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Großes Finale beim Bardentreffen in Nürnberg

Live-Report und Bilder der vergangenen drei Tage - 31.07.2011 21:45 Uhr

Nürnberg  - Das Bardentreffen ist zuende gegangen: Unsere Live-Reporter haben Eindrücke gesammelt, von den Bühnen und aus der Innenstadt.


Die Bildergalerien von allen drei Tagen Bardentreffen finden Sie hier

Am Samstag wurde das Wetter zwar schlecht, die Rhythmen aber um so besser. Hier geht es zum Ticker vom Samstag.

Was war los am ersten Tag des Bardentreffens? Hier geht es zum Ticker vom Freitag.

SONNTAG

21.40 Uhr: Die Waliser von Uiscedwr tanzen gerade im Dunkeln der Bühne zur Musik der Afro Cuban Allstars. Sehr sympathisch. Ein schöner Abschluss der Bardentage auf dem Hauptmarkt.


Juan de Marcos
Juan de Marcos' "Afro Cuban All Stars" beim Einbruch der Dämmerung auf der Hauptmarkt-Bühne.
Foto: Harald Sippel
Juan de Marcos
Juan de Marcos' "Afro Cuban All Stars" beim Einbruch der Dämmerung auf der Hauptmarkt-Bühne.
Foto: Harald Sippel

21.01 Uhr: Die Sonne kommt gerade über dem Hauptmarkt heraus. Leider nur musikalisch. Die Afro Cuban Allstars bringen wahrlich ein Stück Kuba nach Nürnberg. Dabei gibt es die Formation schon bevor der Buena Vista Social Club bekannt wurde. Großartige Pianostücke reihen sich an den typisch kubanisch Son-Klang. Der Hauptmarkt schwingt die Hüften.

 

20.55 Uhr: Ein letztes Mal geht es am Lorenzer Platz beim 36. Bardentreffen los. GarageRock & 60ties sind mit The Honey Machine auf der MUZ-Bühne angesagt. Es ist zwar etwas leerer als vorhin, was der Stimmung keinen Abbruch tut.

 

20.51 Uhr: Es scheint als wäre der Sebalder Platz ganz in britischer Hand. Nach Uiscedwr aus Wales setzen Cara nur da an wo ihre Vorgänger aufgehört haben: Mal schnelle, mal ruhigere Stücke mit irisch-walisisch-keltischen Einschlaegen. Auch ihre Musik kommt ohne viel Text aus.

 

20.30 Uhr: Die Vorbereitungen für die letzten Acts laufen. Am Lorenzer Platz kommt noch The Honey Machine, in St. Katharina das Al Andaluz Projekt. Ablenkung findet sich aber bei Pizza und Bier bei den Straßenmusikern.

 

20.20 Uhr: Neuartige Klaenge am Heilig-Geist-Haus mit der Band The Art of Fusion. Mit Schlagzeug und karibischen Blechtrommeln klingt die Musik fast elektronisch. Reinhören lohnt.

 

20.05 Uhr: Die Spuren des Herrn Baron zu Gunzenhausen hat dieser offenbar stellenweise in Steppschuhen bestritten. Gankino Circus hypnotisieren mit ihren Rhythmen. Die Jungs spielten auch ein Medley der bekanntesten TV-Serien der Achtziger aus Istanbul. In ihrem Sound finden sich immer wieder Melodien bekannter Stücke. Das ist aber trotzdem komplett eigenständig.

 

20.01 Uhr: Auf der Insel Schütt ist gerade schwimmen angesagt. Bei dem Gedränge kommt man nicht zum Gehen. Der Weg zu Chris Cosmo lohnt aber nicht wirklich. Poppige und auswechselbare Texte, von denen die südamerikanisch angehauchte Musik etwas ablenkt.

 

19.50 Uhr: Der Gankino Circus setzt den Lorenzer Platz in Bewegung. Erreicht zwar noch nicht die fränkische Ekstase wie bei Grandmother Funk, macht aber Laune. Um die Manege ist zumindest alles voll.

 

19.41 Uhr: Rockin' LaFayettes auf dem Hans-Sachs-Platz. Die wohl bekannteste Rockabilly-Band in Nürnberg. Klasse handgemachte Musik. Kultig durch das Megaphon gesungen.

 

19.30 Uhr: Einmaliges Solo von Cormac Byrne von Uiscedwr. Auf dem irischen Instrument Bodhran, das irgendwo zwischen Trommel und Bongodrum liegt, flogen seine Hände nur so umher. Die zahlreichen Zuschauer danken es mit tosendem Applaus.

 

19.22 Uhr: Viel ist in der Karolinenstraße am Sonntag nicht los. Trotzdem mühen sich Trommler und Jongleure. Als Lohn finden sich immer ein paar Zuschauer.

 

19.13 Uhr: Die Sängerin der unaussprechlichen walisischen Gruppe Uiscedwr ist begeistert vom Nuernberger Publikum. "Can I take you Home with me to teach the british audience how to clap? You're so nice." Dabei müsste man sich bei dem Trio bedanken. Tolle, frische keltische Melodien beschwingen die Franken hinter der Selbalduskirche.

 

19.00 Uhr: "Ich bin so richtungslos, ich zieh ein Richtungslos." Mit ihren etwas eigenwilligen und unkonventionellen Texten, begleitet mit Klavier und Schlagzeug, bringt das Duo Hand in Hand das Publikum zum Schmunzeln. Ein Besuch auf dem Trödelmarkt sind die beiden Frauen wert.

 

18.45 Uhr: Budam ist ein Lügner. Sagt er ja selbst. Aber ein großartiger mit einer großartigen Stimme. St. Katharina ist bis zum letzten Stehplatz gefüllt, weil so viele Menschen den Sänger von den Färöer Inseln sehen wollen. Sanfte, fein arrangierte Klänge entfalten sich in der Ruine zum Auftakt.

Stehen meist nur rum: Während dem Bardentreffen machen die goldenen Statuen ausnahmsweise mal Musik.
Stehen meist nur rum: Während dem Bardentreffen machen die goldenen Statuen ausnahmsweise mal Musik.
Foto: Vitali Malsam
Stehen meist nur rum: Während dem Bardentreffen machen die goldenen Statuen ausnahmsweise mal Musik.
Stehen meist nur rum: Während dem Bardentreffen machen die goldenen Statuen ausnahmsweise mal Musik.
Foto: Vitali Malsam

18.39 Uhr: Sonst eher recht stumme Gesellen. Doch zum Bardentreffen lassen sich die Straßenkünstler etwas einfallen. Mit Saxophon, Gitarre und Kontrabass spielen sie Blues und Jazz in der Königsstraße. Dabei hat der Passant die Wahl welches Instrument er hören möchte.Die Jungs spielen nur wenn ein Euro in der Kiste klingelt.

 

18.30 Uhr: Eben ist der Lorenzer Platz in Wolfsgeheul ausgebrochen. Allerdings auf Aufforderung von Karo. Danach spielte sie ein Medley mit Stücken von ABBA, Madonna, Spears und anderen. Die jedoch alle auf ihre Weise.

 

18.12 Uhr: Karo hat ihr Gitarrenspiel bei ihren neuen Stücken ein ganzes Stück Richtung Shoegaze verschoben. Getragene, weite Soundflächen dominieren das Bild. Und das nur von einem Instrument. Der Rest kommt für den Moment vom Band, weil sie ihre Band zuhause gelassen hat. Nach Chris Isaak, covert sie nun ein Stück von Cat Power.

 

17.58 Uhr: Eiskalte Finger hat Karo. Die junge Songwriterin legt aber trotzdem pünktlich los am Lorenzer Platz. Trauriger Pop einer der schönsten Stimmen des Bardentreffens.

Aurelio & The Garifuna Soul Band aus Honduras auf dem Nürnberger Hauptmarkt.
Aurelio & The Garifuna Soul Band aus Honduras auf dem Nürnberger Hauptmarkt.
Foto: Harald Sippel
Aurelio & The Garifuna Soul Band aus Honduras auf dem Nürnberger Hauptmarkt.
Aurelio & The Garifuna Soul Band aus Honduras auf dem Nürnberger Hauptmarkt.
Foto: Harald Sippel

17.31 Uhr: Der Sound Spaniens. Und der Karibik. Und Westafrikas. Sollte man gehört haben. Aurelio & The Garifuna Soul Band am Hauptmarkt sind verspielt und sorgen mit Gitarre und reichlich Perkussion für Stimmung wie in der Hängematte.

 

17.00 Uhr: Die Damen von Goldbird sorgen mit ihrem jazzigen Pop für Entspannung am Lorenzer Platz. Allerdings wummert der Kontrabass für den Moment fast wie bei einem Dubstep-Track.

 

16.47 Uhr: St.Katharina ist komplett überlaufen. Kein Wunder, Lydia Daher präsentiert ihren nachdenklichen deutschsprachigen Indiepop. Ein ganzes Publikum denkt mit. Und ist angetan.

 

16.29 Uhr: Auf der Insel Schütt altert das Publikum zusehends. Nach dem Auftritt von Geraldino finden sich die ersten Zuschauer mit bereits abgeschlossener Grundschullaufbahn ein. In einer halben Stunde kommt das Stockholm Lisboa Project auf die Bühne. Den Kinder scheint der Auftritt von Geraldino offenbar gefallen zu haben. 

 

16.10 Uhr: Me & Reas hat leichte Probleme beim Soundcheck. Die türkise Ukulele dröhnt ein wenig zu sehr. Doch der junge Songwriter kann noch pünktlich beginnen. Die Akustikgitarre schrammelt vor sich hin und Andreas Jäger, der hinter dem Projekt steckt, singt sich schmeichelnd in die Herzen des Publikums an der MUZ-Bühne.

 Eine beeindruckende Stimmbreite der Sänger, dazu Geige, Piano, Gitarren und Cello. Das sind Árstíðir aus Island.
Eine beeindruckende Stimmbreite der Sänger, dazu Geige, Piano, Gitarren und Cello. Das sind Árstíðir aus Island.
Foto: Björn Gundermann
 Eine beeindruckende Stimmbreite der Sänger, dazu Geige, Piano, Gitarren und Cello. Das sind Árstíðir aus Island.
Eine beeindruckende Stimmbreite der Sänger, dazu Geige, Piano, Gitarren und Cello. Das sind Árstíðir aus Island.
Foto: Björn Gundermann

15.18 Uhr: Die Isländer von Árstídir bedanken sich beim Publikum am Sebalder Platz für die Aufmerksamkeit und Ruhe, bei der sogar in den Songs noch Vögel gehört werden können. Aber bei dem sakralen Kammerfolk möchte man auch nichts anderes als bedächtig zu lauschen.

Paula Morelenbaum auf der Hauptmarkt-Bühne.
Paula Morelenbaum auf der Hauptmarkt-Bühne.
Foto: Horst Linke
Paula Morelenbaum auf der Hauptmarkt-Bühne.
Paula Morelenbaum auf der Hauptmarkt-Bühne.
Foto: Horst Linke

15.06 Uhr: Am Hauptmarkt beginnt nun Paula Morelenbaum. Die brasilianische Sängerin bietet weit mehr als Weltmusik. Eine Stimme, die sofort die Sonne aufgehen lässt. Zumindest im übertragenen Sinne, denn die grauen Wolken wollen sich immer noch nicht verziehen.

 

Mihalys Theorie auf dem Lorenzer Platz
Mihalys Theorie auf dem Lorenzer Platz
Foto: Horst Linke
Mihalys Theorie auf dem Lorenzer Platz
Mihalys Theorie auf dem Lorenzer Platz
Foto: Horst Linke

14.34 Uhr: Mihalys Theorie mühen sich ab und versuchen dafür, die Lorenzkirche katholisch zu machen. Der Protest aus dem Publikum lässt nicht auf sich warten. Trotzdem gute Show, die für Kopfnicken sorgt.

 

14.30 Uhr: Der Soundcheck ist vorbei, es kann los gehen!. Bleiben Sie mit unserem Live-Ticker immer auf dem Laufenden.

 

 

Die Musikzentrale organisiert in diesem Jahr die Auftritte am Lorenzer Platz. Hier gibt es ein Video vom Freitag:

Video zum Thema
Das 36. Bardentreffen hat mit jungem Schwung begonnen. Vor allem auf dem Lorenzer Platz, dort gestaltet dieses Jahr drei Tage lang die Musikzentrale das Programm. Eike Schamburek für nordbayern.de


Bilderstrecke zum Thema
Von wegen Sommerloch: Am Wochenende erwartet Nürnberg mit dem Bardentreffen eine wahre Kultur- und Konzertflut. Bei so einem üppigen Angebot fällt die Auswahl natürlich schwer. Deshalb hier die Tipps der Redaktion.

 




Zum Thema
Bardentreffen: Kreuzigungshof am Sonntag
Seit:
1976
Turnus:
jährlich

Termin:
26.07 bis 28.07.2013
Kurzbeschreibung:
Das Nürnberger Bardentreffen ist ein Liedermacher-Festival, auf dem jedes Jahr bekannte und unbekannte Musiker aus Rock, Pop, Blues, Jazz, Folk etc. auftreten. Es ist kostenlos und findet nur draußen statt.
Auch außerhalb der Bühnen ist eine Vielzahl von Musikern in der Innenstadt anzutreffen - meist von Zuhörern dicht umringt.
Veranstalter:
Stadt Nürnberg
Besucher:
200.000 im Jahr 2012, 170.000 (2011); 200.000 (2010)
Teilnehmer:
fast 70 Konzerte