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Am Dienstagvormittag meldete sich ein geknickter Spielleiter Rainer Zanger und teilte mit, dass die zweite Mannschaft der Süder – ebenso wie zuvor schon der SV 73 Süd IV und III – nun Geschichte ist. „Mit Feierabendfußballern, die kein Trainingsinteresse zeigen, kann man nicht in einer Kreisliga spielen“, so Zanger. Der Beweis sei am Sonntag erfolgt, als sich die Reserve aus der Werderau eine 0:11-Klatsche gegen die DJK Eibach eingefangen hatte. Am ersten Spieltag setzte es bereits ein 1:6 gegen Raitersaich (am zweiten Spieltag waren die Nürnberger spielfrei). Die Gründe für den Niedergang aus ihrer Sicht liefern die Verantwortlichen der Fußballabteilung gleich mit.
„Nach dem Weggang einer kompletten und funktionierenden Süder U 23 Mannschaft, verursacht durch den vom Vorstand eingesetzten Sportdirektor Giovanni Selce (dessen Tätigkeit als Trainer der Bezirksligamannschaft nach dem zweiten Spieltag endete, d. Red.), wollte man durch den Einsatz der bereits vorher schon zurückgezogenen Mannschaft der Azzurri diese Misere kaschieren“, steht in einer Pressemitteilung, die weiter harten Tobak liefert, von einem „Scherbenhaufen“ ist darin weiterhin die Rede.
Wer nun tatsächlich die Schuld am Auseinanderbrechen der zweiten Mannschaft trägt, lässt sich als Außenstehender wohl nur schwer und vor allem nicht endgültig beurteilen. Jedenfalls lässt die Situation den Schluss zu, dass vereinsintern einiges im Argen liegt beim einstigen Landesligisten, der aufgrund seiner ausgezeichneten Jugendarbeit einmal einen hervorragenden Ruf in der heimischen Amateurfußballszene besaß.
Der Hinweis auf den 14. September, den Tag der Mitgliederversammlung der Fußballabteilung samt Neuwahlen, lässt zudem unschwer vermuten, dass einiges an Diskussionsbedarf besteht beim SV 73 Süd. Unabhängig von diesem Termin steht der Verein vor einer ungewissen Zukunft. Denn ein Rückzug einer zweiten Mannschaft – die zudem in der Kreisliga spielte und nun als erster Absteiger feststeht – hat bislang noch bei den meisten Vereinen schwerwiegende Folgen hinterlassen. Und zwar für einen stabilen Unterbau, ohne den eine seriöse Vereinsarbeit nur in den wenigsten Fällen gelingt.
Inzwischen hat auch Dieter Rebel mit einer persönlichen Stellungnahme reagiert. Den genauen Wortlaut lesen Sie hier.
Mo. 13.05.13
Do. 23.05.13
Do. 23.05.13
Di. 21.05.13
Di. 21.05.13