Dienstag, 11.12.2018

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Bowle und Erlanger Gäste zum Einstand

„Pelzig hält sich“: Die neue Talk-Show im ZDF - 17.02.2011

Pelzig im neuen Studio, das dem alten aber sehr ähnelt. © ZDF


Neuer Name, neuer Sender, altes Konzept: In der Rolle des fränkelnden Erwin Pelzig empfängt Frank-Markus Barwasser seine Gäste mit extravaganter Bowle. Das rote Gesöff war in der Auftaktsendung aber auch das einzig wirklich Spritzige. Gut, man ist gerade verwöhnt: Zum Abschied Barwassers (er hat Georg Schramms Platz in der ZDF-Sendung „Neues aus der Anstalt“ eingenommen) hatte das Bayerische Fernsehen in den letzten Wochen nochmal Potpourris der besten Pelzig-Talks gesendet. Gegen diese Sahnestückchen war die Auftaktshow doch eher Trockenkuchen.

Ein weitgehend humorfreier Rezzo Schlauch eröffnete die Rederunde mit Ausführungen zu Stuttgart 21, grünen Grundsätzen und seinem Engagement bei EnBW.

Immerhin gab der Politiker am Ende zu, dass schon Rhetorik-Trainer an ihm verzweifelt sind („Sie sagen, ich mache alles falsch“). Da kann dann auch ein bestens vorbereiteter Pelzig mit seinem spontanen Witz nicht wirklich Zunder ins Gespräch bringen. Das kommt mit den beiden Erlanger Professoren, die ein Buch über die größten Erziehungs-Irrtümer geschrieben haben, nur schleppend in Gang, gewinnt aber durch den trockenen Humor von Neurobiologe Ralph Dawirs an Witz und Informationswert.

Mit dem Charme der Jugend und einem Weltmeistertitel im Gedächtnissport sorgte die 24-jährige Christiane Stenger für den lockersten Plausch an diesem Abend.

Fazit: Man hat Pelzig schon besser gesehen. Er hatte aber auch schon ein glücklicheres Händchen bei der Auswahl seiner Gäste.

  

ruf

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