Dies teilte die Alternative Jugend- und Drogenhilfe Mudra am Montag mit. Bis Ende Juli seien in Nürnberg 17 Drogentote registriert worden. Im gesamten Jahr 2009 seien es nur 21, 2008 sogar nur 19 gewesen. Mudra will unter anderem mit einem im U-Bahnhof Plärrer gezeigten Werbespot für einen vorsichtigeren Umgang mit dem derzeit angebotenen «Stoff» werben. Auch mit Aufklebern und Plakaten sollen Heroin-Fixer zu einem weniger riskanten Umgang mit der Droge angehalten werden.
An den Mudra-Einrichtungen würden in den nächsten Tagen großformatige Planen mit entsprechenden Warnungen angebracht. Die genauen Gründe für die hohe Zahl der Todesfälle seien zwar unklar, betonte Mudra. Es gebe aber Hinweise, dass die schwankende Qualität des derzeit angebotenen «Stoffs» dafür verantwortlich ist. Auf dem Schwarzmarkt kursiere Heroin mit einem Reinheitsgrad von bis zu 60 Prozent. Ein so hoch konzentrierter Stoff stelle eine große Gefahr für die Konsumenten dar. Andere Fixer brächten sich dadurch in Gefahr, dass sie ständig nachspritzten - bis die Dosis tödlich sei.
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