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Das Anschreiben - Beispiele

Anschreiben © dpa



So könnte ein Anschreiben aussehen:

Brunhild Gaspers
Unterführberger Straße 1
44711 Hamburg
Telefon: +49 33 471 100 00
Mobil: 0162 539 487 6


Hama Wärmetechnik GmbH
Frau Grit Schröder
Rundweg 12
98528 Suhl

25. Januar 2014

Ihre Anzeige „Vertriebsassistentin“ in der Mitteldeutschen Zeitung vom 22. November 2013

Sehr geehrte Frau Schröder,
mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige in der „Mitteldeutschen Zeitung“ gelesen und bin mir sicher, aufgrund meiner Qualifikation Ihr Vertriebsteam gut ergänzen zu können. Vor allem, da ich Ihre Produkte kenne, sie zum Teil selbst benutze und sehr zufrieden damit bin.

Nach meiner Ausbildung zur Industriekauffrau und anschließend dreijähriger Tätigkeit bei meiner Ausbildungsfirma Industriekontor Nord wechselte ich vor sechs Jahren zu einem Getränkegroßhandel in Buxtehude.

Seit mehr als drei Jahren arbeite ich bei der Eisen- und Stahlhandel GmbH in Buxtehude als Assistentin des Außendienstlers. Hier war ich für Einsatz- und Terminplanung der insgesamt zwölf Kundenbetreuer im Außendienst der Firma, sowie für die aktive Kundenkontaktpflege und Kundenkorrespondenz zuständig. Ich bin mit der Verknüpfung der einzelnen Arbeitsvorgänge sehr gut vertraut und erkenne auch gut deren Zusammenhänge.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Kunden im Interesse der Kundenzufriedenheit und die zielgerichtete Teamarbeit waren stets mein Anspruch an der beruflichen Tätigkeit in den Unternehmen. Die Vielfältigkeit der Aufgaben ermöglichte mir die Weiterentwicklung meiner fachlichen, sozialen und organisatorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Am 1. Januar 2014 könnte ich bei Ihnen anfangen. Meine Gehaltsvorstellung beträgt XXXXX Jahresgehalt. Ich freue mich auf neue berufliche Herausforderungen und stehe Ihnen gern zu einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Anlagen

 

Die Analyse der Anzeige
Die Formulierung eines Anschreibens ist ja nicht ganz einfach. Denn jeder, bei dem Sie sich bewerben, sollte das Gefühl haben, dass Sie die Bewerbung nur für diese eine Firma geschrieben haben. Genau deshalb ist die Analyse der Anzeige so wichtig. Auf die Anforderungen, die Sie dort finden, müssen Sie im Anschreiben unbedingt eingehen.

Muss-Kriterien In Stellenausschreibungen
finden Sie Muss-Kriterien, die unbedingt erfüllt werden müssen. Bewerben Sie sich nur, wenn Sie die meisten dieser Anforderungen nachweisen können. Erfüllen Sie diese K.O.-Kriterien nicht, wird Ihre Bewerbung aussortiert.

Muss-Kriterien erkennen sie an der folgenden Wortwahl:
• Wir erwarten …
• Ihr Profil / Ihr Eignungsprofil
• Ihre Qualifikation, Ausbildung
• Ihre Kenntnisse
• Das sollten Sie mitbringen

Wenn z.B. eine Fremdsprache gefordert ist, lesen Sie genau, wie die Anforderung lautet: „Gutes Englisch“ bedeutet, dass Sie sich problemlos in Englisch verständigen können. „Verhandlungssicheres Englisch“ könnten Sie zum Beispiel durch einen längeren beruflichen Auslandsaufenthalt nachweisen.

Wunsch-Kriterien
Bei den Wunsch- beziehungsweise Kann-Kriterien sieht die Sache ein wenig anders aus. Hier können Sie zusätzlich punkten und Ihre Chancen verbessern.

Wunsch-Kriterien erkennen sie an Formulierungen wie:
• Ideal wären Kenntnisse in …
• Wünschenswert sind …
• Wir freuen uns über ...

Soziale Eigenschaften und Kompetenzen
In den Anzeigen werden nicht nur Ausbildung und Kenntnisse gefordert, sondern oft auch soziale Eigenschaften und Kompetenzen. Dazu gehören zum Beispiel Teamfähigkeit, Lernbereitschaft oder Organisationstalent. Über ein genaues Lesen der Anzeigen finden Sie heraus, welche Eigenschaften verlangt sind. In Ihrem Anschreiben gehen Sie folgerichtig darauf ein. Dabei sollten Sie dann Ihre Eigenschaften nicht nur nennen, sondern Sie sollten darstellen, in welchen beruflichen Situationen Sie beispielsweise Ihre Teamfähigkeit unter Beweis gestellt haben. Gut möglich, dass man Sie später im Vorstellungsgespräch bittet, diese Punkte genauer zu erläutern.

Auf diese Formulierungen achten Personalverantwortliche
Die Personalreferentin Kirstin Plaschke sitzt am Schreibtisch mit einer geöffneten Bewerbungsmappe in der Hand. Sie liest verärgert daraus vor: Schon wieder: „Hiermit bewerbe ich mich …“ – das ist doch klar, dass sie sich bewirbt. Was ich wissen will, ist, was sie zu bieten hat, was sie kann – warum sollte ich gerade sie nehmen?“ Bei Ihrem Anschreiben und insbesondere bei der Beschreibung Ihrer Person müssen Sie gut formulieren und den richtigen Ton treffen. Vermeiden Sie:

  • steife Formeln wie zum Beispiel „Hiermit bewerbe ich mich“, „bezugnehmend auf“, „sende ich Ihnen in der Anlage zu“, „verbleibe ich mit“.
  • Abkürzungen, auch wenn sie i.d.R. und i.a. ganz geläufig sind.
  • allgemeine Floskeln wie zum Beispiel „Ich werde von meinem Chef geschätzt.“
  • Modeworte wie zum Beispiel „einmalig“, „klasse“, „sowieso“, „super“, „toll“, „total“, „verdammt“, „wahnsinnig“.
  • Umgangssprache wie zum Beispiel „Ich bin dafür bekannt, dass ich selbst dann cool bleibe, wenn es im Laden nur so brummt.“.

Formulieren Sie prägnant und aussagekräftig – und in einem sachlichen und freundlichen Ton. Achten Sie darauf, dass

  • das Anschreiben auf die zu besetzende Stelle passt.
  • der Ton Ihres Anschreibens freundlich und aufgeschlossen ist.
  • Sie einen sachlichen Stil und aussagekräftige Formulierungen wählen.
  • Sie kurze und prägnante Sätze benutzen.
  • Sie im Aktiv und mit vielen Verben schreiben.

Denken Sie immer daran: Das Unternehmen muss Sie kennen lernen wollen. Nutzen Sie dazu gleich die ersten Sätze. Am besten, Sie versetzen sich in die Lage der Personalverantwortlichen. Was interessiert diese und was ist aus ihrer Perspektive eine wesentliche Information?
  

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