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Dem Hesselberg zu Füßen

60 Kilometer lange Radtour rund um den höchsten Berg Mittelfrankens - 03.08.2012

Eine prächtige Aussicht bietet sich, wenn man auf die Wallfahrtskirche von Großlellenfeld zurollt.

Eine prächtige Aussicht bietet sich, wenn man auf die Wallfahrtskirche von Großlellenfeld zurollt.


Raus aus dem Zug und hinein in den Urlaub: Nur wenige Minuten sind es vom Bahnhof in Gunzenhausen bis zum Altmühlsee, an dem man genüsslich entlangradeln kann. Vom Bahnhofsvorplatz geht es gleich rechts, bald über die kreuzende Straße hinweg in einen schmalen Radweg. Bei der nächsten Gelegenheit rechts abbiegen, unter der Bahn hindurch und weiter bis zum Altmühlüberleiter.

Den Wasserlauf überqueren und gleich am rechten Ufer entlangfahren. Nun führt der Radweg herrlich am Altmühlsee entlang, vorbei an den Seezentren Schlungenhof und Muhr am See. Hier lohnt sich ein kurzer Rundgang über die Vogelinsel mit ihrem Aussichtsturm.

Weiter geht es auf dem Altmühlsee-Rundweg, bis man auf den Altmühlzuleiter trifft. Wir überqueren erst die zweite Brücke, die hinein nach Mörsach führt. Von Mörsach bis Unterschwaningen folgen wir nun dem gut ausgeschilderten Wörnitzweg.

Idyllisch liegt hier die weithin sichtbare katholische Pfarrkirche St. Antonius, gegenüber das schon von außen sehenswerte Atelier Zimmermann. Der Wörnitzweg führt weiter über Höhberg (zuvor eine kleine Steigung) und Oberhambach. Vor Großlellenfeld steht nun die heftigste Steigung der gesamten Tour an. Manch einer wird hier absteigen müssen – wird auf dem Gipfel aber mit einer prächtigen Aussicht belohnt.

Erstmals erblickt man den Hesselberg in seiner ganzen Pracht, davor die Wallfahrtskirche „Mariä Heimsuchung“ von Großlellenfeld. Nicht nur das Innere des Gotteshaus ist einen Besuch wert, auch der Friedhof rundherum ist wohl einer der am schönsten gelegenen der Region.

Wenig später führt der Radweg um den bei Anglern beliebten Dennenloher See, in dem eine erste Erfrischung möglich ist. Man kann aber durch eine Allee direkt zum Schloss nach Dennenlohe fahren. Wer viel Zeit mitbringt, kann hier durch den großen Schlosspark schlendern (täglich 10—17 Uhr, Eintritt 7 Euro).

Aber auch schon der Besuch im Gutshof, den dazugehörigen Schlossläden und dem Marstall-Biergarten (bis Ende September täglich 11.30—17 Uhr) lohnt sich. Nur einen knappen Kilometer weiter rollt man schon an den Schlossanlagen von Unterschwaningen vorbei, wo im 18. Jahrhundert Friederike Luise von Preußen lebte, ungeliebte Gattin des Wilden Markgrafen von Ansbach und Schwester von Friedrich dem Großen.

Nachdem man durch das Marstall-Gebäude hindurchgefahren ist, biegt man nach rechts ab, um wenige Meter später in die Straße nach Lentersheim links einzuschlagen. Bis in das Dorf hinein bleibt man auf der Ortsverbindungsstraße und genießt die Aussicht auf den Hesselberg. An einer T-Kreuzung angelangt, fährt man kurz links bevor man die nächste Straße wieder rechts abbiegt (Richtung Friedhof).

Hier teilt sich die Straße in drei Fahrbahnen. Wir wählen die mittlere und gelangen auf einen Flurbereinigungsweg, der zu Füßen des Hesselbergs nach Ehingen führt. Wir folgen dem Weg in den Ort bis zum Gasthof Zur Sonne. Hier biegen wir links ab und fahren auf der Straße nach Wittelshofen. Nicht nebeneinander fahren, hier ist etwas mehr Verkehr!

Es lohnt sich, nach Wittelshofen hineinzuradeln und im wunderschön am Fluss gelegenen Landgasthof Wörnitz Stuben einzukehren (Mo./Mi.—Fr. 11—14 und 17—24 Uhr, Sa./So. 11—24 Uhr; 09854/206). In wenigen Minuten wäre man auch schon beim Römerpark Ruffenhofen angelangt. Ein Abstecher dorthin lohnt sich besonders ab Oktober, wenn hier das Limeseum eröffnet. Wer von Ruffenhofen weiter nach Frankenhofen fährt, erreicht dort kurz darauf am Ortsende einen Badeweiher mit kristallklarem Quellwasser.

Verzichtet man auf diesen Umweg, biegt man direkt vor Wittelshofen links ab und folgt dem Radweg links der Staatsstraße nach Gerolfingen. Zu Füßen des Hesselbergs liegt hier ein kleiner Badeweiher, gespeist mit frischem Hesselberg-Wasser.

In Gerolfingen biegt man auf der Hauptstraße vor der VR-Bank rechts ab, überquert die Wörnitz, zweigt links ab — und befindet sich wieder auf dem ausgeschilderten Wörnitzweg. Wenig später kann man rechter Hand bei einer Kneippanlage die Waden kühlen oder sich mit dem frischen Wasser der Wunnibald-Quelle die Trinkflasche auffüllen. Hier hat man den schönsten Blick auf den Hesselberg und kann herrlich Rast machen.

Fährt man weiter, passiert man Reichenbach und kann dann bei der Hauptstraße links zur Schmalzmühle abbiegen. Im zugehörigen Hofladen lassen sich selbst produzierter Käse und andere regionale Produkte erwerben (Mi.—Fr. 8.30—18 Uhr, Sa. 8.30—14 Uhr). Unser eigentlicher Weg führt aber jenseits der Hauptstraße nach Wassertrüdingen. Kurz vor der Stadt passiert man linkerhand das Flussbad. Hier kann man (kostenlos) in der Wörnitz schwimmen. In Wassertrüdingen selbst folgt man weiter dem Wörnitzweg und kann im neuen Museum Fluvius (täglich 10—16 Uhr, Do. 10—20 Uhr) gleich nach dem Altstadttor mehr über das Leben in und an dem soeben erschwommenen Fluss erfahren. Rechts taucht bald das Werk von Schwarzkopf–Henkel auf. Wir überqueren die Brücke und biegen gleich danach links in den Radweg nach Altentrüdingen ein. Am Ortseingang dem Radweg nach Gunzenhausen rechts über die Brücke folgen. Direkt (!) nach der Bahnunterführung links abbiegen. An der Straße von Unterschwaningen nach Obermögersheim angelangt links einschlagen, gleich wieder rechts nach Kröttenbach und weiter (mit Anstieg) nach Cronheim.

Anschließend geht es durch Stetten hindurch und rechts an Maicha vorbei, bevor Oberwurmbach (hier wechselt man plötzlich auf einen schmalen Pfad) und Unterwurmbach durchfahren werden.

Wenig später erreichen wir Gunzenhausen. In einem Rechtsbogen überqueren wir die Altmühl und fahren geradeaus direkt auf den Marktplatz. Hier biegen wir links ab, folgen wenig später der Hauptstraße nach rechts (Gerberstraße) und biegen dann nach links in die Bahnhofstraße ein, die uns wieder zum Ausgangspunkt führt.

Mit dem VGN lässt es sich bequem nach Gunzenhausen fahren. Wer sein Rad mit dem Auto mitnimmt, kann auch in Wassertrüdingen starten und sich auf die 30 Kilometer um den Hesselberg beschränken.

Ausführliche Beschreibung von Radtouren um Wassertrüdingen unter www.wassertruedingen.de/export/download.php?id= 4757
  

Martin Müller

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