„Dawn Of Tragedy“ überzeugte in der vollen Mehrzweckhalle mit ihren vier Songs nicht nur die Jury, sondern heimste gleichzeitig auch noch den beliebten Publikumspreis ein. Dabei ging es den sechs Bandmitgliedern Christian (Gesang), Alex (Gitarre), Christian (Gitarre), Felix (Gesang), Michael (Bass) und Moritz (Schlagzeug) am Abend eigentlich gar nicht darum, den Wettbewerb zu gewinnen: „Der Sieg ist uns gar nicht so wichtig, uns geht es mehr um die Promotion“, erklärten sie vor ihrem Auftritt abgeklärt.
Die 17- bis 19-Jährigen kennen sich aus der Schule, machen bereits seit eineinhalb Jahren zusammen Musik und haben mit dem aktuellen Sieg bereits ihren zweiten Newcomer-Contest gewonnen. Aufgeregt waren sie dennoch. Wie auch die anderen Bands hatten sie 20 Minuten Zeit, um die Jury davon zu überzeugen, dass sie die würdigen Gewinner des vom Kreisjugendring Erlangen-Höchstadt organisierten „Local Music Run 2010“ sind.
Passend zu ihrem Song „Metamorphosis“ stehen sie jetzt vielleicht selbst vor ihrer eigenen „Verwandlung“: Als Sieger erhalten sie Studiotage im Wert von 1000 Euro, gesponsert von der Kreissparkasse Höchstadt/Aisch und der Stadtsparkasse Erlangen.
Bevor sich „Dawn of Tragedy“ aber als letzte Band unter Beweis stellen durfte, hatten die anderen Gruppen ihren großen Auftritt. Da „The Predots“ abgesagt hatten, eröffnete in diesem Jahr entgegen der Tradition, nicht der letztjährige Sieger das Programm, sondern die Eckentaler Band „König Dezember“. Die vier Jungs sorgten für einen stimmungsvollen Auftakt außer Konkurrenz.
Danach wurde es spannend: Während Philipp Heinze von der Musikinitiative Herzogenaurach den Wettbewerb anmoderierte, machte sich auf der Bühne bereits die Crash-Metal-Band „Crashing Crew“ bereit. „Ich möchte Hände sehen! Alle Hände!“ brachte kurz darauf Sänger Maggi die Mehrzweckhalle zum Kochen.
Die fünf 18-jährigen Jungs Markus alias Maggi (Gesang), Mathias (Bass), Benedikt (Schlagzeug), Max (Gitarre) und Alex (Gitarre) aus Spardorf präsentierten einen 20-minütigen Mix aus Metal, Hardrock und Punk. Obwohl die Band erst seit eineinhalb Jahren besteht, konnte sie schon erste Erfolge feiern: Beim Schülerwettbewerb Schooljam schaffte sie es bis in das Halbfinale und durfte gegen die 30 besten Schülerbands in Deutschland antreten.
Die vier Jungs von „Hello Refreshment“ aus Herzogenaurach nahmen ihren Auftritt ganz locker: „Die Aufregung hält sich in Grenzen. Wir sehen das entspannt und wollen einfach unsere Freude an der Musik auf die Leute übertragen“, erklärte der 18- jährige Sänger Manuel, bevor es auf die Bühne ging. Dort präsentierte er zusammen mit Schlagzeuger Bastian (18), Gitarrist Christian (16) und Bassist Christopher (17) Indie-Rock vom Feinsten.
Ihre Band haben sie erst vor einem Jahr gegründet und ziehen seitdem durch die Jugendclubs von Erlangen und Nürnberg. Beim „Adidas Worldcup Day“ hatten sie sogar schon einen größeren Auftritt.
„Look! Don’t Touch The Spider“ aus Eckental war mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren die älteste Band. Sänger Jan (24), Schlagzeuger Tim (21), Gitarrist Michi (20) und Bassist Felix (23) spielen bereits seit drei Jahren zusammen und haben sich auf progressiven, psychedelischen Experimentalrock spezialisiert. Mit Sänger Jan und Schlagzeuger Tim hatten allerdings am Samstag gleich zwei Bandmitglieder eine ordentliche Erkältung. Mit einer Thermoskanne Tee versuchten sie sich bis zum Auftritt warm zu halten, bevor sie auf der Bühne dem Publikum so richtig einheizten.
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