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Mit "Soft Skills" punkten

Softskills © Colourbox


Soft Skills sind wörtlich übersetzt die „weichen Fähigkeiten“, die im Gegensatz zum Fachwissen („Hard Skills“) nicht direkt mit dem erlernten Beruf in Verbindung gebracht werden, sondern sich individuell in den verschiedenen Berufen einsetzen lassen. Als deutsche Bezeichnung von Soft Skills wird auch häufig der Begriff Schlüsselkompetenz bzw. Schlüsselqualifikation gebraucht.

Jeder Mensch verfügt über die unterschiedlichsten Fähigkeiten. Neben den fachlichen Qualifikationen werden in der Arbeitswelt die so genannten „weichen Fähigkeiten“ benötigt. Soft Skills sind alle Eigenschaften, die im Beruf gebraucht werden, um sich harmonisch in ein Arbeitsumfeld einfügen zu können. Soft Skills sind mindestens genauso wichtig wie fachliche Kompetenz. Ihre Bedeutung nimmt im Zeitalter der Teamarbeit mehr und mehr zu.

Zu den Soft Skills zählen beispielsweise die Kommunikationsfähigkeit, die soziale Kompetenz, ein vernetztes und ganzheitliches Denkvermögen sowie die Fähigkeit, Probleme erkennen und lösen zu können. Die Fähigkeit zur Kommunikation ist eng verknüpft mit der Fähigkeit in einem Team arbeiten zu können. Die soziale Kompetenz, das Eingehen auf andere Denk - und Arbeitsweisen, ist ebenfalls ein Soft Skill, das nicht unterschätzt werden darf.

Menschen sind Individuen, die sehr unterschiedlich denken und arbeiten. Dies muss im Berufsleben berücksichtigt und die Vorteile daraus erkannt werden. Mit einer gut entwickelten sozialen Kompetenz ist es möglich, das Anderssein von Dritten zu akzeptieren, anzuerkennen und zu schätzen. Wer vernetzt und ganzheitlich denken kann, bezieht viel mehr Informationen in seine Entscheidungen mit ein als jemand , dessen Denken einseitig ausgerichtet ist. Unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft verändern sich immer schneller, so dass es wichtig ist, Entscheidungen nicht einseitig, sondern vernetzt zu treffen.

Die Soft Skills bilden und entwickeln sich im Laufe des Lebens. Je besser ein Mensch seine Eigenschaften, seinen Charakter, seine Verhaltensweisen und Han d- lungen wahrnehmen und objektiv einschätzen kann, umso leichter fällt ihm das auch bei se inen Mitmenschen. Auf die Bedürfnisse anderer kann er somit besser eingehen. Das ist die beste Voraussetzung für gute Teamarbeit.

Mögliche Beispiele für Soft Skills:

  • Lernbereitschaft
  • Eigenmotivation
  • Veränderungsbereitschaft
  • Konfliktfähigkeit
  • Emotionale Kompetenz
  • Ganzheitliches Denken
  • Optimismus
  • Kreativität
  • Teamfähigkeit
  • Einfühlungsvermögen
  • Organisationstalent
  • Kundenorientierung


Immer mehr Unternehmen erkennen das Potenzial von Frauen gerade im Bereich der Soft Skills und bemühen sich verstärkt, ihre Erkenntnisse angesichts des zunehmenden Fachkräftebedarfs in der Personalpolitik umzusetzen. Daher ist es umso wichtiger, sich über die eigenen Stärken und Schwächen im Klaren zu sein. So können Schwächen gemildert oder behoben sowie Stärken klar herausgearbeitet und betont werden.

Soft Skills in Stellenanzeigen In Stellenanzeigen werden Soft Skills immer öfter hervorgehoben. Insbesondere sollte man den Text zwischen den Zeilen genau beachten. So kann z. B. Flexibilität in einer Stellenanzeige durchaus die Fähigkeit meinen, auf unvorhergesehene Ereignisse gut und schnell zu reagieren. Es hat sich aber in der Praxis auch schon mehrfach bestätigt, dass mit Flexibilität oft auch komplette Veränderungen des Berufsalltags inklusive ständige Wohn - und Arbeitsortswechsel gemeint sind. Vor allem größere Unternehmen nutzen die in der Annonce angegebenen Soft Skills auch zur Imagepflege. Wenn z. B. von „außerordentlichem analytischem Denken“ die Rede ist, gerät man schnell in ehrfürchtiges Staunen über die Kompetenzen der Beschäftigten und somit des Betriebes. Wichtig ist, dass in der Bewerbung auf die in der Stellenanzeige genannten Soft Skills immer präzise eingegangen wird.

Soft Skills in Bewerbungen Genauso entscheidend ist es aber, in der Bewerbung auf persönliche Soft Skills zu verweisen. Man sollte die Formulierungen gewissenhaft verwenden und Übertreibungen vermeiden (nach dem Motto „ Ich führe ein erfolgreiches kleines Familienunternehmen“). Der Nachweis in der Bewerbung erfolgt durch das Benennen ehrenamtlicher Tätigkeiten, Nebenbeschäftigungen, zusätzlich belegter Fortbildungskurse oder Erfahrungen aus anderen Bereichen (z. B. Teamarbeit in anderen Firmen, in der Elterngruppe).

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit) 

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