:0 gewann der FC Schwand (in schwarz) am Mittwoch das Derby gegen den SC Großschwarzenlohe.
Mit 3:0 gewann der FC Schwand (in schwarz) am Mittwoch das Derby gegen den SC Großschwarzenlohe.
Foto: Jainta

Manche der rund 130 Zuschauer schauten doch etwas verdutzt drein, als sie das Schwander Sportgelände betraten. Beide Mannschaften hatten einen anderen „Chef“ als noch am vergangenen Wochenende an der Seitenlinie stehen. Bei der Heimelf trug erstmals Harry Gerstner die Verantwortung, nach der 0:2-Niederlage im Aufsteigerduell gegen die Sportfreunde aus Dinkelsbühl und dem damit verbundenen Absturz auf den letzten Tabellenplatz zogen die Schwander die Reißleine und trennten sich von Spielertrainer Pascal Kachrimanidis, der dieses Amt erst vor der Saison als ehemaliger Spieler übernommen hatte. „Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen, Pascal ist ein super Typ und hat sich nichts zu Schulden kommen lassen. Aber es ist einfach nicht gelaufen und wir mussten ja etwas unternehmen“, entschuldigte sich Schwands Abteilungsleiter Christian Kuchenbecker beinahe schon für diese Entscheidung.


Harry Gerstner soll den FC Schwand zum Klassenerhalt führen.
Harry Gerstner soll den FC Schwand zum Klassenerhalt führen.
Foto: Jainta
Harry Gerstner soll den FC Schwand zum Klassenerhalt führen.
Harry Gerstner soll den FC Schwand zum Klassenerhalt führen.
Foto: Jainta

Ob Kachrimanidis dem Verein als Spieler weiter zur Verfügung steht, ist noch offen, dagegen hätten sie beim FC nichts. „Da lassen wir jetzt mal etwas Zeit ins Land gehen“, meint Kuchenbecker. Mit Harry Gerstner, der nur wenige Kilometer weiter in Rednitzhembach wohnt und bis zum Sommer beim SV 73 Süd tätig war, soll nun ein erfahrener Mann die Schwander zum Klassenerhalt führen. „Versprechen kann ich natürlich nichts, aber ich denke die Mannschaft ist besser, als sie dasteht“, gab sich Gerstner vor dem Derby zuversichtlich.

Phasenweise untermauerten Duraku und Co. diese Aussage in den 90 Minuten darauf auch, wenngleich der SC Großschwarzenlohe sicherlich nicht seinen besten Tag erwischte. Auf den neuen Trainer des SCG wartet jedenfalls einiges an Arbeit. Der wiederum heißt seit Dienstagabend nämlich nicht mehr Herbert Schötterl, wie Schwand entschieden sich auch die Verantwortlichen beim Nachbarn angesichts der Abstiegsgefahr zu einem Wechsel auf der Kommandobrücke. Der Nachfolger von Schötterl, der in der Endphase der vergangenen Spielzeit Frank Ulbricht ablöste, ist dabei ein alter Bekannter: SCG-„Urgestein“ Harry Hassler soll die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur bringen.


"Nix verlernt": Harry Hassler hat beim SCG das Kommando übenommen.
"Nix verlernt": Harry Hassler hat beim SCG das Kommando übenommen.
Foto: Jainta
"Nix verlernt": Harry Hassler hat beim SCG das Kommando übenommen.
"Nix verlernt": Harry Hassler hat beim SCG das Kommando übenommen.
Foto: Jainta

„Erstmal bis zur Winterpause“, habe er das Amt übernommen, so Hassler, darüber hinaus sei noch nichts geklärt. Bislang war der langjährige Leistungsträger der ersten Mannschaft für die „Reserve“ verantwortlich, wie es mit dem Kreisklassen-Team weitergehen soll, konnte Hassler noch nicht sagen.

Seinen Auftakt hatte sich Hassler derweil sicher anders vorgestellt. Anfangs spielte sich das Geschehen zwar auf Augenhöhe ab, nach einer halben Stunde bogen die Hausherren aber auf die Siegerstraße ein. Oliver Muschalik brachte seine Elf in Front (nachdem das Schiedsrichtergespann eine Abseitsstellung des Torschützen wieder zurückgenommen hatte), Kapitän Besmir Duraku erhöhte mit einem Abstauber nach einem herrlichen Muschalik-Schuss ans Lattenkreuz auf 2:0. Fast im Gegenzug scheiterten die Gäste nach einer Ecke und einem Gewühl im Strafraum viermal binnen weniger Sekunden an einem Schwander Abwehrbein auf der Torlinie.

 

Mit dem 3:0 durch Martin Kirbach (66.) war die Messe dann mehr oder weniger gelesen, auch wenn der SCG noch die ein oder andere Chance zum Anschlusstreffer hatte.

Schwand: B. Schote, Sporer, Muschalik, Pritschet, C. Schote (83. Meyer), Kirbach, Mittermeier (88. Schmidt), Duraku, Gerber, Valentini, Kraft (74. Stark)

Bilderstrecke zum Thema
Beide Mannschaften traten zum Nachbarschaftsduell mit neuem Trainer an - 130 Zuschauer verfolgten das Spiel, Schwand ging als Sieger vom Platz.

Großschwarzenlohe: Hefele, Freller (75. Müller), Großberger, Lechner, Klos (79. Stromberger), Kohout, Taft (46. Sergi), Vitale, Pistori, Haffner, Kiefer

Tore: 1:0 Muschalik (32.), 2:0 Duraku (35.), 3:0 Kirbach (66.) / SR: Krauss (SC Feucht) / Zuschauer: 130. 

Mathias Hochreuther


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