|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Javier Pinola, das zur Beruhigung aller Javier-Pinola-Fans, ist immer noch wichtig, obwohl er jetzt auch schon ein bisschen alt geworden ist beim 1. FC Nürnberg. Er könne sich, das hat der 29-Jährige kürzlich erklärt, durchaus vorstellen, seinen Vertrag beim 1. FC Nürnberg zu verlängern. Der 1. FC Nürnberg, das hat jetzt Sportvorstand Martin Bader erklärt, könne sich seinerseits durchaus vorstellen, den Vertrag mit Javier Pinola zu verlängern. Sie sind also noch immer bereit, der Erfahrung ihren Platz zu geben beim Club. Dabei hatte man ja zuletzt denken können, der 1. FCN bestehe bald nur noch aus Jugend.
Mit Michael Oenning hat das einst alles begonnen. Mitten in der Aufstiegssaison 2008/09 verpflichteten Oenning und der Club drei Junioren-Nationalspieler. Dennis Diekmeier, Marcel Risse und Stefan Reinartz standen damals noch nicht für ein Konzept, dass sie einen Platz in der Mannschaft bekamen, war eher finanziellen Nöten geschuldet. Gut ausgegangen ist das damals trotzdem, der Club stieg auf, Risse, Diekmeier, Reinartz und — mit etwas Verzögerung — Ilkay Gündogan entwickelten sich zu begehrten Bundesliga-Spielern.
Seitdem vergeht kaum ein Trainingslager des 1. FC Nürnberg, in dem nicht irgendwann zwei oder mehr schüchterne junge Fußballer erzählen sollen, warum sie beim 1. FC Nürnberg ihre Chance suchen. Diesmal waren es Roussel Ngankam und Noah Korczowski, die sich im Trainingslager in Oberstaufen vorstellen durften. Angreifer Ngankam spielte zuletzt noch für Hertha BSC, Innenverteidiger Korczowski beim FC Schalke 04. In Nürnberg haben sie sich getroffen, um Profis zu werden. „Wenn man Nürnberg hört, denkt man an junge Spieler“, sagt der 18-jährige Korczowski, der noch in der A-Jugend spielen dürfte. „Mich hat das Konzept in Nürnberg interessiert“, sagt Ngankam, ebenfalls 18 Jahre alt.
Ein Konzept ist es inzwischen tatsächlich, das sie da in Nürnberg haben. „Jeder muss sich seine Nischen suchen“, sagt Bader über die Bundesliga-Vereine. Für den Club, das glauben er und Dieter Hecking, geht es um die Überraschung. Darum, dass möglichst oft Spieler Karriere machen in Nürnberg, von denen man das nicht unbedingt erwartet. „Bei Chandler, Wollscheid und Schieber hat vorher auch keiner gesagt, dass Nürnberg mit denen aber Erfolg haben wird“, sagt Bader. Dann hatte Nürnberg einigermaßen Erfolg — und wurde mit seinem Jugend-Club berühmt.
In der abgelaufenen Saison allerdings konnte man den Eindruck gewinnen, dass Nürnberg seinen Erfolg eher der Routine zu verdanken hat: Raphael Schäfer, Pinola, Hanno Balitsch, Timmy Simons waren wichtig in einer Rückrunde, die doch relativ lange auf der Kippe stand. Also das Ende der jugendlichen Begeisterung? „Der Eindruck täuscht“, sagt Hecking, „Didavi, Esswein, Pekhart, die sind doch alle jung.“ Sie waren gemeinsam mit Timmy Simons, dem ältesten Nürnberger, auch die besten Torschützen, allerdings waren und sind es auch Spieler, die nicht in einem der Jugendteams am Valznerweiher ausgebildet worden sind.
Markus Mendler und Julian Wießmeier, die beide aus Nürnbergs Jugend stammen, spielten hingegen keine große Rolle mehr, was bei Mendler allerdings auch mit einer Verletzung zu tun hatte. In Oberstaufen sind sie trotzdem wieder dabei. Von ihnen verlangt Hecking den nächsten Schritt. Dass demnächst mal wieder einem anderen Nürnberger Talent der erste Schritt gelingt, mag er nicht ausschließen. Sebastian Gärtner, Pascal Itter, Jann George, Besar Halimi oder Sinan Tekerci — es gibt schon einige aus dem eigenen Nachwuchs, denen Hecking eine Bundesliga-Karriere zutraut. „Wir zeigen ihnen Perspektiven auf“, sagt Hecking, „aber es gibt keine Garantien, dass sie in acht Wochen Bundesliga-Spieler sind.“
Diejenigen, die schon Bundesliga-Spieler sind, versuchen zu helfen, dass es vielleicht dennoch ganz schnell klappt. „Du musst mit den Jungen so umgehen, dass sie etwas lernen“, sagt Per Nilsson. Manchmal muss man aber auch einfach nur so mit ihnen umgehen, dass sie sich wohlfühlen. „Das freut einen natürlich“, sagt Ngankam — kurz zuvor hatte ihm Javier Pinola zu einer guten Trainingsleistung gratuliert.
Do. 23.05.13
Do. 23.05.13
Do. 23.05.13
Do. 23.05.13
Mi. 22.05.13