Fürth – «A man in a kilt is a man and a half» – ein Mann, der einen Kilt trägt, zähle wie anderthalb Männer, lautete das Motto des Schottenfestes, das am Samstag, 28. März, in der Grünen Halle in Fürth stattfand.
Gefeiert wurde von 16 bis 22 Uhr mit Kiltmodenschau, schottischen Liedern von Janet M. Christel und Band, Gedichten, Tänzen, Dudelsackspielern und – natürlich – Whisky, Rauchbier und Lammspezialitäten.
Dicke Backen machte Thomas Schalla als Solopiper. Der Nürnberger ist einer der wenigen offiziellen Dudelsacklehrer in Deutschland und begeisterter Kilt-Träger. «Heute nach zwanzig Jahren Dudelsack sage ich: Das schönste Kleidungsstück auf der Welt ist ein Kilt, weil er super angenehm zu tragen ist und man viel Bewegungsfreiheit hat.»
Dreiunddreißig Mal war Schalla bereits in Schottland. Immer wieder besucht er das College of Piping, eine Dudelsack-Hochschule in Glasgow, um dort Unterricht für das schwer zu erlernende Instrument zu nehmen. «Der Dudelsack ist ein kleines Orchester an sich. Alle Pfeifen müssen aufeinander abgestimmt werden, um eine Harmonie zu erzeugen», erklärt Schalla, der nach erfolgreichem Abschluss einer dreitägigen Prüfung seit Februar 2009 nun als offizieller Dudelsacklehrer selbst am College of Piping unterrichten darf.
Kerstin Wolters |