Dienstag, 20.11.2018

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Dolce Vita in Forchheim: "Vespa Café" verwöhnt seine Gäste

Abstecher nach Forchheim: Mit Antipasti sich wie im Urlaub fühlen - 05.09.2018 06:00 Uhr

Er hat ein Stück Italien nach Forchheim gebracht: Marco Militello in seinem Café "Vespa", in dem man nicht nur Cappuccino trinken kann. © Ralf Rödel


In der Forchheimer Sattlertorstraße hat Marco Militello vor drei Monaten sein "Vespa Café" eröffnet - und damit ein Stück seiner sizilianischen Heimat nach Franken geholt. Die findet sich nicht nur in der Dekoration, wo eine Flasche Ramazotti neben dem Italientrikot thront, sondern natürlich auch in der Speisekarte - und in der gläsernen Antipasti-Theke.

Vor viereinhalb Jahren kam der 30-Jährige von Palermo nach Forchheim - im Gepäck schon damals den Traum vom eigenen Café. Den hatte sich der gelernte Buchhalter schon in seiner Heimat versucht zu erfüllen. "Aber es war wirtschaftlich schwierig", sagt er.

Der relativ hohen Arbeitslosigkeit in Palermo versuchten viele durch den Schritt in die Selbstständigkeit zu entfliehen. "Die Konkurrenz war groß", der Traum zerplatzte - vorerst. Den Bruder zum Vorbild (er arbeitet als Pizzabäcker in Hirschaid) verließ der junge Italiener seine Heimatstadt, um in Deutschland sein Glück zu versuchen. Auch seine Eltern sind inzwischen gefolgt.

Mit dem "Vespa Café" (die Idee zum Namen kam von seiner Frau, die seine Leidenschaft zu den italienischen Motorrollern zu nutzen wusste) wagt Marco Militello nun den Neustart in der neuen Heimat - und bietet seinen Kunden nicht nur Espresso, Capuccino & Co., sondern auch kulinarische Feinkost aus Bella Italia. So findet sich italienischer Schinken, Wurst und Käse ebenso in der Theke wie selbstgemachte Antipasti - natürlich sizilianischer Art, wie der Chef betont.

"Gegrilltes Gemüse macht ja jeder, bei uns kommen noch frische Gewürze wie Minze, Oregano und Knoblauch dazu." Ebenfalls eine sizilianische Spezialität: Pizzetta, Mini-Pizzen, unterschiedlich belegt, als kleiner Snack für die Mittagspause.

Ab Ende August soll das Angebot erweitert werden: "Wir wollen abends ein offenes Buffett anbieten", sagt der junge Gastronom. "Aperetivo" heißt das Ganze in Italia und soll die Zeit zwischen Feierabend und Abendessen erträglich machen. Für zehn Euro Eintritt bekommen die "Vespa"-Gäste ein Getränk und italienische Snacks wie Lasagne, Pizza oder Bruschetta serviert.

Das könnte die 45 Sitzplätze im Cafe und im Innenhof schnell füllen und den Chef, der nicht nur am Tresen, sondern auch am Herd steht, gut auslasten. Aber vor Arbeit scheut sich Militello, der bisher als angestellter Kellner in Forchheim gearbeitet hat, nicht: "Jetzt ist eine Zeit für mich, alles auszuprobieren, was ich im Kopf habe", sagt er und träumt noch einmal laut.

Vielleicht gebe es bei ihm einmal sizilianische Spezialitäten zum Mitnehmen und zu Hause kochen. "Wie eine Barilla-Tomatensoße nur selbstgemacht", sagt er. Sizilianische Pistaziencreme oder Caponata, ein süß-saures Gemüsegericht, natürlich aus Sizilien könnte er sich vorstellen.

Mehr Informationen über das Vespa Café in unserer Rubrik Essen und Trinken! 

Jana Schneeberg Nordbayerische Nachrichten Forchheim-Ebermannstadt E-Mail

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