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Vom flüssigen zum festen Brot

Bäckermeister Alfred Seel mischt Bamberger Rauchbier in den Teig - 25.07.2012 19:13 Uhr

Bamberg  - "Wir haben wochenlang den Rauchbiervorrat von unserem Getränkemarkt geplündert", berichtet der Bamberger Obermeister von den Versuchen, den Geschmack des Bamberger Rauchbieres in ein Brot zu bringen. Die Idee zum Rauchbierbrot kam Alfred Seel schon 2010, als er am Rande der Brotprüfung des Landesinnungsverbandes mit einem Prüfer ins Gespräch kam.

Bäckermeister Alfed Seel und sein neuestes Kind, das Bamberger Rauchbierbrot.
Bäckermeister Alfed Seel und sein neuestes Kind, das Bamberger Rauchbierbrot.
Foto: Markus Raupach

Ein Weißbierbrot gab es zwar schon, aber der Geschmack des Bieres kam darin nicht rüber. Die beiden fragten sich, ob das wesentlich intensivere Rauchbier auch in einem Brot zu schmecken wäre. Und so machte sich der Bamberger Bäcker daran, verschiedene Rezepte durchzuprobieren.

Doch es zeigte sich immer wieder dasselbe Bild: Gleich nach dem Backen war das Rauchbieraroma intensiv, "als ob man in der Brauerei stünde und die brauten grad." Schon nach einem Tag aber war der Rauchduft verflogen und das Brot schmeckte wie alle anderen. Seel zog verschiedene Spezialisten zurate, doch weder Braumeister Winfried Nikol, noch die Mälzer von Weyermann oder ein Bamberger Metzgermeister konnten ihm helfen - entweder funktionierten die Tipps nicht, oder das Aroma war viel zu intensiv. Seel sah das Ende seines Projektes gekommen.

Doch dann startete er einen letzten Versuch: Er tauschte den kompletten Wasseranteil des Brotrezeptes gegen Schlenkerla aus, gab noch frischen Biertreber hinzu und verzichtete auf alle weiteren Gewürze. Et voilà - diesmal klappte es, das Bamberger Rauchbierbrot war geboren. Laut Alfred Seel schmeckt es am besten mit Butter und Salz oder leicht getoastet als Bruschetta mit Gerupftem oder Zwetschgenbames. Bamberg ist um ein Stück Genusskultur reicher!

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Markus Raupach


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