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Titel Nummer 47 für die Trainer-Legende

Karsten Wettberg und der SV Seligenporten sind zum ersten Mal Bayerischer Meister im Hallenfußball - 30.01. 10:40 Uhr

NÖRDLINGEN  - Quelle Fürth 1990, die SpVgg Fürth 1992, Vestenbergsgreuth 1994, Vach 2000, der ASV Neumarkt 2008 — und Seligenporten 2012. Zum sechsten Mal ist ein Verein aus dem Fußball-Bezirk Mittelfranken Bayerischer Hallenmeister geworden.

Die Beste von über 2000 Hallen-Mannschaften in Bayern — darauf kann man stolz sein beim SV Seligenporten.
Die Beste von über 2000 Hallen-Mannschaften in Bayern — darauf kann man stolz sein beim SV Seligenporten.
Foto: BFV
Die Beste von über 2000 Hallen-Mannschaften in Bayern — darauf kann man stolz sein beim SV Seligenporten.
Die Beste von über 2000 Hallen-Mannschaften in Bayern — darauf kann man stolz sein beim SV Seligenporten.
Foto: BFV

Vor ein paar Wochen erst ist Karsten Wettberg 70 Jahre alt geworden. Ein Leben für den Fußball. Seitdem er sprechen und vor allem laufen kann, liebt er das Spiel. Und sammelte später Pokale wie andere Briefmarken. 46 Titel, rechnete Wettberg neulich vor, habe er in seiner Karriere geholt und ist damit auch offiziell Deutschlands erfolgreichster Amateurtrainer.

Seit Samstag und Nummer 47 ist der „König von Giesing“ noch ein bisschen legendärer; mit Bayernligist SV Seligenporten gewann er in Nördlingen souverän die Bayerische Hallenmeisterschaft und 1500 Euro Preisgeld. Die Trophäe war ihm wichtiger, sie hatte Wettberg noch gefehlt in seiner Sammlung. Und vielleicht freute er sich deswegen, als sei sein Verein soeben in die Bundesliga aufgestiegen.



4:0 ging das Finale aus, eine klare Sache also für den Vertreter aus dem Fußball-Bezirk Mittelfranken. Unterföhring hatte keine Chance. „Wir hatten leider viele verletzte Spieler“, sagte der ehemalige Postoberamtsrat Wettberg später, „haben aber gezeigt, was mit großem Willen alles möglich ist.“ Wobei man nicht verschweigen sollte, dass Seligenporten klassenhöchster Teilnehmer war an der Endrunde. Und somit wohl auch mehr als ein Geheimtipp.

Dabei startete man erst mit Verspätung ins Turnier. Starke Schneefälle hatten die Anreise erschwert, ihr erstes Spiel musste nach hinten verschoben werden. Trotzden wurde relativ früh klar, dass Wettbergs Mannschaft kaum zu stoppen sein wird. 3:1 gegen Gastgeber Nördlingen, 2:2 gegen den späteren Endspielgegner Unterföhring, 3:1 gegen Memmelsdorf. Im Halbfinale (3:1) musste Titelverteidiger Haibach die Überlegenheit Seligenportens anerkennen, später Unterföhrung. Bernd Rosinger wurde mit sechs Treffern sogar Torschützenkönig.

Ein perfekter Samstag also für den SVS, der sich unterm Dach eigentlich nur fit halten und Spaß haben wollte. Priorität genießt die Freiluft-Saison. Seit einer Woche bereiten sich die „Klosterer“ wieder auf ihr großes

Ziel vor, den direkten Aufstieg in die Regionalliga Bayern. Dafür müssen sie mindestens Neunter werden, derzeit ist der SVS auf Rang fünf notiert, mit sechs Punkten Vorsprung auf den ominösen Strich. Sechs Zugänge hat man im Winter geholt, darunter mit Sebastian Ruhl einen gestandenen Abwehrspieler vom FC Ismaning.

Der jetzt auch Wettberg kennenlernen darf, Seligenporten ist seine 19. Trainerstation, sogar der 1. FC Nürnberg wollte ihn mal. „Hätte ich das gemacht, dann wäre ich meinen Pensionsanspruch auf einen Schlag losgewesen“, erklärte Wettberg später. In Fußballrente wird er vorerst nicht gehen; „stolz“ sei er auf seinen SVS, sagte er den Neumarkter Nachrichten, „ich freue mich wirklich“. Fast so wie beim ersten Mal. 



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