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Wintertagung: Zu wenig Schiedsrichter

Kreisklassen-Tagung: Problem wächst — Sorgenkind KK2 - 31.01.2013 11:30 Uhr

FORCHHEIM–Buckenhofen  - Die A- und B-Klassen im Fußballspielkreis stehen vor einem großen Problem: Es gibt immer weniger Schiedsrichter, so Kreisschiedsrichterobmann Stefan Stadelmann. Auf der Wintertagung der Kreisklassen 1 und 2 und der A-Klassen 1 bis 3 wurde das Thema ausführlich besprochen. Außerdem gab es Kritik an kurzfristig verlegten Spielen.

Eine bedenkliche Prognose zur Bereitstellung von Schiedsrichtern auf Kreisebene gab Kreisschiedsrichterobmann Stefan Stadelmann bei der Halbzeittagung im Buckenhofener Sportheim ab. Das Problem schlage nunmehr mit voller Wucht durch.

„Wir hatten in der Vorrunde bereits Probleme, Spiele der B- und A-Klasse mit Unparteiischen zu besetzen. Derzeit fehlen in Mittelfranken knapp 400 ausgebildete Schiedsrichter“, berichtete Stadelmann.

Mehr Nachwuchs-Betreuung

Auf Nachfrage der NN erklärte er, dass es bedenklich sei, dass 38 Prozent der Schiedsrichter älter als 50 Jahre sei. Es bedürfe daher einer intensiven Nachwuchsbetreuung, um zu verhindern, dass sich Vereine vor dem Spiel, den Statuten entsprechend, einen Schiedsrichter selbst suchen müssen oder die Partie als Privatspiel austragen müssen. Der Spielbetrieb konnte bisher reibungslos abgewickelt werden, weil sich Unparteiische bereit erklärt hatten, drei bis vier Mal in der Woche ein Spiel zu pfeifen.

Mahnende Worte kamen aber nicht nur aus dem Mund von Stefan Stadelmann, sondern auch von Kreisspielleiter Max Habermann bei seinem Rückblick auf die Vorrunde. Fehlende und verspätete Meldungen von Spielergebnissen zählten zu seinen Kritikpunkten ebenso wie Spielverlegungen, die erst am Freitag oder Samstag gemeldet worden sind. In diesen Fällen gilt künftig der Donnerstag als letzter, ultimativer Termin. Alles andere landet künftig beim Sportgericht.

Oft ausgefallen

Auf Unverständnis stießen bei Habermann auch die vielen Spielausfälle: „In 50 Prozent aller Ausfälle hätte gespielt werden können. Es kann auch einmal auf einem B-Platz gespielt werden. Künftig werden die ausgefallenen Spiele eventuell gedreht.“

Beim Rückblick auf die Hallenturniere wies Habermann auf die Probleme der Hallenbelegung hin. In Erlangen etwa stünden für Fußballturniere im Winter überhaupt keine Hallen zur Verfügung, da diese durch andere Sportarten wie Handball ganzjährig belegt seien.

Beim Rückblick der jeweiligen Spielleiter entpuppte sich die Kreisklasse 2 als Sorgenkind. Die Unparteiischen mussten in dieser Spielklasse in der Vorrunde 19 Mal die Rote Karte ziehen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 14 unmittelbare Platzverweise. 46 Mal musste ein Spieler mit der Ampelkarte vom Feld (27) und 682 Akteuren wurde die Gelbe Karte unter die Nase gehalten (505). 

STEFAN BRAUN


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