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BLITZLICHT: Der verlorene Sohn, die First Lady und eine Vodoo-Vernichtungsmaschine

07.04.2012 14:42 Uhr

Zurück in der alten Heimat: Fußball-Legende Lothar „Loddar“ Matthäus in Herzogenaurach.

Zurück in der alten Heimat: Fußball-Legende Lothar „Loddar“ Matthäus in Herzogenaurach. © Hans von Draminski


Der verlorene Sohn ist heimgekehrt. Na ja, fast. Für ein paar Stunden gab sich am gestrigen Samstag Fußball-Legende Lothar Matthäus dort die Ehre, wo vor Jahrzehnten die Profi-Karriere ihren Anfang nahm: Beim 1. FC Herzogenaurach. Hintergrund ist "Loddars" 40-jährige Zugehörigkeit zum Verein seiner Heimatgemeinde. Eine stets gepflegte Treue, für die ihm von Vereinsvorstand und Kreisrat Walter Nussel (CSU) und Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker (SPD) Ehrenurkunde und -nadel überreicht wurden.
Und weil sich der Star nicht nur von seinen Fans feiern lassen, sondern auch etwas Gutes tun wollte, hatte er zusammen mit dem Team seines alten Fußballclubs ein Benefizspiel der ganz besonderen Art organisiert: Die Alten Herren des Herzogenauracher Kaders trafen auf eine nicht minder in Ehren ergraute Auswahl des 1. FCN, in der unter anderem Klaus "Auge" Augenthaler und Thomas "Icke" Häßler aufliefen. Obwohl Lothar Matthäus im Traditionsblau der Aurachstadt seine immer noch vorhandenen Talente zeigte, konnte er selbst mit einer Glanzparade nicht verhindern, dass die gut aufgelegten Bundesliga-Senioren aus der Noris ihre wie die Tiger kämpfenden Gegner ziemlich eindeutig plattmachten... (hvd)

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Sie kam in Jeans, T-Shirt und Spencer-Jacke: Daniela Schadt, Lebensgefährtin des neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck und bis vor kurzem Ressortleiterin der Innenpolitik der Nürnberger Zeitung, hat sich am Freitagabend mit einer kleinen Feier von ihren NZ-Kollegen verabschiedet.
"Ich war schon gerührt, als ich vor der NZ ausgestiegen bin", sagte Schadt so herzlich, natürlich und unverkrampft wie eh und je und gab offen zu, in Berlin oft heftig Heimweh zu haben: "Als die Umzugsfirma in Berlin ankam und ich die Mitarbeiter hörte, wurde mir klar: Ich hab’ gar net g’wusst, dass ich des Frängisch so gern hab’!" Mit Fränkisch-Deftigem vom Catering-Service "BraWuRös" wurde dann auch ausgiebig gefeiert, gelacht, gesungen und auch ein bisschen geweint. (ambi)

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Die Künstlerin schreddert natürlich besonders farbschön: Katrin Kaa Riedl hat zu den „Vernichtungswochen“ aufgerufen.

Die Künstlerin schreddert natürlich besonders farbschön: Katrin Kaa Riedl hat zu den „Vernichtungswochen“ aufgerufen. © Hagen Gerullis


Altlasten und Sorgen einfach in den Schredder hauen - wer möchte das nicht? Gut, dass Künstlerin Katrin Kaa Riedl jetzt zu den "Vernichtungswochen" aufgerufen hat. In der Galerie in der Kernstraße 39 (Öffnungszeiten: Sa.: 12-16 Uhr, So.: 13-17 Uhr) wartet sie mit einem "Voodoo-Hexler" und anderen gefräßige Maschinen auf, die Unliebsames zu handzahmen Schnipseln verarbeiten. Bis zum 20. Mai kann dort jeder inneren Frühjahrsputz betreiben und sich von Liebesbriefen, alten Mahnungen, oder lästigen Prüfungsunterlagen befreien.
Wer lieber Abstand zu seiner Vernichtung halten möchte, kann einfach an die Adresse vernichtungswochen@hpeprint.com mailen. Der Fern-Vernichter druckt und schreddert dann auf Geheiß. Fürsorglicherweise weist die Künstlerin in ihrer Installation darauf hin, dass hier natürlich nur die Erinnerungsstücke, nicht aber die Erinnerung selbst vernichtet werden kann. Wer mehr dazu erfahren möchte, der sollte heute um 14 Uhr in der Galerie zum Gespräch auf der "Kunst-Couch" vorbeischauen. (arö) 

mai

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