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Faszination Poker |
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Nürnberg – Auch 2007 liegt Poker weiterhin voll im Trend. Wie es zu diesem Image-Wechsel kam, vom schmuddeligen Hinterhofspiel zum «Trendsport» jeder Alters- und Berufsgruppe? Wir haben nachgefragt bei Roland Schuster, einem der beiden Gründer der Pokeracademy Deutschland Limited, die in Nürnberg und Erlangen Pokerschulungen und Turniere veranstaltet.
«Angefangen hat alles mit Chris Moneymaker, der im Jahre 2003 mit nur sechs Dollar Einsatz die Poker-Weltmeisterschaft in Las Vegas gewann und 2,5 Millionen Dollar mit nach Hause nahm», erklärt Schuster. «Das hat Aufmerksamkeit erregt und viele dachten sich, was der kann, das kann ich auch.»
Den Trend nach Deutschland gebracht haben die Sportsender DSF und Eurosport. Bei den Pokersendungen können die Zuschauer am Bildschirm mittels einer im Tisch installierten Kamera die Karten der Spieler einsehen. Die Bluffs der professionellen Spieler auf diese Weise verfolgen zu können macht wohl die Faszination aus.
«Der Trend war abzusehen und so haben wir beschlossen unser Hobby zum Beruf zu machen», erzählt Schuster. Die Pokeracademy veranstaltet nicht nur Turniere, sondern zeigt Neugierigen in Pokerschulungen auch die richtigen Drehs und Kniffe, die man zum professionellen Zocken benötigt.
Auf die Frage, ob Pokern süchtig machen kann, wie es von staatlicher Seite befürchtet wird, meint Schuster: «Bei uns kann man nicht mehr als die 15 Euro, mit denen man sich an einem Tisch einkauft, verlieren, wenn jemand im staatlichen Casino Haus und Hof verzockt, kräht keiner danach.»
Im Vordergrund der Turniere, die Schuster und sein Partner veranstalten, steht der Spaß. So sieht das auch Luciano Caravetta, der jede Woche an den Turnieren teilnimmt: «Es macht Spaß und man kann sich mit den anderen Teilnehmern messen und sein «Pokerface» üben», lacht Caravetta. Darin sind sich alle Spieler am Tisch einig und nicken zustimmend bevor sie sich wieder ihrem Blatt zuwenden.
Seit dem 01. Januar 2007 hat sich die Gesetzgebung geändert. Gespielt wird nun nicht mehr sofort um Sachpreise, sondern um so genannte «Pokerpoints», die man sammeln und schließlich gegen einen Sachpreis eintauschen kann. «So kann jeder Spieler entscheiden, wann er seine Punkte eintauscht und geht nicht mehr mit einem ungewollten Toaster nach Hause, sondern mit einer Playstation2 oder sogar mit einem DVD-Festplattenrecorder», so Schuster.
Die Teilnehmerzahl an den Turnieren zeigt deutlich, dass Poker weiterhin im Trend liegt. An guten Tagen zählen die Veranstalter rund 100 Teilnehmer.
Wer es selbst einmal ausprobieren möchte: Nähere Informationen zu den Pokerschulungen und Turnieren unter www.pokeracademy.info. |
| 23.1.2007 10:26 MEZ |
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