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Seine Spieler feierten die Titelverteidigung, Trainer Jasmin Halilic konnte sich nicht richtig freuen. Ja, Glückwünsche nehme er schon entgegen, schließlich sei der Turniersieg ein Erfolg und wichtig für das Renommee des Vereins. Aber: „Es war ein ordentliches Turnier, egal ob wir wollen oder nicht, wir werden jetzt eben zur Bayerischen Meisterschaft fahren.“
Begeisterung hört sich anders an. Schon vor dem Turnier hatte sich Halilic zurückhaltend über die Futsal-Bezirksmeisterschaft geäußert. „Das stört nur in der Vorbereitung. Die Hauptsache ist, wir bleiben gesund.“ Und: „Wir nehmen es halt mit.“
Halilic hat noch die vergangene Hallensaison im Kopf. Damals spielte sich seine Mannschaft in einen Futsal-Rausch, gewann die bayerische Meisterschaft und wurde deutscher Vizemeister. Doch der Erfolg wurde teuer erkauft: In der Rückrunde auf dem Feld zeigte die Mannschaft Verschleißerscheinungen. In dieser Saison geht es für den Bezirksligisten um den Klassenerhalt. Eine Situation wie im vergangenen Jahr will Halilic unbedingt vermeiden und hätte deswegen „auch kein Problem mit dem Ausscheiden“ gehabt.
Außerdem zwickt ihn der Spielkalender. Es sei gut und schön, dass der Bayerische Fußballverband Futsal fördert, so Halilic. „Aber warum spielen wir nicht früher, zum Beispiel zeitgleich mit der Hallenkreismeisterschaft vor zwei Wochen?“ Jetzt störe das Turnier die Mannschaften in der Vorbereitung. Hochklassige Teams wie Dergahspor oder die SG Quelle seien deswegen nicht mehr dabei.
Der Verband, fordert Halilic, muss umdenken. „Im Endeffekt ist es doch uns zu verdanken, dass wir hier vor 300 Zuschauern spielen“, sagt Halilic. Um die und das Niveau zu halten, müsse ein anderer Terminkalender her. So hat er da „trotz eines ordentliches Niveaus eigentlich keinen Bock drauf“.
Bock hatten dafür die Spieler des SC Germania. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Knott startete „just for fun“ ins Turnier. Und spielte sich mit außerordentlichen drei Unentschieden ins Finale.
„Wir sind eigentlich nur durch das Losglück in der Vorrunde hier“, hatte Knott die Leistungsfähigkeit des Kreisklassisten vor dem 1:1 und dem 2:2 gegen den SV Rednitzhembach und Türk Spor Freystadt eingeordnet. „Das Halbfinale ist unser Ziel.“
Dort gelang dem SC, getragen von den vielen Fans, nach Rückstand gegen den ASV Vach: ein Unentschieden. Im anschließenden Sechsmeter-Schießen hielt Torwart Christian Rausch zweimal und führte seine Mannschaft ins Finale. Knott stan-den noch zehn Minuten später die Schweißperlen auf der Stirn. „In der Vorrunde haben wir gegen Vach noch 16 Tore bekommen. Christian geben wir heute noch einen aus.“
Auch gegen den FC Bayern Kickers wünschte sich Knott („Wir haben die gleichen Chancen wie gegen Vach: keine“) eine disziplinierte Leistung, wurde jedoch enttäuscht. Der beste Spieler des Tur-niers, Cihan Kiymaz, schoss den SC mit drei Toren beinahe im Alleingang ab. Aus dem von Halilic prophezeiten schwierigen Spiel („Der SC ist sicherlich kein Wunschgegner, sie sind mit viel Herzblut bei der Sache“) wurde nichts.
Das sei aber „keine Schande“, so Knott. Die Germania wird die Vizemeisterschaft als größten Erfolg in der jüngeren Geschichte feiern. Und auch Halilic fand noch versöhnliche Worte über den Titelgewinn. In dieser Woche haben die Bakis wieder mit dem Training im Freien begonnen: „Wir legen die Grundlagen im Ausdauerbereich. Da ist es doch eine willkommene Abwechslung. Und Spaß hatten wir ja auch.“
Halbfinale: Vach–SC Germania 5:6 n.S., Freystadt–FC Bayern Kickers 0:1. – Finale: SC Germania– FC Bayern Kickers 1:4.
Mo. 14.05.12
Mo. 07.05.12
Mo. 12.12.11
Di. 14.06.11
Sa. 14.04.12
Di. 10.04.12
Do. 15.03.12