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Wie berichtet, befinden sich die Quelle-Kicker derzeit in finanzieller Schieflage und stehen kurz vor dem Aus. Deshalb zieht man unter Umständen einen Zusammenschluss mit dem ASV Zirndorf in Erwägung.
Frau Weimann-Sandig, wie beurteilen Sie die aktuelle Entwicklung?
Nina Weimann-Sandig: Die Fußballabteilung hat schon immer eine wichtige Rolle im TV 1860 gespielt, auch unter finanziellen Gesichtspunkten. Dabei ist sie auf Sponsoren angewiesen. Wenn die ersatzlos wegfallen, ist es nicht einfach, den Betrieb ohne Einschnitte aufrechtzuerhalten. Dass die Abteilung die, wie es der Name ja schon sagt, eigentlich ein „Produkt" der Förderung durch das Haus Quelle war, seit dem Ende von Quelle jedes Jahr aufs Neue den Etat mit spitzen Bleistift planen muss, ist bekannt. Überraschender und gleichzeitig auch traurig ist es da vielmehr, dass es gegenwärtig für die SG so schwierig ist, neue Sponsoren zu finden.
SG-Vize Gert Rosemann spricht davon, dass der TV 1860 der Abteilung entgegenkommen will, um den leistungsbezogenen Fußball zu erhalten. Wie soll das konkret aussehen?
Weimann-Sandig: Zunächst müssen wir eine Analyse vornehmen. Das muss nicht nur zwischen Hauptvorstand und Abteilungsvorstand der SG Quelle geschehen, sondern im Vereinsrat. Natürlich müssen auch alle Abteilungen darüber diskutieren, inwieweit es möglich ist, die Fußballabteilung zu unterstützen. Der TV Fürth 1860 besteht aus 22 Abteilungen und ist eine Solidargemeinschaft. Das bedeutet, dass man angeschlagenen Abteilungen helfen muss, dass die anderen Abteilungen aber mitentscheiden müssen, in welchem Umfang und unter welchen Bedingungen.
Was würde der Weggang der SG für den TV 1860 bedeuten?
Weimann-Sandig: Ein Weggang ist keinesfalls beschlossene Sache und wurde ausdrücklich niemals vom Hauptvorstand angesprochen. Dies ist ein Worst-Case-Szenario, das sich die Abteilungsleitung überlegt hat. Wir müssen in den nächsten Tagen aber ganz unterschiedliche Szenarien durchspielen. Sollte es dazu kommen, dass der Weggang die einzig tragbare Lösung darstellen sollte, würde dies das traurige Ende aller Anstrengungen der Abteilungsleitung nach der Quelle-Pleite bedeuten.
Der Vorstand müsste seine Zustimmung zum Wechsel geben. Würden Sie diese erteilen?
Weimann-Sandig: Selbstverständlich muss der Hauptvorstand formell einem Wechsel zustimmen, gleichzeitig habe ich es bisher immer so gehalten, dass Entscheidungen von sehr großer Tragweite mit dem Vereinsrat abgestimmt wurden. Eine Zustimmung würde sowohl von uns als auch vom Vereinsrat wohl nur erteilt werden, wenn es sich als die beste und letzte Option für alle Beteiligten darstellen sollte.
Setzen wir den schlimmsten Fall voraus. Würde es dann zukünftig keinen Fußball mehr im TV 1860 geben?
Weimann-Sandig: Fußball gehört wie Turnen und Leichtathletik zu jedem Großsportverein, es wird also auch weiterhin Fußball geben, zumal wir über sehr gute Plätze verfügen, die natürlich auch weiterhin rege genutzt werden sollen.
Müssten Sie im Falle eines Wechsels nicht mit dem Verlust zahlreicher Mitglieder rechnen?
Weimann-Sandig: Die Fußballabteilung zählt rund 400 Mitglieder, ein Großteil Kinder und Jugendliche. Wir glauben nicht, dass wir sehr viele Mitglieder verlieren würden, da wir mit dem Kunstrasen-, dem Sand- sowie dem Kleinfeldplatz ein fantastisches Gelände haben, um das uns manch anderer Verein beneidet.
Wie hoch schätzen Sie die Chance ein, die SG Quelle im TV 1860 zu erhalten?
Weimann-Sandig: Das kann ich momentan nicht sagen, hierfür sind zunächst Gespräche mit den Beteiligten zu führen. Ziel des Gesamtvereins ist ein Erhalt der Abteilung, wenn wir sicherstellen können, dass sich daraus keine Belastungen ergeben, die sich negativ auf die Gesamtsituation des Vereines auswirken. Dazu wird es in den nächsten Tagen eine Vielzahl von Sitzungen geben und dann sehen wir weiter.
Do. 16.05.13
Mi. 15.05.13
So. 12.05.13
Do. 16.05.13
Mi. 15.05.13
Mi. 15.05.13
Mi. 15.05.13
Fr. 17.05.13
Do. 16.05.13