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Wunden aus der Halle

Dr. Reinhard Niebler rät zu ,Gaze-Gitterverbänden‘ - 27.12. 15:41 Uhr

KUNREUTH  - Die Fußballer kennen sie nur während der Hallenrunde im Winter, die Basket-, Volley- und Handballer, die ihre gesamte Saison in den Sporthallen ausspielen, haben das Problem Woche für Woche: Nässende Hautwunden, die durch das Rutschen auf Hallenboden entstehen. Wir fragten bei Dr. Reinhard Niebler, Amateurfußballer und Allgemeinarzt aus Kunreuth, nach, wie man diese Wunden am besten behandelt.


Dr.Reinhard Niebler
Dr.Reinhard Niebler
Foto: Huber
Dr.Reinhard Niebler
Dr.Reinhard Niebler
Foto: Huber

„Die nässenden Hautwunden, die durch das Rutschen auf Hallenboden entstehen, sind nichts anderes als Verbrennungen der Haut. Das Problem dieser Wunden ist: Ich darf kein Pflaster direkt draufkleben, weil das bald durch die nässende Oberfläche an der Wunde festklebt. Entferne ich das Pflaster dann, reiße ich die Wunde wieder auf – und es heilt nicht.

Andererseits sollte ich die Wunde aber doch abdecken, damit keine Infekte entstehen können.

Das beste zur Heilung sind daher sogenannte ,Gaze-Gitterverbände‘. Diese Gitter, die man in der Apotheke ohne Rezept bekommt, sind in einer Flüssigkeit oder in Fetten getränkt, die dafür sorgen, dass die Hose oder das Pflaster nicht an der Wunde ankleben können.

Gleichzeitig bewirkt dieses Gitter, dass der locker darüber angebrachte Verband nicht an der Wunde anklebt. Dieses Gitter sollte man alle zwei Tage wechseln und solange damit die Wunde behandeln, bis sich ein normaler Wundschorf gebildet hat. Dann kann man ein normales Pflaster darauf kleben und die Wunde kann wie jede andere auch abheilen.

Ist die Wunde übrigens frisch, sollte man sie vorsichtshalber desinfizieren, bevor man einen Gitterverband anlegt. Denn auch in der Halle kann Staub und Schmutz in die Wunde gelangen.“

  



chb

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