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Bürgermeister Wilfried Glässer stellte die wesentlichen Punkte des neuen Hochgeschwindigkeitsbreitband-Förderprogramms vor, das Gemeinden und Kommunen neue Fördermöglichkeiten für den Ausbau ihrer Netze bietet. Allerdings nach dem Willen der Europäischen Union nur noch mit Einschränkungen.
So wird nicht mehr die flächendeckende Versorgung gefördert, sondern nur noch die Erschließung von einem besonders ausgewiesenen Gewerbe- oder Kumulationsgebiet, das die Gemeinden und Kommunen in einem relativ aufwändigen Verfahren definieren müssen. Zuschüsse von maximal 500.000 Euro je nach Bedarfsanerkennung winken dann.
Zögerliche Anbieter In diesem Zug betonte das Gemeindeoberhaupt noch einmal, dass auch in der Vergangenheit bereits Anstrengungen unternommen worden seien, den Ausbau des Internets voranzutreiben, dies aber an fehlenden Angeboten der Netzbetreiber gescheitert sei.
Erst im Oktober habe der scheidende Datenbeauftragte Holger Bezold Angebote eingeholt beziehungsweise Auskünfte darüber angefordert, wie es derzeit um die Versorgung der Gemeinde stehe. Er habe allerdings nur von einem Anbieter eine Antwort erhalten. Demnach sei die Versorgung mit LTE bis auf Herpersdorf mittlerweile flächendeckend in Eckental gegeben.
In der folgenden regen Diskussion sprachen sich die Gemeinderatsmitglieder geschlossen dafür aus, baldmöglichst ein Internetentwicklungskonzept für Eckental in Auftrag zu geben. Für das sind in den Haushalt 2013 bereits 10.000 Euro eingestellt. Das Konzept, so die Hoffnung der Räte, eröffnet neue Ansätze in Sachen Internetversorgung in Eckental.
Dabei sprachen sich SPD und FW in der Sitzung bereits deutlich dagegen aus, im Rahmen des neuen Förderprogramms ein einzelnes Gebiet in Eckental mit einer schnellen Internet-Anbindung zu versorgen. „Ich scheue mich davor, bei so vielen Ortsteilen einen auszuwählen und die anderen hinten runter fallen zu lassen“, so Christoph Hümmer von den Freien Wählern.
Auch nach dem Eindruck von Rudi Dollack von den Sozialdemokraten lohnt sich die Inanspruchnahme des Programms wegen der Beschränkungen nicht. Fraktionssprecher Konrad Gubo befürchtet trotz Förderung immense Kosten für die Gemeinde zukommen.
„Lieber ein Gebiet als keines“ Ilse Dölle von der UBE hingegen sieht in dem neuen Förderprogramm durchaus Möglichkeiten, an denen die Gemeinde partizipieren könne, „lieber ein Gebiet anbinden als keines“, meinte sie. Wie die anderen Fraktionen fordert auch sie von der Verwaltung eine schnelle Umsetzung des Entwicklungskonzepts, „dann sehen wir, was dieses an Lösungsvorschlägen aufzeigt“.
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